Tipps und Tricks

1. China

1.1 Beijing

 

Sim-Karte: wenn man länger als einige Tage in China ist, lohnt es sich eine chinesische Nummer zu haben. Falls ihr diese in Beijing kauft, achtet darauf, dass sie nicht nur für Anrufe innerhalb von Beijing, sondern in ganz China gültig ist. Die besten Anbieter sind China Mobile und Unicom. Mit folgendem Text könnt ihr in einen Laden gehen und genau das verlangen.

 

Das heisst aber nicht unbedingt, dass ihr das auch bekommt. Das erste Angebot, das wir von China Mobile erhalten haben waren 380 Yuan / Monat (Prepaid Sim-Karte: 180 nationale Minuten und 1 GB Internet inkl.) Das ist viiiiiel zu teuer.

Im Moment haben wir eine Sim-Karte von Unicom für 76 Yuan / Monat (300 nationale Min. und 800 MB Inernet inkl.) [Preisstand 2017] Der einzige Haken ist: man muss sie nach einem Monat bzw. bei der Ausreise aus China annullieren. Dies kann man allerdings nur in der Stadt machen, in der man den Vertrag abgeschlossen hat.

 

Metro-Karte: wenn man länger als 1 Tag in Beijing ist, lohn es sich eine Metro-Karte statt einzelne Tickets zu kaufen. Bei den Metrofahrten macht es zwar keinen Unterschied, bei den Busfahrten aber schon. Diese sind nämlich viel billiger mit einer solchen Karte statt mit den Einzelfahrkarten.

 

Ausflug zur Chinesischen Mauer: wenn ihr einen wilderen, nicht so (europäischen) touristischen Abschnitt der Mauer sehen wollt, geht nicht nach Badaling! Die 10 Türme in Simatai sind noch im originalen Zustand (nur das nötigste renoviert) und viel weniger touristisch.

Eine Tour zur Mauer (Badaling, touristischer Ort) kostet ca. 400 Yuan (exkl. Eintritt zur Mauer). Solltet ihr euch für den ö.V. entscheiden, ist dies durchaus möglich. Ihr müsst lediglich von der Metro-Station Dongzhimen (Ausgang E) den Bus 980 bis Miyun nehmen. (Endtstation der 980-er Linie, Preis: 9 Yuan). [Preisstand 2017] Solltet ihr den Bus nicht finden, zeigt den Leuten einfach diesen Text:

 

Von der Endstation in Miyun einfach dem Busweg nach ca. 200 m zurücklaufen (um die Kurve nach rechts abbiegen) und die Strasse überqueren. Dort befindet sich die Haltestelle für den Anschlussbus der Linie Mi51. Dieser wird euch bis zur Wasserstadt Gubei und somit bis zum Startpunkt des Spazierganges zur Grossen Mauer bringen. Lasst euch in Miyun nicht von den vielen Leuten erschrecken, die euch an der Endstation des 980er Buses eine Taxifahrt nach Gubei andrehen wollen. Lauft einfach die 200 m zurück und ihr werden für lediglich  6 Yuan nach Gubei kommen. [Preisstand 2017] Solltet ihr den Bus nicht selber finden, zeigt den Leuten diesen Text:

In Gubei angekommen, ein Kombiticket für Gubei (die Wasserstadt) und die Grosse Mauer kaufen  [Preisstand 2017 ohne Gondelbahn zur Grossen Mauer: 170 Yuan. Gondelbahn: 90 Yuan / Fahrt] Dort könnt ihr entscheiden, ob ihr die Steigung zu Fuss in Angriff nehmt (zu Turm Nr. 2) und von dort bis Turm Nr. 10 hinauf spazieren wollt, oder aber die Gondelbahn von Gubei aus bis zum Turm Nr. 8, von dort aus hinauf bis zum Turm Nr. 10 und nachher hinunter bis zum Turm Nummer 2 in Angriff nehmt.

Der letzte 980er Bus von Miyun nach Beijing fährt um 18:30 von Miyun, so dass ihr den Mi51 von Gubei spätestens um 16:45 nehmen sollt, damit es auf den Anschuss reicht. Hier die Texte, die ihr den Leuten zeigen könnt, wenn ihr die Busse nicht selber findet:

 

Solltet ihr den letzten 980er Bus nach Beijing verpasst haben, bitte zeigt den Leuten folgenden Text. Sie werden euch sicher helfen, eine weitere Verbindung nach Beijing zu finden.

 

1.2 Luoyang

Ausflug zum Shaolin Tempel (Kung-Fu):

In Luoyang werden viele Touranbieter euch zu überreden versuchen, für einen „Schnäppchenpreis“ von lediglich 200 Yuan pro Person bis zum Shaolin-Tempel und zurück zu fahren. (exkl. Eintritt in die Tempelanlage) [Preisstand 2017] Das ist überteuert.

Der Tempel liegt zwar 1.5 h Fahrt ausserhalb der Stadt, ist aber sehr einfach auf eigene Faust und mit dem ö. V. zu erreichen. Ihr müsst lediglich den Busbahnhof finden. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Wenn ihr Richtung Bahnhof schaut ist der Busbahnhof rechts hinter euch, an der Strassenecke auf der gegenüberliegenden Strassenseite.

Solltet ihr diesen nicht finden, könnt ihr einfach den Leuten folgenden Text zeigen. Darauf steht, dass ihr Tickets für den Bus zum Shaolin Tempel kaufen wollt. Ticketpreis pro Weg: 19 Yuan. [Preisstand 2017] Jeder Einheimische weiss nämlich, dass man die Tickets am Busbahnhof besorgen kann. Den gleichen Text könnt ihr auch der Person am Ticketschalter zeigen:

 

Wenn ihr die Tickets habt, könnt ihr dem Chauffeur folgenden Text zeigen (aber nicht zu früh, sonst vergisst er es. Nach ca. 1.15 h könnt ihr ihn mal fragen):

Dann weiss er nämlich, dass ihr beim Shaolin-Tempel aussteigen wollt. (da dieser nicht Endstation ist) Versucht herauszufinden, wann der letzte Bus zurückfährt. Wir mussten es gar nicht, unser Chauffeur hat uns gerade vorgewarnt, dass dieser um 16 Uhr ist. Aber der Fahrplan kann sich ja ändern… in China tendieren Busse jedoch dazu, eine sehr frühe letzte Fahrt zu haben.

 

Der Eintritt in die Tempelanlage kostet stolze 100 Yuan [Preisstand 2017], ist aber das Geld wert.

Stellt sicher, dass ihr für den Rückweg am gleichen Ort auf den Bus wartet, wo ihr eingestiegen seid (einfach andere Strassenseite). Es sind nämlich viele Busse dort parkiert, die euch reinzulegen versuchen, einzusteigen. Sie sehen wie die normalen Busse aus, sind aber meistens kleiner als diese uns teurer. Fragt sonst die Einheimischen. Das Wort Luoyang verstehen sie, egal wie falsch ihr das aussprecht. Wenn ihr nicht gerade einen Taxifahrer fragt, werden euch die Einheimischen helfen die richtige Busstation zu finden.

 

1.3 Xi’an

Ausflug zur Terracotta-Armee:

In Xi’an braucht man nicht allzu viel Tipps, da es am Bahnhof sehr gut angeschrieben und beschildert ist, wie ihr zur Terracotta-Armee kommt. Der Busparkplatz befindet sich nämlich unmittelbar neben dem Hauptbahnhof, die Schilder sind alle auch auf Englisch. Der einzige Nachteil: der Bahnhof ist nicht an dem Metro-Netz angeschlossen und somit nur mit dem Bus erreichbar (oder ca. 10-15 Min. zu Fuss von der nächsten Metro-Station)

Sicherheitshalber hier noch die Nummer der Busse:

306 (5) weiss

914 (blau)

915 (grün)

 

Passt auf und fragt, wie teuer die Fahrt ist bevor ihr einsteigt. Das Wort Terracotta verstehen dort alle Busfahrer. Wenn es mehr als 8 Yuan kostet [Preisstand 2017] seid ihr in einem Touristenbus, der ähnlich aussieht aber wesentlich teurer ist.

Infopunkte:

Vor dem Bahnhof befinden sich 2 Infopunkte. Es lohnt sich dort zu versuchen, nach Informationen auf Englisch zu fragen. Wir hatten die Überraschung, dass die Angestellten dort sehr gut Englisch sprachen und informiert waren.

 

Bahnhof Xi’an Süd:

Vom Bahnhof Xi’an Süd aus gibt es schnellere Verbindungen nach Chengdu. Online könnt ihr sämtliche Zugverbindungen inkl. Zugnummer und Preise auf www.chinatrainguide.com finden.

Passt aber auf, da der Bahnhof Süd sehr weit ausserhalb der Stadt liegt und schwierig zu finden ist. Am besten und einfachsten ist es, einen Zug vom Hauptbahnhof nach Xi’an Süd zu nehmen. Da es sich aber um eine lokale Verbindung handelt, könnt ihr diese nicht immer auf www.chinatrainguide.com nicht finden und müsst am Schalter danach fragen. Die Fahrt vom Xi’an Hauptbahnhof bis Xi’an Süd dauert ca. 1 h und es muss mit Verspätungen gerechnet werden. Sollte der Anschluss dort zeitlich knapp sein, riskiert es nicht. Wir hätten 15 Min. Zeit zwischen den Zügen gehabt und obwohl es ein kleiner Bahnhof sein sollte wurde uns stark davon abgeraten.

 

1.4 Chengdu

Panda-Park:

In Chengdu könnt ihr Pandas an 2 verschiedenen Orten sehen: im Zoo und im Forschungszentrum für Pandas. (Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding) Wenn ihr für das Panda-Erlebnis nach Chengdu gereist seid, dann wollt ihr sicherlich an den 2. Ort gehen.

 

Dieser ist sehr einfach zu erreichen. An der Metrostation Chengdu Zoo müsst ihr auf den Bus Nr. 198 oder 198 A umsteigen. Das Ziel könnt ihr nicht übersehen, da alle Leute hier aussteigen werden und der Bus praktisch leer weiterfahren wird.

 

1.5 Kunming

Ausflug nach Lijiang:

Lijiang ist sowohl mit dem Zug als auch mit dem Bus erreichbar. Die Zugfahrt dauert 8 h, die Busfahrt zwischen 7 und 12 je nach Verkehr und Uhrzeit. Die Tagesbusse haben etwa  7-8 h bis Lijiang. Die Nachtbusse machen eine 3-4 h Pause irgendwo in der Hälfte der Strecke, so dass die Fahrt entsprechend länger wird.

Der Zug ist deutlich billiger: 89 Yuan für einen harten Sitz [Preisstand 2017]. Der Bus kostet zwischen 215-230 Yuan / Weg. [Preisstand 2017].

Wenn ihr mit dem Zug fahren wollt, bucht diesen einige Tage im Voraus, da es sich dabei um eine sehr beliebte und schnell ausgebuchte Strecke handelt. In unserem Fall war sie dermassen ausgebucht, dass gewisse Züge nicht einmal mehr Stehplätze hatten.

Solltet ihr auf den Bus ausweichen müssen, müsst ihr den West-Busbahnhof erreichen. Die Busse nach Lijiang fahren ausschliesslich von hier ab. Vom Hauptbahnhof müsst ihr den Bus Nr. 80 bis zu dessen Endstation nehmen. (Busfahrt vom Hauptbahnhof bis zum West Busbahnhof ca. 1 h)

 

Ausflug nach Shilin (Steinwald):

Die Busse Richtung Shilin (Steinwald) fahren vom Ost-Busbahnhof ab. Um diesen zu erreichen müsst ihr irgendwo die Busse 902, C137 finden. Es gibt auch andere Busse, die dorthin fahren, wir haben aber diese zwei gebraucht.

Achtung: die Busse, die einen Buchstaben in der Nummer haben sind viel teurer. Normale Busse kosten 1 oder 2 Yuan / Fahrt (je nach Bus), jene mit Buchstaben aber 4 oder 5 Yuan. [Preisstand 2017]

Shilin ist überteuert: Eintritt 175 Yuan [Preisstand 2017] Der Eintritt in den Park befindet sich 3 km vom Bus- und Autoparkplatz entfernt. Solltet ihr diese 3 km gefahren werden wollen, müsst ihr 25 Yuan zusätzlich hinblättern. [Preisstand 2017]

Der Steinwald an sich ist schön, aber nicht spektakulär. Wer bereits viel in den Bergen war, grosse Schluchten oder Felsformationen gesehen hat oder aber in der Türkei in Kappadokien war, kann problemlos darauf verzichten.

Auf der englischen Wikitravel-Seite ist ein Schleichweg beschrieben, wo man den Eintrittspreis nicht zahlen müsste. Um den zu finden solltet ihr sicher nicht unter Zeitdruck sein (wie wir). Wir haben es nämlich versucht, den zu finden, sind aber gescheitert. Mindestens eine zusätzliche Stunde zum Parkbesuch ist einzuplanen wenn ihr das versuchen wollt.

 

Verkehr in Kunming:

Der Verkehr in Kunming ist der Horror! Die Abstände sind zwar nicht so gross, die Busse extrem langsam und stecken die ganze Zeit in Stau. Plant immer die doppelte Zeit ein um von A nach B zu kommen! Wenn ihr dann schneller seid, habt ihr eine schöne Überraschung, sonst lauft ihr Gefahr Züge und Busse zu verpassen. Bei uns ist es extrem knapp geworden!

 

Ausserdem verkehren die meisten  Busse erst ab 6 Uhr morgens und lediglich bis um 19 oder 20 Uhr (je nach Linie und Strecke). Solltet ihr später unterwegs sein, seid ihr auf Taxi angewiesen.

 

Bahnhof Kunming Süd: (Kunmingnan)

Bei diesem Bahnhof handelt es sich um einen lediglich seit 6 Monaten eröffneten. [Stand 2017] Daher kennen ihn die Einheimischen gar nicht. Solltet ihr einen Schnellzug von oder nach Kunming nehmen wollen, landet ihr an dem Bahnhof. Bei der Ankunft ist dies viel einfacher, solltet ihr den Bahnhof in Kunming suchen müssen, müsst ihr keine Angst haben wenn sogar Taxifahrer euch sagen, dass es den nicht gibt. Solltet ihr den mit dem ö. V. erreichen wollen, ist die Metro eine gute Lösung. Die eine Endstation der Linie 1 ist nämlich genau der Bahnhof Kunming Süd.

 

1.6 Lijiang

Fahrt nach Kunming:

Kunming ist sowohl mit dem Zug als auch mit dem Bus erreichbar. Die Zugfahrt dauert 8 h, die Busfahrt zwischen 7 und 12 je nach Verkehr und Uhrzeit. Die Tagesbusse haben etwa  7-8 h bis Lijiang. Die Nachtbusse machen eine 3-4 h Pause irgendwo in der Hälfte der Strecke, so dass die Fahrt entsprechend länger wird.

Der Zug ist deutlich billiger: 89 Yuan für einen harten Sitz [Preisstand 2017]. Der Bus kostet zwischen 215-230 Yuan / Weg. [Preisstand 2017].

Wenn ihr mit dem Zug fahren wollt, bucht diesen einige Tage im Voraus, da es sich dabei um eine sehr beliebte und schnell ausgebuchte Strecke handelt. In unserem Fall war sie dermassen ausgebucht, dass gewisse Züge nicht einmal mehr Stehplätze hatten. An jedem Ticketschalter sprechen sie Englisch. Den Bahnhof erreicht ihr mit dem Bus Nummer 18 bis zu dessen Endstation.

Solltet ihr auf den Bus ausweichen müssen, gibt es in Lijiang 2 Busterminals: der eine normale, der andere Express. Von dem einen Terminal zum anderen braucht man ca. 15 Min. zu Fuss. Wenn man allerdings die späteren Busse möchte (Nachmittag und Abend), sollte man zum normalen und nicht zum Express-Terminal gehen. Die Leute am Ticketschalter sprechen sogar Englisch!

 

Altstadt:

Die Altstadt ist zwar sehr schön und verführt einen zum dort Weilen und Geniessen, die Bars, Restaurants und Läden dort haben deutlich höhere Preise als ausserhalb.

Die Toiletten in der Altstadt sind überraschend sauber, es hat sogar Seife! 🙂

 

1.7 Guilin

Ausflug zu den Reisterrassen:

In Guilin am Busbahnhof ist es nicht wirklich angeschrieben, dass man dort Tickets für die Busse zu den Reisterrassen kaufen kann. Man muss es entweder wissen, oder man kommt nicht dorthin. Am Busbahnhof aber verstehen alle, wenn sie einen Europäer sehen, dass er zu den Reisterrassen will, unabhängig von ihrem Englisch-Niveau. Ihr kauft dort ein Ticket für den Bus bis Heping zuerst. In Heping werdet ihr umsteigen müssen und mit einem kleineren Bus nach Dazhai fahren. Um das Umsteigen sowie das Einsteigen in den richtigen Bus müsst ihr euch nicht selber kümmern, der Chauffeur bringt euch zum richtigen Auto. Zeigt dem ersten Buschauffeur einfach dieses Zettelchen:

Macht euch darauf gefasst, dass die Busse in Heping nicht direkt losfahren, sondern erst wenn sie voll sind. Nehmt also etwas Wasser mit, es kann vorkommen, dass ihr bis zu einer halben Stunde in der prallen Sonne warten müsst. (ist uns passiert)

 

Auf dem Rückweg fanden wir die kleinen  Busse nicht mehr, also suchten wir eine andere Verbindung. Diese war ein wenig teurer, dafür aber direkt bis Guilin. Wenn ihr pro Weg mehr als 50 Yuan [Preisstand 2017] zahlen müsst, dann ist etwas nicht in Ordnung. Dies war nämlich der Preis für den direkten Bus nach Guilin.

Solltet ihr nicht in den Reisterrassen übernachten wollen, achtet bitte darauf, dass die letzten Busse nach Guilin gegen 17:30 dort abfahren.

 

Wenn ihr nicht ganz faul seid, nehmt auf dem Gebiet der Reisterrassen nicht die Gondelbahn. In einem normalen Schrittempo seid ihr spätestens in 20 Minuten auch dort, wo euch die genau so langsam hinaufkrachselnde Gondelbahn fahren würde und ihr spart dabei fast 200 Yuan. [Preisstand 2017]

 

1.8 Shanghai

Maglev und Metro zum Flughafen Pudong:

Der Maglev ist die schnellste Möglichkeit vom Flughafen Pudong in die Stadt oder von der Stadt zum Flughafen zu fahren, ist allerdings etwas teuer. Eine Fahrt (einfach) kostet 50 Yuan. [Preisstand 2017] Mit einem Flugticket desselben Tages kriegt man allerdings 20 % Rabatt.

Wenn ihr Maglev bei Höchstgeschwindigkeit erleben wollt, müsst ihr online nach den genauen Zeiten suchen, wann dies der Fall ist, nämlich nur vormittags zwischen 9:00-10:45 und am Nachmittag zwischen 13:00-16:45. (https://www.travelchinaguide.com/cityguides/shanghai/getting-around.htm)

Wenn ihr mit der Metro unterwegs seid, ist es etwas umständlich, da die Metrolinie 2 zwar auf allen Metroplänen als durchgehend markiert ist, ihr aber doch unterwegs in einen anderen Zug der Linie 2 umsteigen müsst. Dort ist Gedränge angesagt, da der Anschlusszug der Linie 2 nämlich nicht so oft fährt.

 

Metro allgemein:

Metrokarte:

Wenn ihr Warteschlangen vermeiden wollt, könnt ihr in Shanghai auch eine Metro-Karte beziehen. Diese kostet 20 Yuan [Preisstand 2017], Betrag der allerdings bei der Rückgabe der Karte zurückerstattet wird.

Die Rückgabe der Karte kann nicht an jedem Schalter getätigt werden. Am Flughafen Pudong könnt ihr die Karte beim Maglev-Ticketschalter zurückgeben. In der Stadt müsst ihr sonst nachfragen wo dies möglich ist.

 

Guthaben wieder aufladen:

Guthaben auf die Metrokarte aufladen kann man an jeder Ticketverkaufsmaschine, allerdings nur wenn ihr höhere Fixbeträge wie 50 oder 100 Yuan möchtet. Solltet ihr tiefere Beträge aufladen wollen, müsst ihr einen Family Mart aufsuchen. Diese sind in jeder Metrostation vertreten. Obwohl es nirgendwo angeschrieben ist, haben die eine Maschine, die das Aufladen ermöglicht.

 

Ausflug zu einer nahegelegenen Wasserstadt (Xitang):

Es gibt zahlreiche Wasserstädte um Shanghai. Die einen sind sehr touristisch, die anderen schwieriger zu erreichen. Wir entschieden uns für die weniger touristische Xitang. Diese ist mit einem Direktbus von Shanghai aus erreichbar. Der Bus fährt vom Long distance Bus terminal am Shanghai South Railway Station ab. Tickets könnt ihr am Terminal selber kaufen. Der Ticketschalter für diesen Bus befindet sich im Untergeschoss (von der Eingangshalle Rolltreppe nach unten). [Stand 2017]

Der South Railway Station ist etwas verwirrend, da er sehr gross ist und 2 Busterminale beherbergt. Für Xitang müsst ihr zum Long distance bus terminal und nicht zum runden Platz (local and suburban buses).

Der letzte Bus von Xitang nach Shanghai fährt um 18:20 vom Xitang Busterminal.

 

The Bund Tunnel:

Kommt ja nicht auf die Idee diesen kostenpflichtigen Unterwassertunnel auszuprobieren um von der einen zur anderen Seite des Flusses zu kommen. Er ist überteuert – 50 Yuan [Preisstand 2017] – und verspricht irgendwelche multimediale Erlebnisse, die aber in der Tat nicht mal ein Kind beeindrucken. Es ist eine reine Touristenattrappe. Mit der Metro seid ihr erstens viel schneller und zweitens für einen Zwanzigstel des Preises unterwegs.

 

 

 

2. Taiwan

2.1 Allgemein:

Zugtickets reservieren:

In Taiwan sind die Züge sehr früh ausgebucht. Wenn ihr einen Sitzplatz haben wollt, reserviert möglichst früh. Tickets könnt ihr nicht nur am Bahnhofschalter beziehen, sondern auch in jedem sog. Convenience Store. Der Aufpreis hier ist etwa 20 NT Dollar (weniger als 1 CHF) [Preisstand 2017]

Zugtickets ohne Sitzplatz werden unlimitiert verkauft. Es ist gar nicht schlimm keinen Sitzplatz zu haben, da nicht allzu viele Leute stehen wollen, so dass es auch im Stehen einigermassen bequem ist.

 

Temperatur im Zug:

In den taiwanesischen Zügen ist es eher kalt, da die Klimaanlagen sehr stark eingestellt werden. Eine Jacke in Reichweite zu haben ist gar keine schlechte Idee.

 

Temperatur und Sonne in Taiwan: 

Die Temperatur ist sehr hoch, das Wetter allerdings sehr trügerisch. Da es eine starke Wind-brise gibt, hat man das Gefühl, die Luft sei angenehm und man brauche nicht so viel oder so starken Sonnenschutz. Falsch! Die Sonne ist äusserst stark! Verwenden den stärksten Sonnenschutz den ihr habt. (in unserem Fall war dies derjenige mit 50er Schutzfaktor)

 

Nachtmärkte:

Etwas, das man in Taiwan keinesfalls verpassen sollte, sind die Nachtmärkte: eine Farbenexplosion und ein Paradies für Feinschmecker! Versucht allerdings die Einheimischen zu fragen, in welche sie hingehen, da es in jeder Grossstadt auch die touristischen Nachtmärkte gibt, die eine ganz andere Atmosphäre bieten und dazu auch noch viel teurer sind.

 

Kleingeld / Münzen: 

Versucht nicht, euer Kleingeld so schnell wie möglich loszuwerden. Bewahrt es für Busfahrten auf, da die Busfahrer keine Kasse haben und somit kein Rückgeld ausgeben können, wenn ihr nicht den genauen Betrag habt.

 

Abfall: 

Abfallkübel sind Mangelware in ganz Taiwan. Regt euch nicht zu fest auf wenn ihr eure leeren Essenverpackungen oder Pet-Flaschen kilometerweit mitschleifen müsst.

 

2.2 Kaohsiung

Ausflug zur Insel Cijin:

Wenn ihr in Kaohsiung seid, lohnt es sich schnell auf die Insel zu gehen. Wenn ihr es gemütlich machen wollt, reserviert euch einen halben Tag dafür.

Am besten nehmt ihr die orange Metrolinie bis zur Endstation Sizihwan. Von hier habt ihr 3 Möglichkeiten:

  • die Insel zu Fuss erkunden – dann müsst ihr ca. 10 Minuten bis zur Fähre laufen und 15 NT Dollar / Weg als Fährkosten einrechnen. [Preisstand 2017]
  • die Insel mit dem Fahrrad erkunden – Fahrradmiete gibt es auf der Strasse, direkt an der Endstation von der Metro. Der Preis ist pro Tag. Ein normales Fahrrad kostet 50 NT Dollar, ein besseres 100 NT Dollar / Tag. Die normalen sind allerdings gut genug. Für die Fähre müsst ihr dann mit 50 NT Dollar / Weg rechnen. [Preisstand 2017]
  • die Insel mit einem Elektro-Scooter erkunden – ein normaler Preisrahmen für 2 h sind 250-300 NT Dollar. Für jede zusätzliche Stunde werden 100 NT Dollar verlangt. Man kann aber gut verhandeln. Wir hatten einen Scooter für 300 für fast 3 h. Für die Fähre mussten wir für den Scooter und 2 Passagiere 120 NT Dollar / Weg zahlen. [Preisstand 2017]

2.3 Shoufeng / Hualien

Ausflug zum Taroko Nationalpark:

Der Taroko Nationalpark ist definitiv eine Reise wert und liegt ca. 1 Fahrtstunde von Hualien entfernt. Es gibt Busse, die dorthin fahren, wenn ihr aber den ganzen Park erkunden wollt, ist der Bus nicht unbedingt die ideale Lösung.

In Hualien kann man ein Motorrad mieten. Leider kennen wir den genauen Preis nicht, da wir eines ausgeliehen bekamen. Mit dem Motorrad lässt sich der Park innerhalb von einem guten halben Tag sehen. Dies ist allerdings reine Fahrzeit mit Fotopausen. Solltet ihr eine der vielen Wanderungen (sog. Trails) im Park machen wollen, rechnet mit einem ganzen Tag.

Wenn man schon im Taroko Nationalpark ist, sollte man definitiv 10 km bis zum Qingshui Cliff (oft als Ching-Shui angeschrieben) weiterfahren. Von dort geniesst man ein sehr schönes Panorama.

 

2.4 Taipei

 Ausflug zur Whisky-Distillerie Kavalan:

Als Whisky-Liebhaber dürft ihr euch diesen Besuch nicht entgehen lassen. Aber erwartet keine Distillerie in schottischem Stil. Diese ist eine regelrechte Whisky-Fabrik! Trotz der Grösse ist ein Besuch speziell und zu empfehlen. Touren werden leider nur auf Chinesisch angeboten, aber wenn ihr mit den Leuten am Empfang sprecht und interessiert wirkt, werden sie euch höchstwahrscheinlich anbieten euch in der Anlange zu begleiten und sämtliche Erklärungen im Rahmen einer kleinen Privattour zu liefern. (völlig kostenlos).

Der Distillerie-Besuch ist kostenlos. Am Ende dieses Besuches erhält man (ebenfalls kostenlos) einen ihrer neutralsten Whiskys zur Degustation. Sollte man eine richtige Degustation wünschen, muss man 400 NT Dollar hinblättern. [Preisstand 2017] Darin sind 4 verschieden frei wählbare Whiskys inbegriffen. Der Preis ist sehr fair und der Degustationsraum sehr elegant und angenehm.

Die Hinfahrt zur Distillerie ist etwas mühsam. Es gibt keine direkten Busse. Vom Busterminal am Hauptbahnhof in Taipei muss man entweder den KuoKuang oder den Kamalan Bus bis nach Yilan nehmen. Die Tickets kauft man am Schalter und nicht im Bus. Bitte sagt am Schalter nicht, dass ihr zur Whisky-Distillerie wollt, da fast niemand das kennt. Bestellt direkt ein Ticket nach Yilan. Dieses könnt ihr auch retour kaufen. Eine einfache Fahrt kostet 137 NT Dollar. Ein Hin- und zurück-Ticket kostet 347 NT Dollar. [Preisstand 2017] In Yilan angekommen müsst ihr einen Stationsplan finden und eigentlich auf die andere Seite des Busterminals gehen und folgende Busse finden: 12, 752, 1786 oder 1743. Sie fahren nicht so oft, aber sie fahren und halten 200 m vom Distillerie-Eingang an (der 752 hält sogar vor dem Eingang an). Pro Weg müsst ihr mit 30-50 NT Dollar rechnen. (je nach Buslinie) [Preisstand 2017] Schaut, dass ihr genug Münzen für den Bus habt, da die Busfahrer kein Rückgeld ausgeben können.

Für die Rückfahrt sind diese die Abfahrtszeiten der Busse von der Whisky-Distillerie zurück nach Yilan (abfotografiert von der Whisky-Distillerie Haltestelle)

 

 

Ausflug zum Yehliu Geopark:

 

Der Yehliu Geopark ist beeindruckend und definitiv sehenswert. Er befindet sich ca. 1 h 20 Minuten ausserhalt Taipeis, ist jedoch sehr einfach mit einem Direktbus 1815 zu erreichen. Preis pro Weg: 96 NT Dollar. [Preisstand 2017]

Der Bus fährt ebenfalls vom Hauptbahnhof ab, allerdings nicht vom gleichen Terminal wie die Busse nach Yilan, sondern von einem anderen (neuen) Busbahnhof. Um diesen zu finden müsst ihr den Ausgang M2 suchen.

 

 

3. Sri Lanka

3.1 Colombo

 Bus vom Flughafen in die Stadt:

Der Flughafen befindet sich etwa 35-40 km ausserhalb der Stadt. Der Bus, der vom Flughafen in die Stadt fährt ist die Nummer 187. Diese Linie verkehrt Tag und Nacht, am Tag allerdings viel häufiger, in der Nacht ca. 1 Mal / Stunde. Wenn ihr nach einem Fahrplan suchen möchtet, dann verschwendet ihr eure Zeit, da es diesen nicht gibt. Meistens fährt der Bus erst dann los, wenn der Chauffeur und der Ticketverkäufer, der ihn begleitet, der Meinung sind, er sei voll genug.

Der Preis liegt bei 120-130 Rupien / Person. [Preisstand 2017] Solltet ihr aufgefordert werden mehr zu zahlen werdet ihr übers Ohr gehauen. Daher ist es immer besser abzuwarten und zu beobachten, wieviel die Einheimischen geben und selber Kleingeld bereit zu haben, damit ihr nicht unbedingt Rückgeld verlangen müsst. Es kann vorkommen, dass man aufgefordert wird für grössere Gepäcksstücke auch jeweils ein Ticket zu zahlen. Es ist zwar nicht unbedingt fair, aber man muss es akzeptieren.

Die grösste Herausforderung ist es allerdings diesen Bus zu finden. Sämtliche Tuk-Tuk fahrer werden euch erklären wollen, dass dieser nämlich nicht direkt am Flughafen anhält, sondern an der Hauptstrasse, welche einige Kilometer weiter liege. Dabei zeigen sie sich natürlich bereit, euch dorthin zu fahren. Falsch! Der Bus hält am Flughafen an. In unserem Falle war die Haltestellt direkt vis-a-vis vom Ausgang. Solltet ihr ihn aber nicht finden, fragt ihr am besten einen der Soldaten, die dort in der Nähe des Flughafens und am grossen Carparkplatz Wache halten. Diese kennen sich aus und haben Null Gründe euch anzulügen. Wir sind mitten in der Nacht in Colombo angekommen und waren ebenfalls auf ihre Hilfe angewiesen, was allerdings problemlos klappte. Hier noch ein Foto wie der Bus aussieht und wo er parkiert war. Dieser Ort kann sich aber je nach Jahr ändern, deswegen besser wie oben beschrieben nachfragen.

 

 

öffentlicher Verkehr allgemein:

 Meistens wollen die Ticketverkäufer an Bord der Busse nicht reinlegen, aber doppelt nachfragen ist sicher besser. Entweder macht ihr euch vor dem Einsteigen mit den einheimischen Preisen vertraut oder aber ihr besteht auf eine Quittung für den bezahlten Betrag. Bei Fahrten innerhalb der Stadt und in die nahe Umgebung handelt es sich meistens um Beträge zwischen 20 und 40 Rupien / Person und Fahrt. [Preisstand 2017] Tickets kann man nie an einem Schalter kaufen, sondern direkt im Bus bei seinem Ticketverkäufer.

Die roten Busse in Sri Lanka sind öffentliche Busse finanziert durch die Regierung. Diese sind schneller unterwegs, da es dem Fahrer und seinem Ticketverkäufer egal ist, wieviel Leute im Bus sitzen. Sie sind angestellt mit einem Fixlohn und erhalten diesen unabhängig von der Anzahl beförderter Menschen. Anders sieht es allerdings bei den eher farbigen Bussen aus: diese haben zwar eine Erlaubnis von der Regierung um eine bestimmte Linie zu fahren, sind aber nicht angestellt und verdienen je nach Anzahl Passagiere und verkaufter Fahrkarten. Deswegen tendieren solche Busse dazu viel langsamer zu sein, da an vielen Stationen einfach gewartet wird, bis mehr Leute in den Bus einsteigen. Rechnet damit bei eurer Zeitplanung: in Colombo ist der Verkehr alles andere als schnell!

 

3.2 Sigiriya und die Nationalparks

Busfahrt Colombo-Sigiriya:

Die Strecke Colombo – Sigiriya kann man problemlos mit dem Bus zurücklegen. Von Colombo nimmt man entweder den Bus 15, 48 oder 49 bis Dambulla. Preis: 190 Rupien / Person. [Preisstand 2017]  Hier wechselt man auf den Linienbus Dambulla-Sigiriya, der alle ca. alle 20 Minuten verkehrt. Preis: 30-35 Rupien / Person. [Preisstand 2017]

 

Safari im Nationalpark:

In der Sigiriya Region gibt es eigentlich 3 aneinandergrenzende Nationalparks: Minneriya, Kaudulla und Echo Park. Man hat eigentlich hervorragende Chancen Unmengen an Elefanten anzutreffen. Um diese Chance allerdings nicht zu verpassen, ist es empfehlenswert die Einheimischen bzw. die Jeep-Fahrer zu fragen, in welchem der drei Parks sich die Dickhäuter gerade aufhalten. Dies kann aufgrund der unterschiedlichen Wasserverhältnisse variieren.

Der Preis für einen Safari (Jeep, Fahrer, Eintritt in den Park) liegt bei etwa 12.000 Rupien. [Preisstand 2017] Allein die darin inbegriffenen Eintritte für 2 ausländische Touristen, einen Jeep und Steuern machen 5.300 Rupien aus. [Preisstand 2017]

Einen Regenmantel dabei zu haben lohnt sich, da das Wetter plötzlich umschlagen und ein tropischer Sturm einsetzen kann. Sollte dies geschehen, ist das Glück auf eurer Seite, da die Dickhäuter nach einem heftigen Regen ein regelrechtes Naturspektakel vorführen und in dem dadurch entstandenen Schlamm sich wälzen und baden.

 

Sigiria Lion Rock:

Dieser ist der berühmteste Fels in der Umgebung. Vor Tausenden von Jahren soll es eine Festung, ja sogar ein Schloss darauf gegeben haben. Für einen überteuerten Eintrittspreis von 4500 Rupien / Person [Preisstand 2017] kann man diesen besteigen. (normale Treppen, extra für Touristen gemacht). Will man allerdings die aussergewöhnliche Form der Lion Rock als Ganzes sehen, dann besteigt man lieber den gegenüber liegenden Pidurangala Felsen. Man spart nicht nur viel Geld (Eintrittspreis: 500 Rupien [Preisstand 2017]), sondern hat auch etwas mehr Abenteuer (der letzte Teil ist ohne Treppen, man muss über und durch Steine klettern, es ist allerdings problemlos machbar ohne jegliche Ausrüstung) und eine bessere Aussicht.

 

Dorferlebnis mit Kutsche und Boot und Trinkgeld:

In Sigiriya kann man ein sog. Dorferlebnis buchen: für 2000 Rupien / Person [Preisstand 2017] wird man zuerst etwa 10 Minuten mit der Kutsche (gezogen von Kühen oder Ochsen), dann mit einem Boot ca. 5 Minuten über einen Teich gefahren und anschliessend in ein abgelegenes Dorfhaus gebracht, wo man der schnellen Zubereitung lokaler Speisen beiwohnen und diese nachher essen kann. Der Preis ist überteuert für das, was es eigentlich ist. Überraschenderweise aber erwarten und verlangen alle auch noch nach Trinkgeld. Mit 100 Rupien war keiner von ihnen wirklich zufrieden und glücklich, obwohl man dort mit 100 Rupien 3 Tage lang essen kann.

Es handelt sich vermutlich um Familien aus diesen abgelegeneren Gegenden, die mit einer Reiseagentur in Sigiriya eine Abmachung haben. Der Mann chauffiert einen mit Kutsche und Boot, die Frau bekocht die Touristen. Wieviel von dem Tourpreis von 2000 Rupien sie persönlich erhalten und wieviel der Tourveranstalter selber ist uns schleierhaft. Was aber sicher stört ist das Verhalten: nach Trinkgeld betteln und nicht zufrieden sein mit dem was man bekommt, obwohl es eigentlich genug ist.

Allgemein wird in Sri Lanka immer Trinkgeld erwartet. Man vereinbart einen Preis, muss aber damit rechnen, dass noch Trinkgeld dazu kommt. Die Touristen in Sri Lanka müssen in der Lage sein, auch mal „nein“ zu sagen bzw. nicht allzu grosszügig zu sein und trotz des Bettelns der Einheimischen keine hohen Beträge zu geben. Mit 5-max. 10 % vom vereinbarten Preis ist man sicher richtig. Sollte jemand damit unzufrieden sein, einfach ignorieren und weiter gehen. Sie werden immer versuchen, mehr Geld von einem zu erhalten, sei es durch Tricksen oder durch Mitleid erwecken. Daher: „nein“ sagen können ist ein Muss.

 

3.3 Dambulla

Der goldene Tempel befindet sich etwa 1 km vom zentralen Busterminal der Stadt. Obwohl viele Tuk-Tuk Fahrer einem sagen, es sei weit und es gäbe keinen Bus dorthin, stimmt es nicht. Wenn ihr den Bus bevorzugt, fragt einfach die Busfahrer am Busbahnhof. Sie wissen genau welcher lokale Bus dorthin fährt. (hat keine Nummer) Der Preis liegt bei etwa 10 Rupien / Person und Fahrt. [Preisstand 2017] Man kann aber auch der Hauptstrasse entlang 10-15 Minuten zu Fuss gehen und schon erreicht man den Tempel.

Die Organisation hier lässt zu wünschen nach. Man kann die Eintrittskarte nicht direkt beim Eintritt kaufen, muss hinauf (fast 1/3 der ganzen Höhe) um nachher auf einen anderen treppenlosen Weg wieder nach unten gebeten zu werden. Am Ende dieses Weges befindet sich der Ticketschalter. Tuk-Tuk Fahrer  bieten einem an diese Strecke für „lediglich“ 100 Rupien mit ihnen zu fahren statt zu Fuss zu bewältigen. [Preisstand 2017] Akzeptiert es ja nicht: es sind höchstens 400 m und der Preis somit eine Frechheit!

Der Eintrittspreis für den Tempel liegt bei 1500 Rupien. [Preisstand 2017] (aus unserer Sicht etwas überteuert für das, was man sieht) Wenn man bereits mehrere buddhistische Tempel und riesige liegende Buddha-Statuen gesehen hat, ist dieser hier nicht mehr so spektakulär. Will man den Tempel betreten, muss man bereit sein, dies barfuss zu tun. Tipp: nehmt eure Schuhe in den Rucksack oder die Tasche mit und lasst diese nicht draussen. Vom Personal wird euch gesagt, dies sei nicht erlaubt, aber alle machen es vor (gerechtfertigter!) Angst, dass ihre Schuhe gestohlen werden. Packt eure Schuhe in die Tasche bevor ihr den Tempel betreten wollt: die Taschen und Rucksäcke werden nicht kontrolliert.

 

3.4 Anuradhapura und Wilpattu Nationalpark

Anuradhapura:  

Die Stadt ist ein Abfallberg, die antiken Sachen übersieht man schnell oder sind sogar inexistent. Der Ruf von Anuradhapra entspricht nicht der Realität oder umgekehrt. Es lohnt sich wirklich nicht viel Zeit hier zu verbringen und man verpasst nichts wenn man das nicht gesehen hat.

 

Safari im Wilpattu Nationalpark:

Anuradhapura ist das Tor zum Wilpattu Nationalpark, der für seine Leoparden berühmt ist. Ein Safari kostet in der Regel 120 – 180 Dollar für 2 Personen [Preisstand 2017] Wer dies billiger bekommen möchte, muss einfach nach dem Safaripreis ohne Transport von und bis Anuradhapura zurück fragen. Dann spart ihr 6000 Rupien. Wenn man bereit ist bis und nach der Safari von Wilpattu Junction auf eigene Faust mit dem ö.V. zu reisen, bezahlt man lediglich 12000 Rupien für eine Safari. [Preisstand 2017] Wilpattu Junction liegt etwa 25-30 km ausserhalb Anuradhapura und ist mit den Bussen die Richtung Colombo fahren erreichbar. Diese Busse haben zusätzlich auch noch eine Nummer, da sie nach Colombo über verschiedene Strecken fahren. Die Colombo Route 4 oder Colombo Route 87 Busse fahren über Wilpattu Junction. Preis: 16 Rupien / Person [Preisstand 2017]

Anuradhapura hat 2 Busbahnhöfe: Old Town Bus Terminal und New Town Bus Terminal. Die Busse Colombo 4 und Colombo 87 findet ihr am New Town Bus Terminal. Ihr müsst die einheimischen danach fragen bzw. nicht nur nach der Busnummer suchen, sondern auch euer Ziel: Wilpattu Junction erwähnen, da es mehrere 4-er Busse gibt und es etwas kompliziert und verwirrend (aber machbar!) ist, den richtigen Bus zu finden.

 

3.5 Negombo

Fahrt nach Colombo:

Colombo ist von Negombo aus mit den Bussen Colombo 4, Colombo 87 und dem lokalen (meistens roten) Bus Nummer 240 erreichbar. Für eine Fahrt muss man mindestens mit einer Stunde rechnen. Preis / Fahrt: 20-30 Rupien (je nach Bus) [Preisstand 2017].

 

Flughafen:

Negombo ist viel näher am Flughafen als Colombo selber. Wer früh morgens oder spät abends einen Flug hat übernachtet gescheiter in Negombo und geht von hier aus zum Flughafen. Man erspart sich den horrenden Verkehr und ist in lediglich 10-15 Minuten schon am Terminal. Es gibt lokale Busse, (Ticketpreis etwa 20 Rupien) [Preisstand 2017], die den Flughafen anfahren. Mit dem Tuk-Tuk ist mit etwa 500-700 Rupien zu rechnen. [Preisstand 2017]

 

4. Indien

4.1 Allgemein:

SIM-Karte:

Der Bezug einer lokalen SIM-Karte ist für einen Nichtinder mit einer Menge Formalitäten verbunden bzw. beinahe eine Sache der Unmöglichkeit. Fragt man bei den Telekommunikationsanbietern werden sich alle der Reihe nach einer indischen ID fragen. Hat man keine, hat man sehr geringe bis zu Null Chancen etwas zu bekommen. Erstens muss man darauf bestehen, dass es Touristen-SIM-Karten gibt (die meisten Telefonanbieter wissen gar nichts davon oder wollen das gar nicht anbieten, da es zu kompliziert ist, aber die gibt es von airtel und idea!) Diese sind lediglich 80 oder 90 Tage gültig und haben sogar gute Datenpakete im Preis inbegriffen. Das Problem ist allerdings derer Bezug. Folgende Unterlagen werden benötigt:

  • farbige Passkopie
  • Kopie des Indischen Visums
  • 2 Passfotos
  • Hotelbuchung und Hoteladresse mit indischer Kontaktnummer oder
  • Privatadresse einer indischen Person inkl. Telefonnummer, die für einen garantiert

Hat man alles beisammen, hat man eine Chance etwas zu bekommen wenn man auch noch genug Glück hat und einen kompetenten Mitarbeiter antrifft, der weiss, wie das für Ausländer funktioniert.

Eine andere Variante wäre zu versuchen mit einem Einheimischen einen Deal einzugehen. Ein Einheimischer kann eine solche Prepaid SIM-Karte problemlos auf seinen Namen lösen, da sie lediglich 3 Monate gültig ist. Es liegt sogar in seiner Macht diese früher zu annullieren wenn er sich in der Zwischenzeit umentscheidet oder er feststellt, dass man sie missbraucht. Also viel riskiert er nicht. Wir allenfalls erledigten das Problem auf diese Weise. Ein airtel-Mitarbeiter zeigte sich bereit für uns eine SIM-Karte auf seinen Namen zu lösen. Die SIM-Karte an sich war 1000 Rupien (unlimitierte Telefonanrufe und Nachrichten in Indien sowie 1 GB Internet / Tag), er wollte 400 Rupien für seine Hilfsbereitschaft. [Preisstand 2017] Später merkten wir, dass wir ausserhalb der Provinz Tamil Nadu (wo wir die SIM-Karte bezogen hatten) nicht mehr telefonieren konnten, alle anderen Dienste allerdings weiterhin funktionierten. Also war es überhaupt nicht schlimm, da man ja via Internet problemlos telefonieren kann. In Indien gelten die verschiedenen Provinzen Indiens wie unterschiedliche Länder, so dass die Kommunikation gleich wie bei Auslandsreisen Roamingkosten verursacht.

 

Internet:

In Indien scheint der Internetzugang nicht eingeschränkt zu sein, allerdings sind gewisse Sachen blockiert bzw. funktionieren nicht richtig mit einer indischen IP-Adresse. (unter anderem Skype) Deswegen ist es empfehlenswert und sehr nützlich VPN zu installieren (Mobilgerät und Laptop). Ausserdem ist die Geschwindigkeit hiesiger Internetverbindungen alles andere als hoch, also nicht das Beste erwarten!

 

Regenzeit:

Zwischen Juni und Ende September herrscht (fast) in ganz Indien die Regenzeit, der sogenannte Monsun. Dabei erlebt man (je nach Region) tägliche starke Regenfälle, so dass die Touristen eher in geringer Zahl anzutreffen sind. Wir waren genau in dieser Zeit in Indien unterwegs und konnten problemlos unserem Aktivitäten und Besichtigungsplan folgen. Man muss mit (fast) täglichen Regenfällen rechnen, diese sind aber zeitlich sehr kurz dauernd (10 Min. – 1 h) und nicht kalt, so dass man problemlos schnell unter ein Dach rennen kann bzw. es kein Problem ist, wenn man von einem solchen erwischt wird, da man darauf schnell wieder trocknet. Selbstverständlich ist aber überall mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit zu rechnen, so dass trockene Kleider eher ein Wunsch statt eine Tatsache sind.

 

Langstrecken-Busfahrten:

Es ist sehr üblich, dass man Langstrecken in Indien mit dem Bus zurücklegt, da diese viel öfter fahren als die Züge und einige Städte besser verbinden. Eine einzige Sache muss man jedoch im Voraus wissen: Busfahren in Indien ist eine eigene Welt, für die das Wort „langsam“ überhaupt erfunden wurde!!! Dabei muss man sich der unterschiedlichen Bus-Kategorien bewusst sein: AC-Busse (am Tag), AC Sleeper Busse mit Liegeflächen (in der Nacht) und die normalen, alten, mit offenen Fenstern (aber geschlossenen Türen!) verkehrenden Billigbusse, welche aber lediglich in der Nacht fahren. Abgesehen von der Bequemlichkeit der Sitze und der Sauberkeit unterscheiden sich diese auch noch im Fahrstil des Chauffeurs (die NON AC-Busse kommen mit einem inklusiven Achterbahngefühl und 2 kg Staub / Lunge / Stunde) sowie in der Geschwindigkeit. Die normalen Busse legen eine 100 km Strecke in 3-4 Stunden zurück (je nach Gelände) während die AC-Busse schneller sind (aber meistens nicht genug um den Preisunterschied zu rechtfertigen). Was den Preis angeht sind AC-Busse sind meistens minimum 2-3 Mal so teuer als die anderen Busse. [Preisstand 2017] Was allerdings sowohl bei den AC als auch bei den NON AC Bussen äusserst mühsam ist, sind die Toilettenpausen: die Busse wollen kaum anhalten, man muss teilweise mit den Chauffeuren regelrecht streiten damit sie es tun. Wenn dies der Fall ist, muss man selber schauen, dass der Bus nicht ohne einen abfährt, (mir ist es fast schon passiert!) da die Fahrer vor der Weiterfahrt keineswegs eine Passagierzählung durchführen.

 

Langstrecken Zugfahrten:

Eine andere Variante für Langstreckenfahrten sind die Züge. Diese sind meistens bequemer als die Busse, da sie eine Toilette haben. In den Indischen Zügen gibt es sehr viele Klassen, welche für ebenso viele Komfortstufen stehen. Nicht alle Züge haben alle Klassen. Von unreserved (nicht reserviert, kein garantierter Sitzplatz, teilweise sehr eng und unbequem!) über 2S (second class seats) mit harten Sitzen in einem mit Ventilatoren ausgestatteten und offenen Fenstern fahrenden Wagen bis zur AC Kategorie: 3rd AC (mit Sitzen, die man allerdings zu Betten machen kann), 2nd AC (gleich, aber weniger Leute in einer Abtrennung – echte Abteile gibt es hier nicht) bis zu 1st AC (fast Privatabteil) gibt es alles was das Herz begehrt. Möchte man nicht unreserved riskieren und auf Nummer sicher einen Sitzplatz haben, so muss man die Tickets nicht am normalen, sondern am separaten Reservationsschalter beziehen. Dafür muss man im Vorfeld ein Reservationsformular ausfüllen, welches man an den Bahnhöfen erhält. Zugfahren in der 2S Klasse ist meistens billiger oder gleich billig wie eine gleiche Fahrt mit dem normalen NON AC BUS. Zugfahren in der 3AC ist gleich teuer oder vergleichbar mit den AC Bussen. [Preisstand 2017]

 

Preise Busfahrkarten:

Tickets kann man nie an einem Schalter kaufen, sondern direkt im Bus bei seinem Ticketverkäufer.

Es gibt öffentliche Busse finanziert durch die Regierung. Dem Fahrer und seinem Ticketverkäufer ist es egal wieviel Leute im Bus sitzen. Sie sind angestellt mit einem Fixlohn und erhalten diesen unabhängig von der Anzahl beförderter Menschen. Diese geben allen Passagieren eine Quittung, haben eine kleine Maschine dabei um das Ticket auszudrucken oder aber vorgedruckte Tickets für unterschiedliche Strecken. In diesen Bussen muss man sich keine grossen Sorgen machen, dass man reingelegt wird, da alles offiziell ist.

Anders sieht es allerdings bei den privaten Bussen aus: diese haben zwar eine Erlaubnis von der Regierung um eine bestimmte Linie zu fahren, sind aber nicht angestellt und verdienen je nach Anzahl Passagiere und verkaufter Fahrkarten. Deswegen tendieren solche Busse dazu viel langsamer zu sein, da an vielen Stationen einfach gewartet wird, bis mehr Leute in den Bus einsteigen. Ausserdem geben die Ticketverkäufer hier keine Quittung bzw. keine eigentliche Fahrkarte, so dass man nie genau weiss wie teuer sie eigentlich sind. Hier kommt es oft vor, dass die Fahrer und Ticketverkäufer einen Touristen reinlegen wollen. Sich bei den Einheimischen vor dem Einsteigen mit den Preisen vertraut machen oder diese beobachten wenn sie bezahlen ist immer eine gute Variante. Man sollte ebenfalls immer mit kleinen Noten zahlen und sich weigern mehr zu geben wenn man weiss, dass man richtig liegt. (unabhängig von der Reaktion des Ticketverkäufers). Wenn er einen übertriebenen Preis verlangen wollte und merkt, dass man doch eine Ahnung hat, wird es schnell aufgeben.

 

Essen und Hygiene:

In Indien wird lediglich mit den Händen, ohne Besteck gegessen. Abgesehen von den edlen Restaurants hat man sonst keine Chance Löffel, Messer oder Gabel zu erhalten. Will man nicht auf die hiesige Art essen, sollte man Plastikbesteck immer dabei haben.

Da die Hygiene in diesem Land sehr zu wünschen nachlässt und man nie weiss, ob man vor dem Essen mit den Händen diese waschen kann, sollte man immer ein Desinfektionsmittel dabei haben, wie Sterilium o. Ä.

 

Abfall, Krankheiten und Elend:

Indien auf eigene Faust, weg von den Luxus-Resorts und den all inclusive Tour-Paketen zu bereisen ist nicht unbedingt etwas für weiche Gemüter! Abfallberge, Gestank, kranke Menschen, Elend, Armut und Not sind einige Aspekte, die einem den Alltag prägen und keineswegs die Ausnahme sind.

 

4.2 Tiruchirappalli

Fahrt vom Flughafen ins Zentrum:

Die vielen Taxi- und Tuk-Tuk Fahrer werden behaupten, dass es keinen Bus gibt. Dies stimmt aber nicht. Man muss lediglich aus der Flughafen-Zone heraus gehen, die Hauptstrasse überqueren und schon befindet man sich an der Busstation. Alle dort anhaltenden Busse fahren in die Stadt. Die Fahrt dauert etwa. 10-15 Min. und kostet lediglich 10 Rupien / Person. [Preisstand 2017]

 

Haltestelle für die AC Sleeper Nachtbusse:

Die meisten Sleeper AC Busse halten nicht im Zentrum sondern an einer grossen utobahnkreuzung namens Palpannai an. Sie halten direkt unter der Autobahnbrücke. Obwohl dieser Ort nach Nirvana aussieht und man nie auf die Idee kommen würde dort zu warten, ist man dort richtig. Es gibt keine Infoschilder, Stationsmarkierungen usw. Aber die Busse halten wirklich dort an!

 

4.3 Nagercoil / Kanyakumari

Wenn man Kanyakumari besuchen möchte, kann man in Kanyakumari selber oder aber in Nagercoil übernachten. Nagercoil ist ein wenig grösser. Es gibt lokale Busse, die alle 15 Min zwischen den beiden Ortschaften verkehren. Der Preis ist etwa 20-40 Rupien / Person, je nach Bus. [Preisstand 2017]. Die Fahrtdauer beträgt etwa 30-45 Minuten, je nach Verkehr.

Zwischen Nagercoil und Kanyakumari befindet sich der Tempel Suchindram. Alle Busse halten dort an, also ist es sehr günstig den Bus zu nehmen falls man diesen Tempel auch besuchen möchte.

 

4.4 Alappuzha

In Alappuzha gibt es die billigen KSTRC Busse. Diese verkehren regelmässig zwischen dem Bahnhof und dem KSRTC Busstand. Vom KSRTC Busstand kann man Busse in viele Richtungen finden, inkl. zu den beliebten Bootshausdestinationen wie Kumarakom.

Bis Kumarakom muss man mit einer Fahrtdauer von 45 – 60 Min. rechnen und einen Preisrahmen um die 50-60 Rupien / Person [Preisstand 2017].

Die Übernachtung in einem Bootshaus hingegen ist ziemlich teuer und nichts Weltbewegendes. Wir hatten ein Einzimmer-Boot für 2 Personen für 7000 Rupien. Es gibt aber auch grössere Boote, die man sich mit anderen Leuten teilen kann und entsprechend billiger werden. Das Schöne daran ist, dass man an verschiedenen Orten anhalten kann, wo man Fisch oder Meeresfrüchte findet. Man muss sie selber einkaufen aber gekocht werden sie vom Koch auf dem Boot. Für die Nicht-Meeresfrüchte-Begeisterten hat er immer ein anderes Menü zur Auswahl. [Preisstand 2017].

 

4.5 Munnar

Tour der Region:

Um sämtliche Sehenswürdigkeiten abzudecken ist man am besten mit einem Tuk-Tuk unterwegs. Wenn man verhandelt kann man für 900 Rupien [Preisstand 2017] diesen einen ganzen Tag als Privat-Tuk-Tuk mieten und die ganze Gegend erkunden.

Sehenswerte Punkte: Attukad Wasserfall – Pothamedu Aussichtspunkt – Mattupetty Staudamm – Echo Point – Munnar Hill Station – Munnar Top Station – Kundala See.

 

4.6 Goa

Wer Goa schnell und preiswert erkunden möchte, mietet sich einen Tag lang einen Scooter. Normalerweise wolle die Vermieter zwischen 250-300 Rupien für einen Tag, allerdings muss man diesen um 18 Uhr bereits zurückgeben. Für eine spätere Rückgabe wollen die meisten einen zusätzlichen Miettag verrechnen. Bitte nicht darauf reinfallen! Einfach genug lang in der Gegend herumspazieren, sich interessiert zeigen und hart verhandeln. Wir haben es geschafft für 250 Rupien einen Scooter zu kriegen und diesen erst um 21 Uhr zurückzugeben. [Preisstand 2017]

 

5. Nepal

in Bearbeitung

 

6. Malaysien

6.1 Kuala Lumpur

Transfer vom und zum Flughafen:

Vom Flughafen in Kuala Lumpur kann man entweder den KLIA Express nehmen – ein Schnellzug, der in 30 Minuten in der Stadt ist und 55 MYR/Person und Fahrt kostet – [Preisstand 2017] oder den Bus, der 1 Stunde bis Kuala Lumpur Sentral braucht und lediglich 10 MYR/Person und Fahrt kostet. [Preisstand 2017]

 

Öffentlicher Verkehr in Kuala Lumpur:

Das ö.V.-Netz ist sehr gut ausgebaut, es gibt sogar Gratis-Busse. Diese heissen GO KL, aber alle kennen sie als „the free bus“. Ihre Linien mit den unterschiedlichen Routen kann man anhand der Farben unterscheiden: blaue Linie, rote Linie, usw. Auf jeder Touristenkarte, die man entweder am Flughafen, im Flughafenbus oder am Infoschalter erhält, ist der Streckenplan dieser Busse zu finden. Hier ein Foto von dem Go-Kl Streckennetz:

 

 

 

6.2 Taman Negara Nationalpark

Anfahrt:

Vom Pekelliling Busbahnhof in Kuala Lumpur hat man direkte Busverbindungen nach Jerantot. Die Fahrt dauert 3 Stunden und kostet – je nach Busgesellschaft – zwischen 16 und 18 MYR/Person. [Preisstand 2017] Die Busse sind sehr bequem und verfügen über Klimaanlage. Von Jerantot ist es eine weitere Stunde mit dem Bus/Auto bis Kuala Tahan, dar Tor zum Nationalpark und das Dorf von welchem aus man sämtliche Dschungel-Aktivitäten ausführen kann: Canopy Walk, Dschungel-Walk, Kayak fahren, usw. Man kann einen Taxi für 27 MYR oder mehr nehmen [Preisstand 2017], oder aber man wartet auf den öffentlichen Bus, der 2 Mal täglich fährt (am Nachmittag um 15 Uhr) und lediglich 7 MYR/Person und Fahrt kostet. [Preisstand 2017]

 

Gunung Tahan:

Die Besteigung des Gunung Tahan kann auf 3 mögliche Routen erfolgen: Start und Ziel in Kuala Tahan (man geht den gleichen Weg hinauf und hinunter); Start in Kuala Tahan und Ziel in Merapoh oder umgekehrt – Start in Merapoh und Ziel in Kuala Tahan. Egal für welche der 3 Varianten man sich entscheidet, man sollte genug Tage einplanen. In 5 Tagen die gesamte Tour zu machen ist der Horror – wir waren mehr als nur fit (8000er 2 Wochen vorher bestiegen) und haben trotzdem wie Hunde gelitten. 7 Tage sind besser aber immer noch sehr knapp wenn man ein entspannendes Genusserlebnis haben möchte. 9-10 Tage lassen einem noch genug Zeit um Foto-Pausen zu machen, vor der Dunkelheit am nächsten Zeltplatz anzukommen und Kleider an der Sonne zu trocknen und die Wanderung schlichtweg zu geniessen. Allgemein ist die Wanderung eine der Superlative: äusserst steile Felswände mit Fixseilen an denen man sich nicht sichern kann, Flussüberquerungen, überhöhte Temperaturen und unmenschliche Luftfeuchtigkeit. Die Guides informieren einen generell nicht viel über die benötigte Ausrüstung. Ein Muss sind aber:

  • ein extra Paar Schuhe (nicht Wanderschuhe oder Flip-Flops) für die Flussüberquerungen
  • Plastiksäcke oder wasserfeste Taschen, in denen alle Kleider im grossen Rucksack gepackt werden (bei den Flussüberquerungen ist das Wasser teilweise höher als die Taille)
  • genügend Pflaster- und Verbandmaterial für die Blasen an den Füssen (die entstehen werden, weil die Füsse nass sind und die Wanderschuhe reiben werden)
  • genug extra Socken, damit man immer trockene Füsse haben kann
  • Mückenspray
  • auf Wunsch können auch ein Kletter-Gurt mit einem Jumar und einem Achter mitgenommen werden, damit man sich an den sehr ausgesetzten Stellen sichert und die Kräfte beim Hinauf- sowie die Knie beim Hinabsteigen schont indem man den Jumar und den Achter verwendet.

Der Preis für die Tour mit einem Guide beträgt 1100 MYR. [Preisstand 2017] Sollte man länger als 7 Tage unterwegs sein kostet jeder zusätzliche tag 150 MYR mehr. [Preisstand 2017] Allgemein betrachtet sind die Guides eigentlich ihrem Namen nicht unbedingt gerecht, wer mal in Nepal wandern war (mit Guide) muss keinen solchen in Malaysien erwarten. Die Guides sind meistens als Köche nützlich, ansonsten haben sie immer 30 Minuten-1 Stunde Vorsprung und sehen gar nicht wenn einem etwas passiert bzw. helfen einem nicht bei den schwierigen Stellen. Man wandert praktisch alleine.

 

7. Brunei

Aufenthaltsdauer in Brunei:

Brunei ist sehr klein und überschaubar. Daher reichen 3 Tage völlig aus um es zu erkunden.

7.1 Bandar Seri Bagawan

Anreise von und zum Flughafen und ö.V.:

Ungefähr 50 m links vom Flughafen-Ausgang befindet sich die Haltestelle für den öffentlichen Bus. Diese ist sogar mit einem grossen Schild „public bus“ angeschrieben. Die Busse fahren plus minus alle 20 Minuten und kosten 1 Brunei Dollar/Person und Fahrt. [Preisstand 2017] Dieser ist der Standardpreis für Busfahrten innerhalb der Stadt (unabhängig von der Länge der gefahrenen Strecke). Es gibt ein gut ausgebautes Buslinien-Netz, allerdings lässt sich der Plan mit sämtlichen Routen und Haltestellen lediglich am Busterminal im Zentrum und nicht an jeder Haltestelle finden. Man muss also entweder ein Foto von diesem machen und dabei haben oder aber immer einen Einheimischen fragen welche Busnummer wohin fährt.

 

Wasserdorf Kampong Ayer:

Das Wassedorf ist nur mit Booten erreichbar. Eine Bootsfahrt von Bandar bis zum Wasserdorf kostet 1 Brunei Dollar/Person. [Preisstand 2017]. Man kann auch eine 1-stündige Bootstour durch das Wasserdorf, bis hin zum Königspalast und zur neuen Brücke. Den Preis kann man ruhig verhandeln bis man auf ca. 20 PHP/Tour kommt [Preisstand 2017]

 

Moscheen:

Als Nicht-Moslem darf man nur zu gewissen Uhrzeiten in die Moscheen. In die Sultan Omar Ali Saifuddin Moschee darf man bis um 12 Uhr und ab 14 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist gratis. Vor dem Eingang sind lange Gewänder erhältlich, die man kostenlos ausleihen kann. Die Öffnungszeiten der Jame’Asr Hassanil Bolkiah Moschee sind nicht wie in verschiedenen Berichten im Internet angegeben, sondern sind wie folgt:

 

 

Nachtmarkt und Essen:

Ein Muss in Bandar ist der Nachtmarkt (Gadong) und das dort angebotene Essen. Das typische Gericht in Brunei ist Ambuyat (eine aus Sago-Baum-Pulver gekochte gelatineartige Masse), das man entweder auf Anhieb gern hat oder aber direkt hasst. Das meiste Essen bekommt man auf dem Nachtmarkt für 1 Brunei Dollar. [Preisstand 2017]

 

7.2 Temburong Nationalpark

Vom Fähreterminal an der neuen Brücke kann man ein Schnellboot bis Bangar nehmen. Die Fahrt kostet 7 Brunei Dollar/Person und dauert lediglich 45 Minuten. [Preisstand 2017] In Bangar angekommen muss man das 16 km entfernte Batang Duri irgendwie erreichen. Alles ist sehr schlecht beschildert, es gibt überhaupt keine Transportmöglichkeiten, ausser Taxis, die einen abzocken wollen und ca. 50 Brunei Dollar für eine Fahrt verlangen. Am besten und günstigsten ist die Autostopp-Variante, die tatsächlich auch funktioniert. In Batang Duri angekommen muss man ein Boot suchen, das einen zum Eingang in den Nationalpark bringt. Dort kann man die meisten Aktivitäten als 1-Tagesausflug machen. Viele Touranbieter in Batang Duri weigern sich einen mitzunehmen ohne vorherige Reservation (1 Tag im Voraus), man findet allerdings schon solche, die dazu bereit wären. Der Preis für die Bootsfahrt liegt bei mindestens 190 Brunei Dollar/Person und Fahrt. [Preisstand 2017] (was unserer Meinung nach überteuert war, so dass wir dagegen entschieden). Achtung: geht nicht um die Mittagszeit mit den Leuten in Batang Duri verhandeln. Da sie streng muslimisch sind gilt freitags die Mittagszeit als Gebetszeit und alles wird bis um 14 Uhr sistiert. Solltet ihr euch in diesem Zeitrahmen dort befinden, seid ihr einfach blockiert und verliert 2 Stunden.

 

8. Philippinen

8.1.Cebu

Anreise vom Flughafen in die Stadt

Wenn man etwas Geld sparen will, muss man am Flughafen in Cebu nach dem Stadtbus suchen. Dieser befindet sich etwa 200 m rechts vom Ausgang und kostet lediglich 50 PHP/Person und Fahrt [Preisstand 2017]. Die Buslinie vom Flughafen bringt einen bis zur Hauptmall im Zentrum. Von dort gibt es eine andere Buslinie, welche bis zum Hafen fährt. (für diejenigen, die die Fähre nehmen wollen). Dieser Bus fährt aber nur bis am frühen Nachmittag. Später ist man auf Taxi angewiesen, welche 100 PHP bis zum Hafen kosten. [Preisstand 2017]

Als Vergleich: eine direkte Taxi-Fahrt vom Flughafen bis zum Hafen kostet 350 PHP. [Preisstand 2017]

 

8.2 Bohol

Anreise von Cebu:

Die günstigste Variante von Cebu nach Tagbilaran zu reisen ist die Fähre. Es gibt 2-3 Express-Fähren und 1-2 langsame Fähren. Während die langsamen ca. 4 h brauchen ist man mit der Express-Fähre bereits in 2 h in Tagbilaran. Die Express-Fähren verkehren bis am Abend (ca. 20 Uhr) während die langsamen lediglich 2 Mal am Tag fahren. Der Preis für eine Fahrt von Cebu nach Tagbilaran in der billigsten Klasse (oben auf dem Deck, open air, keine Klimaanlage) beträgt normalerweise 800PHP/Person und Fahrt, aber fast jeden Tag gibt es Promo-Preise, so dass man die Karten für lediglich 400 PHP/Person und Fahrt bekommt. [Preisstand 2017]

Herumreisen in Tagbilaran und auf der Bohol Insel:

a) Tarsier Sanctuary:

In der Nähe von Tagbilaran gibt es 2 Orte, wo man Tarsiers sehen kann: auf dem Hauptweg Richtung Carmen und Chocolate Hills in der Nähe der Stadt Loboc und etwas ausserhalb und abgelegener in der Corella Gegend in der Nähe von Sikatuna. Während der erste für Tierhaltung eher ungünstige Bedingungen aufweisen soll, kann man die kleinen Primaten im Tarsier Sanctuary bei Corella im Freien beobachten. Es handelt sich dabei um ein Wildleben-Reservat, einen Park wo die Tarsiers eigentlich in den Dschungel können und manchmal gar nicht mehr zurückkommen. Das Erlebnis ist unserer Meinung nach viel authentischer und schöner wenn man Tieren in Freien zuschauen kann, also entschieden wir uns für diesen Ort. Da er aber nicht auf der direkten Strecke Richtung Chocolate Hills liegt und man praktisch einen Umweg machen muss um dahin zu gelangen wird er von sämtlichen Touren und tourenbuchenden Touristen umfahren. Dabei ist die Hinreise relativ einfach. In Tagbilaran muss man ein Tricycle bis zum Busterminal nehmen. Der Fixpreis ist immer 15 PHP/Person und Fahrt. [Preisstand 2017]. Vis-a-vis vom Busterminal warten eine ganze Menge von Jeepnets (offene, lange, busartige Jeeps, die Platz für 20-30 Leute bieten), die mit ihrer Fahrtrichtung angeschrieben sind. Einfach nach dem Jeepnet Richtung Sikatuna suchen, einsteigen, warten bis er einigermassen voll ist und losfahren. Beim Einsteigen ist es sinnvoll den Fahrer zu informieren, dass man zu den Tarsiers möchte, dann hält er nämlich genau bei der entsprechenden Kreuzung an. Der Preis pro Fahrt und Person beträgt 20 PHP. [Preisstand 2017]. Von dort muss man ca. 5 Minuten bis zum Sanctuary laufen. Der Eintrittspreis beträgt 100 PHP/Person. [Preisstand 2017]

Nachdem man den Sanctuary besucht hat, kann man einfach zurück bis zur Hauptstrasse laufen (Jeepnet-Halt) und entweder einem Jeepnet oder einem Bus winken. Alle fahren dort Richtung Tagbilaran und werden einen mitnehmen. (für den gleichen Preis wie oben beschrieben). Leider kann man nicht direkt von den Tarsiers via Sikatuna zu den Chocolate Hills, da es keine ö.V. Verbindung gibt. Man muss die Schlaufe via Tagbilaran machen, was aber zeitlich problemlos an einem Tag machbar ist.

 

b) Chocolate Hills:

Vom Busterminal in Tagbilaran gibt es gelbe Busse, die alle 20 Minuten nach Carmen via Chocolate Hills fahren. Die Fahrt dauert ca. 90 Minuten/Weg und der Preis beträgt 55 oder 75 PHP/Person und Fahrt. (je nachdem ob man einen Bus mit oder ohne Klimaanlage hat). [Preisstand 2017] Der Eintritt für die Chocolate Hills beträgt 100 PHP/Person.

Als Vergleich: Wenn man sich für eine der organisierten Touristen-Touren entscheidet, muss man 850 PHP/Person hinblättern.

 

c) Doplhin watching:

Wenn man bereit ist sich einer Gruppe zu gesellen und keine Privattour mit Privatboot möchte, ist es möglich die Delfine-Beobachten-Tour für 800 PHP/Person zu bekommen. [Preisstand 2017] Darin inbegriffen sind der Transfer vom Hotel bis Alona Beach und zurück, die Bootsfahrt zu den Delfinen auf hoher See, zur Insel Balicasag (wo es extra Schnorchel-Möglichkeiten gibt, welche nicht im Tourpreis inbegriffen sind: 250 PHP/Person inklusive Schnorchel und Maske [Preisstand 2017]) und der Halt auf der Virgin Island. Sollte man sich für eine Privattour entscheiden, muss man mit mindestens 1500 PHP/Person rechnen. Wenn man nicht im Voraus reserviert hat, kann man morgens um 6 Uhr direkt zum Strand auf Alona beach gehen und dort eine Tour buchen, da viele Boote noch dort nach Touristen suchen.

 

8.3 Coron (Insel Busuanga)

Transfer vom und zum Flughafen:

In Coron gibt es keinen ö.V. Die einzige Möglichkeit vom Flughafen in die Stadt zu kommen ist mit einem Minibus (die Einheimischen bevorzugen den Begriff Van). Der Preis ist 150 PHP/Person und Fahrt. [Preisstand 2017]. Für die Rückreise kann man in jeder Reiseagentur in Coron Sitze in einem solchen Minibus reservieren. (ohne Aufpreis!) Allerdings muss man etwas aufpassen, dass die Busse nicht ohne einen abfahren. Die Zeitangaben bzw. die Abholzeiten werden hier nicht so ernst genommen, es kommt vor, dass der Bus beispielsweise bereits um 7 losfährt obwohl er für 7:30 reserviert wurde.

Insel und Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden:

Der beste Weg die Insel in vollen Zügen zu geniessen und viel für einen tiefen Preis zu sehen ist ein Motorrad/Scooter zu mieten. Nach langer Suche sind wir bei Angel Motorcycle Rent fündig geworden. Dieser hat die billigsten Preise in der Stadt: 500 PHP/12h; 600 PHP/24h [Preisstand 2017] …oder verhandeln: wir schafften es den Preis auf 700 PHP für 1,5 Tage runter zu drücken. (inkl. Helm) [Preisstand 2017]

 

a) Calauit Safari:

Etwa 70 km von der Stadt Coron entfernt befindet sich der Calauit-Park (ein Natur-Reservat mit afrikanischen Tierarten wir Giraffen, Zebras, usw. in welchem man eine zu-Fuss-Safari machen und die Tiere im Freien beobachten kann. Diese irren den ganzen Tag lang in den Wäldern der Insel herum und lassen sich gelegentlich am Waldrande blicken). Der Park ist praktisch die gesamte Fläche einer Insel (etwa 3000 Hektar) und somit nur via Boot erreichbar. Das Motorrad kann man beim Bootshaus parkieren, der Preis für das Boot (welches in 3 Minuten auf der Insel ist) beträgt 500 PHP. (unabhängig von der Anzahl Personen). [Preisstand 2017] Der Eintrittspreis für den Park beträgt 400PHP/Person. Darin ist auch ein Guide inbegriffen.

Auf dem Hin- oder dem Rückweg nach Coron kann man unterwegs noch die Conception Falls (ein Wasserfall wo man baden kann) und den Ocam-Ocam Strand sehen, da beide auf der gleichen Strecke liegen.

Als Vergleich: Reiseagenturen in Coron bieten die Safari-Tour inkl. Conception Falls für einen Mindestpreis von 2500 PHP/Person an.

 

b) Fireflies im Kingfisher-Park:

Lediglich 16 km von Coron Stadt entfernt (auf der gleichen Strecke Richtung Calauit) befindet sich der Kingfisher Park, wo man tagsüber Vögel und in der Nacht Fireflies (Leuchtfliegen) beobachten kann. Voraussetzung für die Fireflies ist die Dunkelheit, so dass man nicht vor 6:30 Uhr abends dort sein sollte. Im Preis von 300 PHP/Person ist eine geführte Tour inklusive Kayak-Fahrt zu den Mangroven-Wäldern (wo es ganz viele Fireflies gibt) inbegriffen. [Preisstand 2017] Wer lieber nur im Trockenen bleiben möchte, kann sich auch mit den Fireflies in der Nähe des Parkeinganges zufrieden geben.

Als Vergleich: Reiseagenturen in Coron bieten die Fireflies-Tour für einen Mindestpreis von 950 PHP/Person.

 

c) Tauchen: 

Wenn ihr ein super, geniales Taucherlebnis wollt, dann geht in den Sun & Fun Diveshop. Bee und Maxine (beide aus Südafrika) werden eure Taucherlebnisse für immer prägen. Ihr werdet euch neue Techniken einfallen lassen müssen, wie ihr euch vor lautem Lachen unter Wasser nicht verschluckt.

 

8.4 Manila

Ausflug zum Taal-Vulkan:

Von Manila aus ist der Taal-Vulkan in einem Tagesausflug problemlos erreichbar. Die Anreise ist etwas kompliziert, man muss unterwegs viel feilschen, aber es lohnt sich, da man viel Geld sparen kann. In Manila muss man zum EDSA Busterminal gehen. Das billigste Transportmittel in Manila sind die einheimischen und toll aussehenden Jeepneys. Bei denen gilt ein Mindesttarif von 8 PHP/Person und Fahrt. [Preisstand 2017] Nachdem man mit so einem Jeepney am Busbahnhof in der Nähe der Metrostation EDSA angekommen ist, muss man nach dem Bus nach Tagaytay suchen. Alle Einheimischen kennen die Stadt und die Verbindungen dorthin. Busse fahren sehr oft und regelmässig. Mit diesem Bus muss man bis Olivarez Terminal in Tagaytay fahren. (Achtung: aussteigen, sobald der Chauffeur den Olivarez Terminal ankündigt, nicht 1 Station weiterfahren. Die nächste Station mag zwar auf der Karte näher aussehen, ist aber der Ort, wo alle Touristen abgeladen werden, eine sichere Beute für sämtliche mit überteuerten Angeboten dort wartende Tourenanbieter. Die Busfahrt dauert zwischen 1,5 und 3 Stunden (je nach Verkehrsaufkommen) und kostet 78 PHP/Person. [Preisstand 2017].

Beim Olivarez-Terminal angekommen werden fast alle Leute versuchen einen zu überreden die überteuerten Angebote der Tricycle-Fahrer anzunehmen, da es keine Jeepneys bis zum Boot zum Taal-Vulkan gäbe. Dies stimmt aber nicht. Es gibt zwar keine direkten, ja, aber mit 2 Mal umsteigen kann man den Weg problemlos mit dem ö.V. zurücklegen. Man muss vom Olivarez-Terminal mit einem Jeepney bis Ligaya Drive fahren. Der Preis beträgt 10 PHP/Person. [Preisstand 2017]. Von dort aus muss man für einen ähnlichen Preis mit einem anderen Jeepney bis Talisay Terminal fahren. Von dort aus kann man theoretisch zu den vielen Resorts, die Bootsfahrten anbieten zu Fuss gehen. Die Jeepneys von Ligaya Drive nach Talisay fahren aber nicht so oft, so dass wir mit einem Tricycle Fahrer hart feilschten um nach Talisay zu kommen. Unsere Bemühungen wurden belohnt: wir kamen für 40 PHP von Ligaya Drive bis zum Bootsterminal. [Preisstand 2017]. Auch wenn ihr ein wenig mehr bezahlen müsst, ist es immer noch viel billiger als alle Tourenanbieter oder Tricycle-Fahrer in Tagaytay, die einen für „nur“ 250-500 PHP bis Talisay bringen würden. [Preisstand 2017].

Achtung: Die Tricycle-Fahrer fahren einen zu dem Resort, mit dem sie eine Vereinbarung haben. Es gibt aber nicht nur das eine Boot, das zum Taal-Vulkan hinüberfährt, es gibt mehrere, da alle Resorts und noch einige Einheimische dazu das anbieten. Also geht weiterfragen und versucht zu feilschen. Der Fixpreis pro Boot ist 2000 PHP. [Preisstand 2017] Sie werden versuchen euch zu sagen, dass es nicht erlaubt sei mit Unbekannten das Boot zu teilen, ausser man kommt wirklich als Gruppe. Sie werden ebenfalls behaupten, das sei ein Gesetz, was aber nicht stimmt, da eine Einheimische vor unseren Augen dies mit einem Telefonat zum Rathaus abgeklärt hat. Glaubt ihnen nicht, weigert euch die überteuerten Preise zu zahlen und feilscht. Auf dieser Strecke will jeder jeden abzocken! Abgesehen von den 2000 PHP muss man noch 100 PHP/Person Eintritt in die Vulkan-Gegend zahlen. [Preisstand 2017] Was sie einem noch aufdrehen versuchen ist ein Guide für 500 PHP, den sie als nötig verkaufen. [Preisstand 2017] Dem ist aber nicht so!

Zurück nach Tagaytay kommt man eigentlich problemlos mit Autostopp und somit gratis. (da die Verbindungen Tagaytay-Talisay so selten sind, halten die Leute in dieser Gegend sehr oft an!)

 

9. Papua Neu Guinea:

9.1 Rabaul

 Anreise vom und zum Flughafen:

Vom Flughafen (Togua) kommt man mit dem Bus 9A ins Zentrum von Kokopo. Der Preis beträgt 2 Kina / Person und Fahrt. [Preisstand 2017] Kokopo ist die neue Stadt, die nach dem Vulkanausbruch 1994 gebaut wurde und die Funktion und Rolle übernahm, die vor der Katastrophe Rabaul innehatte. Der Busterminal ist das Zentrum von Kokopo und die Endstation der Linie 9A zugleich. Obwohl man es vielleicht nicht erwarten würde, sieht die Busstation sehr gepflegt und organisiert aus. Jede Buslinie hat einen für sich designierten Ort, wo sie anhalten darf. Man kann sich schlicht und einfach nicht verlaufen bzw. in den falschen Bus einsteigen.

Für die Weiterfahrt nach Rabaul muss man in den Bus 1A einsteigen. Dieser kostet je nach Bus und Uhrzeit 3 oder 3.40 Kina / Person und Fahrt. [Preisstand 2017]

 

Gefahrstufe:

Rabaul und die Umgebung ist ein sehr ruhiger und ziemlich sicherer Ort. Man kann sogar am Abend alleine unterwegs sein und es passiert nichts. Natürlich sind abends etwas unheimlichere Leute unterwegs, aber solange man freundlich bleibt, wenn man begrüsst wird zurück grüsst und zielstrebig in eine Richtung geht (ohne zu lange an einem Ort zu verweilen) ist alles in Ordnung. Die Leute in dieser Region sind sehr hilfsbereit und wollen sichergehen, dass es einem gut geht.

 

Tauchen:

In der Region gibt es zwei Tauchzentren: Kabaira Dive (in Kokopo) und Rabaul Kokopo Dive (beim Rapopo Resort zwischen Kokopo und dem Flughafen Togua). Momentan gibt es beim Ersteren lediglich Divemasters und keinen Instruktor während beim Letzteren der Inhaber der einzige Instruktor weit und breit ist. Der Preis für zwei Tauchgänge vom Boot aus beträgt bei beiden Agenturen ca. 500 Kina. [Preisstand 2017]

 

9.2 Goroka:

 Anreise von Lae:

Es ist möglich (und sogar einfach) von Lae nach Goroka mit dem Bus zu reisen. Dafür muss man zum Hauptbusstand ins Zentrum der Stadt gehen und lediglich nach den Bussen nach Goroka fragen. Theoretisch könnte man in den Goroka-Bus direkt vom Flughafen in Lae einsteigen, dieser ist aber immer voll wenn er den Flughafen erreicht, die Chancen, dass man einen Platz ergattert sind somit gering. Deswegen ist es besser doch in die Stadt zu gehen und den Bus von dort zu nehmen. Es wird immer eine ganze Menge von denen dort haben. Lasst euch vom lauten Geschrei der Bus-Leute nicht einschüchtern, sie meinen es nicht böse und haben es auch nicht auf euch weisse Touristen abgesehen. Das ist das normale Verhaltensmuster um potentielle Fahrgäste zum Einsteigen zu bringen. Stellt einfach sicher, dass euer Gepäck gut verstaut wird und dass ihr – solltet ihr zu zweit reisen – Sitze nebeneinander habt. Der Preis pro Person und Fahrt beträgt 30 Kina. [Preisstand 2017] Obwohl euch die Einheimischen sagen werden, die Fahrt würde lediglich 3-4 h dauern, macht euch auf derer 8 gefasst.

Der Bus wird – auf Verlangen – für Toilettenpausen anhalten. Dabei muss man sich allerdings mit einem Gebüsch begnügen, stellt also sicher, dass ihr Toilettenpapier und Handdesinfektionsmittel immer dabei habt. Eine Essenspause wird unterwegs immer gemacht, meistens auf einem Markt, wo man Kleinigkeiten oder frische Früchte kaufen kann.

 

Gefahrstufe:

Goroka selber ist ein wenig hektisch aber sicher. Die Umgebung ihrerseits ist sehr ruhig und ebenfalls sicher. Man kann als Tourist problemlos alleine unterwegs sein und es passiert nichts. Natürlich beobachten einen die Leute, aber solange man freundlich bleibt, wenn man begrüsst wird zurück grüsst und zielstrebig in eine Richtung geht (ohne zu lange an einem Ort zu verweilen) ist alles in Ordnung. Die Leute sind allgemein sehr hilfsbereit und wollen sichergehen, dass es einem gut geht.

 

Wetter:

Solltet ihr in der Regenzeit dort sein, stellt sicher, dass ihr gute Schuhe dabei habt. Infolge heftiger Regenfälle kommt es oft zu von Schlamm überfüllten Strassen. In der Regenzeit liegen die Temperaturen bei angenehmen 15-25 Grad während in der Trockenzeit sogar 40 Grad erreicht werden können.

 

Ausflug zu den Asaro-Mudmen:

Will man die Asaro-Mudmen erleben, muss man trotz ihrer Berühmtheit etwas danach suchen. Das Bird of Paradise Hotel bietet in Goroka als Einziges – ziemlich überteuerte – Touren dorthin. Wenn man eine authentische Erfahrung will, sollte man am besten Martin kontaktieren. Dieser ist gebürtiger Asaro, wohnt immer noch im Dorf und ist für den Eco-Tourismus dort zuständig. Leider wird für ihn nicht gross geworben! Er hat allerdings eine Seite im Internet, wo er seine Touren beschreibt, diese lassen sich allerdings problemlos und sehr flexibel individuell gestalten. Die Webpräsenz von ihm wäre:

http://asaromudmen.blogspot.com/

Seine Telefonnummer: +675 7312 8059

Wir unsererseits hatten eine Asaro-Mudmen, Moko-Moko-Siegestanz und kannibalischem Tanz – Aufführung sowie einen Dorfrundgang zum Preis von 450 Kina. (Asaro-Mudmen Tanz 80 Kina / Person; Siegestanz 70 Kina / Person und kannibalischer Tanz 75 Kina / Person) [Preisstand 2017]

 

9.3 Mount Hagen:

 Anreise von Goroka:

Es ist möglich (und sogar einfach) von Goroka nach Mount Hagen mit dem Bus zu reisen. Dafür muss man zum Busstand ins Zentrum der Stadt gehen (neben dem Markt) und lediglich nach den Bussen nach Mount Hagen fragen. Lasst euch vom lauten Geschrei der Bus-Leute nicht einschüchtern, sie meinen es nicht böse und haben es auch nicht auf euch weisse Touristen abgesehen. Das ist das normale Verhaltensmuster um potentielle Fahrgäste zum Einsteigen zu bringen. Stellt einfach sicher, dass euer Gepäck gut verstaut wird und dass ihr – solltet ihr zu zweit reisen – Sitze nebeneinander habt. Der Preis pro Person und Fahrt beträgt 30 Kina. [Preisstand 2017] Obwohl euch die Einheimischen sagen werden, die Fahrt würde lediglich 2-3 h dauern, macht euch auf derer 7 gefasst.

Der Bus wird – auf Verlangen – für Toilettenpausen anhalten. Dabei muss man sich allerdings mit einem Gebüsch begnügen, stellt also sicher, dass ihr Toilettenpapier und Handdesinfektionsmittel immer dabei habt. Eine Essenspause wird unterwegs immer gemacht, meistens auf einem Markt, wo man Kleinigkeiten oder frische Früchte kaufen kann.

 

Gefahrstufe:

Mount Hagen selber ist ein wenig unheimlich. Es wird von allen empfohlen, dass man in Begleitung eines Einheimischen unterwegs ist. Wir unsererseits waren zu wenig lange dort – und ständig in Begleitung – um uns ein klares Bild machen zu können.

 

9.4 Wewak:

 Übernachtung:

Wewak ist zwar als Stadt auf der Karte zu finden, ist aber eigentlich eine dorfartige Niederlassung. Die Übernachtungsmöglichkeiten beschränken sich auf 3 Pseudo-Luxushotels (mit Preisen um die 400-500 Kina / Zimmer [Preisstand 2017]) und einigen Guesthouses. (um die 200-300 Kina / Nacht [Preisstand 2017]) Die billigste und sauberste Variante ist allerdings das etwas versteckte Eden Bloom Gasthaus. Mit einem Preis von 160 Kina / Nacht für ein Doppelzimmer [Preisstand 2017] mit geteilter Dusche, Toilette und Küche ist es eine gute Wahl. Es befindet sich zwischen den zwei Luxus-Hotels Boutique und Village Inn Appartments. Hier die Kontaktangaben und ein Bild vom Eingang:

 

 

Eine weitere – allerdings noch verstecktere – luxuriösere Alternative für einen jedoch verhältnismässig günstigen Preis – 200 Kina / Nacht und Doppelzimmer [Preisstand 2017] mit eigenem Bad (mit Heisswasser), Balkon mit schönem Ausblick, Klimaanlage und Kühlschrank – stellt das von einem dort seit Jahren niedergelassenen Deutschen und seiner einheimischen Frau betriebene Gasthaus dar. Da es sehr schwierig zu finden ist, hier die Kontaktdaten:

 

Gefahrstufe:

Wewak ist ein ruhiges Städtchen. Die meisten Hotels/Gasthäuser befinden sich oben auf dem Hügel während die Einkaufsmöglichkeiten und Geldautomaten unten an der Küste in der Nähe von der Bushaltestelle sind. Uns machte sie überhaupt keinen gefährlichen Eindruck, obwohl man sicherlich vorgewarnt wird, man dürfe ja nicht alleine herumlaufen. Wir taten es sogar in der Nacht und mit dem Gepäck dabei, es ist uns nichts passiert!

 

Sepik-Tour:

Von Wewak aus kann man am einfachsten zum Sepik-River kommen. Es gibt lediglich Ortschaften am Sepik, die mittels einer Strasse mit Wewak verbunden sind: Pagwi, Timbunke und Angoram. Ob die Strasse befahrbar ist oder nicht hängt immer vom Wasserstand, von den Regenfällen und der Lust der Behörden allfälligen Strassenschäden zu beheben ab. Dieses Jahr [2017] ist beispielsweise der Weg Wewak-Timbunke nicht befahrbar.

Von Wewak aus kann man (an einigen Wochentagen, allerdings nirgendwo ein genauer Fahrplan vorhanden) mit einem PMV (private motorised vehicle) oder Bus an die entsprechenden Orte. Der Preis beträgt 40 Kina / Person und Fahrt bis Pagwi [Preisstand 2017], 20 Kina / Person und Fahrt bis TImbunke [Preisstand 2017] und 50 Kina / Person und Fahrt bis Angoram [Preisstand 2017].An Wochenenden oder Feiertagen, wenn keine PMVs oder Busse fahren, kann man ein Fahrzeug auch mieten (inkl. Fahrer), so dass man doch in oder aus der Stadt heraus kommt. Für die Strecke Wewak-Pagwi ist mit mindestens 500 Kina / Fahrzeug zu rechnen. [Preisstand 2017]

Eine Bootstour auf dem Sepik hat sich – zu Recht – den Ruhm als teuerste Bootstour der Welt verdient. Lässt man sich diese durch eine Reiseagentur oder einem dortigen Hotel organisieren, muss man sehr tief in die Tasche greifen, man geht jedoch auf Nummer sicher, dass alles tatsächlich inbegriffen ist – vermutlich sogar ein Flug zurück in die Stadt sollten die Strassen keineswegs befahrbar sein . Dies ist allerdings unter 2000 USD / Person für eine 5-tägige Reise [Preisstand 2017] nicht zu bekommen. Zwei von diesen 5 Tagen sind aber die Übernachtungen in Wewak vor und nach der eigentlichen Tour, so dass man auf dem Sepik bloss 3 Tage verbringt.

Will man viel Geld sparen (und es bleibt immer noch teuer!), versucht man mit einem einheimischen Guide Kontakt aufzunehmen und die Tour nach eingenen Bedürfnissen und Wünschen selber zu organisieren. Man kann entweder direkt zum Boots-Treffpunkt in Wewak nach einem Guide suchen gehen – meistens gibt es solche, die dort anzutreffen sind. Eine solche Kontaktperson wäre:

 

 

Eine andere Variante wären die auf Lonely Planet eingetragenen Kontakte. Wir organisierten unsere Tour mit einem gewissen Johannes, der auf Lonely Planet anzutreffen ist. (erreichbar unter: +675 73637760) Er selber war bereits mit anderen Touristen unterwegs und vermittelte uns einen anderen Guide namens Nelson. Diesen trifft man allerdings sicher nie in Wewak an, da er in einem Dorf entlang des Sepik wohnt und einen lediglich in Pagwi in Empfang nimmt.

Wenn man die Tour selber organisiert und mit den Einheimischen direkt abmacht, muss man sich jedoch darauf gefasst machen, dass es keinen fixen Preis gibt. In einer ersten Phase verhandelt man einen akzeptablen Preis. Man muss aber davon ausgehen, dass man 1 h vor der eigentlichen Abfahrt angerufen wird und mitgeteilt bekommt, dass es sich um einen Fehler handelte und der Preis eigentlich doppelt so hoch sei. Dabei muss man einfach hart bleiben und nicht nachgeben: am besten wäre es eigentlich, wenn man in der ersten Phase bereits auf eine SMS mit dem abgemachten Preis besteht. So vermeidet man nämlich Diskussionen und falsche Argumente wie beispielsweise: „ihr habt es nicht richtig verstanden“ oder „das war der Preis ohne Benzinkosten.“ (da die Benzinkosten sehr hoch sind). Meistens klappt es dann, doch für den ursprünglich vereinbarten Preis die Tour zu erhalten. Es ist aber unbedingt zu empfehlen, dass man dem Guide nicht den ganzen Betrag am Anfang gibt, da dieser sonst irgendwann während der Tour behaupten wird, das Geld sei alle und man müsse für den Rest selber aufkommen. Am besten behält man mindestens 1000 Kina für den letzten Tag der Reise und gibt diesen Betrag bei der Rückkehr an den gewünschten Ort ab. Es wird am Schluss sowieso behauptet, die Tour sei eigentlich teurer gewesen als der abgemachte Preis und es wird mit: „die Strömung war stärker als sonst“, „es hatte weniger Wasser und wir konnten nicht so viele Abkürzungen nehmen“, „die Eintritte waren teurer“, usw. argumentiert. Man muss aber schlussendlich den vereinbarten Betrag zahlen und sie werden doch glücklich sein, sie probieren es allerdings – es gib immer Leute, bei denen das Mitleid erweckt und bereit sind mehr zu bezahlen. Trinkgeld ist auf Wunsch sicherlich in Ordnung.

Wir waren 5 Nächte auf dem Sepik unterwegs, starteten in Pagwi, fuhren zuerst flussaufwärts bis Wagu Lake um nachher via Ambunti und Pagwi nach Chambri Lake und in die benachbarten Dörfer zu fahren. Von dort aus mussten wir via Timbunke wieder zurück nach Pagwi. Für diese Tour zahlten wir 3750 Kina (ca. 1000 USD für 2 Personen, also 500 USD / Person!!). [Preisstand 2017], was einem Tagespreis von 750 Kina entspricht. Für diese Strecke benötigten wir ca. 1,5 Fässer Treibstoff bei einem lokalen Preis von 18 Kina/Gallon. [Preisstand 2017] Die gesamte Treibstoffmenge machte 1600 Kina vom Totalpreis aus. [Preisstand 2017]

 

Tauchen:

Wer in der Nähe von Wewak tauchen will, hat es sehr schwierig oder aber hat sehr viel Geld zur Verfügung und bucht eine Tauchreise auf dem einzigen Tauchschiff, das von Australien aus in einer Luxusvariante in der Gegend anbietet.

Es geht aber auch billiger: man muss den George von der Mushu Insel kontaktieren (Tel. +675 72978746) oder nach ihm auf Facebook bzw. in Wewak beim Bootstreffpunkt fragen. Er ist der einzige in der Umgebung, der tauchen kann (ist zertifizierter Advanced Taucher, kein Instruktor aber!) und hat 2 Sets von (alten!) Tauchausrüstungen. Während er für Anfänger oder nicht zertifizierte Taucher sicherlich nicht die richtige Wahl ist, ist er für die anderen die Rettung in der Not! Lasst euch von der alten Tauchausrüstung nicht abschrecken, die Tauchgänge lohnen sich auf jeden Fall.

Das Problem ist eher, dass  in Wewak kein Kompressor vorhanden ist, so dass er seine 6 Tanks in Madang (mindestens 8 h Bootsfahrt / Weg, manchmal je nach Wetterverhältnissen auch 1 Tag) auffüllen gehen muss. Dies widerspiegelt sich natürlich auch im Preis den man nachher für die Tauchgänge zahlen muss – Preis welcher aber den Umständen entsprechend durchaus gerechtfertigt ist. Für 3 Tauchgänge in der Nähe der Mushu-Insel (inkl. Boots-Fahrt von und nach Wewak) und Ausrüstung bezahlte ich 2500 Kina [Preisstand 2017]. Während der erste Tauchgang schön aber nichts Aussergewöhnliches war, durfte ich beim letzten den besten Tauchgang meines Lebens erleben: Schildkröten, Lion-Fish, Stingrays, riesige Fische und ein Dugogn! – dies alles während eines Tauchganges.

Von Wewak aus könnte man auch weiter hinaus bis Wuvulu, Ninigo oder The Hermits – Inselgruppen, welche etwa 200 km und mindestens 8-9 Stunden entfernt sind. Der Preis ist aber auch entsprechend höher: ca. 8000 Kina für den Weg hin und zurück inkl. 3 Tauchgänge. [Preisstand 2017] Der Preis gilt für 1 oder 2 Personen.

Wer auf der Mushu Insel übernachten will, kann dies bei George selber in seinem Gasthaus tun. Die Insel ist auf jeden Fall sehr schön – der Inbegriff von Natur pur und eines fast einsamen Strandes. Dabei kann man noch den einheimischen Kindern zuschauen, wie sie die meterhohen Palmen hinaufkraxeln um Kokosnüsse zu holen oder die Wellen mit dem Surfbrett wie Profis reiten.

 

10. Australien

10.1 Red Center

Anreise und Kosten:

Wer den Red Center Australiens sehen möchte, soll ja nicht in Versuchung geraten, direkt nach Ayers Rock zu fliegen, da er meint somit näher zu sein und von sich dort aus viel einfacher bewegen können. Wenn man in Ayers Rock landet ist man in einer überteuerten Preisinsel blockiert und hat keine andere Wahl, ausser sich mit den lächerlich-unrealistischen Preisen abzufinden und diese zu zahlen. Ayers Rock bzw. Yulara ist keine eigentlich Stadt, es ist bloss ein künstlich gebautes Resort, wo man pro Bett im Mehrbettzimmer 46 AUD / Nacht und Person zahlt  [Preisstand 2017] oder 250 AUD / Doppelzimmer hinblättern muss, sollte man seine Privatsphäre wünschen. Nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Automiet- und Essenspreiseversetzen einen dort ins Staunen (siehe nächster Abschnitt). Während in Alice Springs oder an anderen Orten Australiens eine 1,5 l Wasserflasche 0.80 AUD kostet, muss man in Yulara 6 AUD dafür hinblättern. [Preisstand 2017]

Wir wiederholen: um dies zu vermeiden: fliegt nicht nach Yulara in der Hoffnung, alles wird billiger, weil ihr somit schon dort seid und nicht so weit fahren müsst. Alles wird x Mal teurer so! Eine optimale Alternative ist Alice Springs anzufliegen, dort ein Auto zu mieten (siehe unteren Abschnitt) und so den Red Center zu bereisen (nachdem man sich – selbstverständlich – in Alice Springs mit Vorräten inkl. Wasser eingedeckt hat um haufenweise Geld zu sparen!)

 

Sehenswürdigkeiten und Herumreisen:

Im Red Center gibt es eine Unmenge von Sehenswürdigkeiten, Wanderrouten und Gründe zum Verweilen. Nähere Infos könnt ihr folgender Übersichtskarte entnehmen:

 

 

Einige davon sind problemlos in einer Tagestour von Alice Springs oder Ayers Rock (Uluru) aus machbar. Wer jedoch die Mehrheit oder alle abdecken und dabei die Zeit dort noch geniessen möchte, wer nicht lediglich aus dem Auto aussteigen und einen Schnapschuss will, sondern sich auch mal Zeit lässt um eine der wunderschönen sog. „walks“ (Wanderungen) zu geniessen, der sollte 3-4 Tage dafür einplanen und mobil sein. Da kann man sich natürlich für vororganisierte Bustouren entscheiden, die absolute Freiheit und Flexibilität verleiht einem aber doch ein eigenes Auto. Man braucht keinen Jeep, ein normales Auto reicht um 99% der Strecken zu befahren – sogar die langen nicht geteerten Partien.

Während Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta die allen bekannten Begriffe dort sind (hier einige genauere und detailliertere Karten dieser zwei Sehenswürdigkeiten und der möglichen Routen), sind der weiter gelegene King’s Canyon, die Ochre Pits oder der Standley Chasm eher Geheimtipps, die man aber nicht überspringen sollte!

 

 

Solltet ihr euch für ein Auto entscheiden, raten wir euch strengstens davon ab, dies in Ayers Rock zu mieten und in Alice Springs abzugeben. In Ayers Rock gibt es zwar Autovermietungsfirmen, sämtliche Autos sind aber überteuert und verfügen über eine Kilometerbeschränkung pro Tag. So kommt es zur absurde Situation, dass ihr nicht nur die relocation (Rückgabe an einem anderen Ort) zahlen müsst, sondern auch überteuerte Extra-Kilometer, welche mit etwa. 0,37 AUD  [Preisstand 2017] ganz schön zu Buche schlagen. Die gesamte Strecke mit allen (oder meisten) Sehenswürdigkeiten ist ca. 800 km lang. Mit lediglich 100 km / Tag erlaubt und im Mietpreis inbegriffen wäre somit lediglich die Hälfte davon abgedeckt. Mietet man ein Auto in Alice Springs um es in Ayers Rock abzugeben, hat man erstens das Problem mit der Kilometerbeschränkung nicht und erhält zweitens auch noch günstigere Tagestarife für das Mietauto. Das Einzige was man noch in Kauf nehmen muss ist dann die Relocation-Gebühr, welche in etwa 200 AUD beträgt. [Preisstand 2017] Es ist zu empfehlen die Autos online zu buchen, da es meistens tiefere Tarife gibt als am Schalter.

Die billigste Variante herumzureisen wäre natürlich ein Relocation-Deal (Autos, welche an einen gewissen Ort gefahren werden müssen und von der Vermietungsfirma dann gratis oder für 1-5 AUD / Tag einem gegeben werden – manchmal inkl. Benzinkosten). Der Haken: meistens sind solche Relocation-Deals zu kurz (man hat nur 1 oder 2 Tage zur Verfügung für die Strecke) oder aber, man findet sie nicht für solche touristische Strecken im Red Center.

 

Öffnungszeiten Läden und Tankstellen:

Im Red Center (und Australien) allgemein schliessen die Läden – und vor allem Tankstellen! – sehr früh. Da es in der Gegend nicht alle 20 km eine Tankstelle gibt, sondern man eher darauf achten muss, dass man im Tank genug Benzin hat um bis zur nächsten zu fahren, sollte man immer tanken wenn sich die Möglichkeit ergibt – auch wenn der Tank noch nicht leer ist.

Eine weitere sehr wichtige Information: die Tankstellen schliessen alle um 18 oder 19 Uhr abends. Wer also später unterwegs ist und mit den letzten Tropfen Benzin verzweifelt nach einer Tankstelle sucht, der wird bis am Tag darauf im Auto übernachten müssen und warten, dass die Tankstellen wieder öffnen.

 

Temperatur, Wetter und Wanderrouten:

Die Temperatur im Red Center ist nicht zu unterschätzen. Während es im Winter bis zu kalten -2 Grad kommen kann (ohne Schnee), gibt es im Sommer (Dezember – Januar) mit 45 Grad und unglaublicher Trockenheit lebensbedrohliche Klimabedingungen denen man sich aussetzt. Um schlechte Erfahrungen zu vermeiden, sollte man immer genug – starke! Sonnenschutzfaktor 50 – Sonnencreme, einen Hut und genügend Wasser dabei haben. Mit genügend Wasser ist ca. 0.75 –-1l / Stunde gemeint. Da die Luft so trocken ist, schwitzt man dort fast gar nicht, so dass man kaum merkt, dass man eigentlich verdurstet und dehydriert ist. Laut Statistiken und Erzählungen der Einheimischen sind Dehydrierungen die häufigste Ursache für Todesfälle hiesiger Touristen.

Aus diesem Grund werden einige der wichtigen und längeren Wanderrouten bereits um 9 oder 11 Uhr morgens (je nach Lage) geschlossen. Wer diese machen möchte, der muss bereits um 5 oder 6 losgehen, um die spätere Hitze und damit verbundenen Gefahren zu vermeiden. Dies lohnt sich aber auf jeden Fall!

Was man ebenfalls nicht zuhause vergessen sollte sind Sprays, Salben oder Mittel gegen Mücken und vor allem Fliegen. Hiesige Fliegen sind sehr aggressiv und nervig!

 

10.2 Adelaide

 Herumreisen:

Wer in Adelaide einige Sachen besichtigen möchte und mindestens 2-3 Mal mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs sein wird, der sollte sich unbedingt eine sog. Metrocard kaufen. Diese kostet 20 AUD [Preisstand 2017], dabei sind 5 AUD der eigentliche Preis für die Karte und 15 AUD Guthaben. Mit dieser Metrocard kosten sämtliche Fahrten lediglich die Hälfte oder sogar nur 30 % vom Preis einer Einzelfahrkarte.

 

10.3 Kangaroo Island

Sehenswürdigkeiten:

Auf Kangaroo Island gibt es viel mehr Sachen zu sehen und zu tun als man ursprünglich denkt. Hier angekommen entdeckt man immer wieder neue Sachen. Daher ist es empfehlenswert ein Minimum von 4 ganzen Tagen hier einzuplanen (An- und Abreise ausgeschlossen).

 

Herumreisen:

Auf Kangaroo Island gibt es keinen ö. V. Um die Sehenswürdigkeiten auf der Insel zu erreichen stehen einem zwei Möglichkeiten zur Verfügung: die touristischen Touren oder ein eigenes Auto. Da die touristischen Touren meistens teurer und zeitlich weniger flexibel sind, empfiehlt es sich ein Auto zu haben bzw. eines vor Ort zu mieten. Es kann jedoch oft vorkommen, dass Kreuzfahrtschiffe sämtliche Mietautos der Insel buchen und somit keines mehr frei ist. Dies kann auch in Hochsaison vorkommen, wenn alle Australier Ferien haben. Daher ist es ein Muss sich im Voraus nach den freien Autos zu erkunden und gegebenenfalls eines in Adelaide bzw. auf dem Festland zu buchen und es mit der Fähre auf die Insel mitzunehmen. Die Kosten für den Autotransport betragen 98 AUD während ein Erwachsenen-Ticket 49 AUD / Weg kostet. [Preisstand 2017]

Die meisten Autovermieter verbieten einem mit dem gemieteten Auto nach der Dämmerung herumzufahren. Wir taten es, andere taten es auch. Es ist aber mit einer sehr langen Fahrzeit zu rechnen, da in der Dunkelheit sehr viele Tiere über die Strasse laufen, springen, hüpfen (mehrere Vollbremsungen waren nötig) und einen somit zu einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 40 km/h zwingen.

 

Eintrittspreise auf Kangaroo Island:

Auf Kangaroo Island ist nichts gratis, man muss für jede Sehenswürdigkeit einen Preis zahlen. Verfügt man über genug Zeit und besucht man mindestens 4 der Hauptattraktionen auf der Insel, dann lohnt es sich den Kangaroo Island Pass zu kaufen. Dieser kostet 73 AUD [Preisstand 2017] und berechtigt einen nicht nur zum Eintritt, sondern auch zu geführten Touren an verschiedenen Orten. Sollte man lediglich 3 der Insel-Hauptattraktionen besichtigen, ist es günstiger für jeden einzelnen Eintritt separat zu bezahlen.

Im Kangaroo Insel Pass ist der Nachtspaziergang im Hanson Bay Wildlife Sanctuary nicht inbegriffen. Diese ist eine einmalige Erfahrung (Kängurus, Koalas, Echidnas, usw. hautnah erleben), welche man allerdings direkt über die Internet-Seite des Hanson Bay Wildlife Sanctuary oder dort vor Ort buchen muss. Der Preis beträgt 35 AUD / Person. [Preisstand 2017]

 

Klima:

Das Wetter auf Kangaroo Island ist sehr wechselhaft, wobei starke Winde vor allem am Abend charakteristisch sind. Daher empfiehlt es sich immer eine warme Jacke dabei zu haben.

 

10.4 Great Ocean Road

Missverständnisse bezüglich des Namens:

Mit Great Ocean Road wird die Strecke zwischen Adelaide und Melbourne bezeichnet. Dabei muss eines klargemacht werden: man fragt sich die ganze Zeit bis Warnambool, wo der Ozean bleibt. Dieser wird einem zum treuen Begleiter erst auf den letzten ca. 250 km. Der eigentliche Great Ocean Road erwartet einen zwischen Warnambool und Geelong, dafür mit spektakulären Felsformationen und etlichen Aussichtspunkten.

 

Sehenswürdigkeiten:

Man sollte für die letzten 250 km der Strecke, also für den richtigen Great Ocean Road mindestens zwei Tage einrechnen um alle Sehenswürdigkeiten zu geniessen. Für die Gesamtstrecke Adelaide-Melbourne wären 5-6 empfehlenswert. Sehenswürdigkeiten gibt es unzählige: nicht nur die Meeresfelsformationen, sondern auch etliche spektakuläre – jedoch unbekannte – Höhlen, Strände, Seen, usw. (siehe Tantanoola Höhle, Robe West Beach, usw.) Das Gleiche gilt auch bei den Aussichtspunkten entlang des eigentlichen Great Ocean Roads: man sollte sich keineswegs lediglich auf die bei Touristen bekannten beschränken, sondern vor allem bei den kleinen anhalten, wo die grossen Cars nicht parkieren dürfen/können.

 

Klima:

Die Australische Sonne ist trügerisch: man meint, es sei bewölkt und man hat plötzlich einen Sonnenbrand. Sonnencreme ist ein Muss! Eine Jacke sollte auch immer in Reichweite sein, da es des Öfteren stark winden kann.

 

10.5 Melbourne

Herumreisen:

Innerhalb Melbourne CBD (central business district – Zentrum) ist der ö. V. gratis. Bewegt man sich ausserhalb dieser Zone, braucht man eine myki-Karte. Es gibt keine Einzelfahrt-Tickets. In und um Melbourne muss man kein Auto haben, der ö. V. funktioniert sehr gut. Möchte man allerdings weiter fahren bzw. die nahgelegene Mornington-Halbinsel (unglaublich schön für Schnorcheln) und die weltberühmte Philipp-Island erkunden, ist man auf ein Auto angewiesen.

 

Must Sees:

Wenn in Melbourne, sollte man keinesfalls den Botanischen Garten unbeachtet lassen, da dieser mit seiner Grösse und Pflanzenvielfalt wortwörtlich beeindruckt und zum Entspannen einlädt. Ausserdem ist das Aquarium eine begeisternde Erfahrung für Gross und Klein. Wenn man noch nie exotischen Meereswesen nahe gekommen ist, ist dies ein Must Do in Melbourne.

Hat man eher ein Panorama-Blick von oben gerne, dann sind Eureka oder die „The Lui“-Bar empfehlenswert. Bei der „The Lui“-Bar ist allerdings mit einer etwas unflexiblen, snobistischen und merkwürdigen Atmosphäre und Dresscode (der aber von den Angestellten keineswegs eingehalten wird!) zu rechnen.

 

Reise nach Philipp Island:

Auf Philipp Island findet die einmalige Pinguinen-Parade statt. Dabei handelt es sich um die weltkleinsten Pinguine, denen man bei ihrer Rückkehr aus dem Ozean und der Ernährung ihrer Kleinen zuschauen kann. Da es ein sehr begehrtes und touristisches Ereignis ist, sind die täglichen Besichtigungs-Optionen meistens ausgebucht. Daher ist es nötig, die Zuschauer-Tickets im Voraus zu buchen. Man kann zwischen mehreren Preis-Klassen und Besichtigungsplattformen auswählen, die billigste Option bieten mit  58  AUD ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis an. [Preisstand 2017] Weitere Details und Preise unter: https://penguins.org.au/buy-tickets/group/1

Nach der Pinguinen-Parade gibt es keine Möglichkeit mit dem ö. V. zurück nach Melbourne zu gehen. Entweder übernachtet man auf der Insel – die übrigens auch Anderes zu bieten hat und einen zum Erkunden einlädt – oder aber man hat ein Auto zur Verfügung. Die Fahrt von bzw. nach Melbourne dauert ca. 2 Stunden.

 

10.6 Tasmanien

Allgemein:

Tasmanien ist ein absoluter Geheimtipp! Tasmanien ist das vergessene Australien, der Ort, den die meisten Australier nie besuchen werden und der für fast alle Touristen zu abgelegen ist, um in Frage zu kommen. Dabei wissen sie alle nicht, was sie verpassen.

Das Klima in Tasmanien ist vermutlich auch nicht unbedingt einladend: kühle Temperaturen, noch kühlere Gewässer und unfreundliche Winde sowie häufige Regenfälle versetzen viele potenzielle Touristen in Panik.

Die Natur ist ebenfalls trügerisch: was auf den ersten Blick ein langweiliger Fleck Erde mit Bauernhöfen und unendlichen Weiten aussieht, lässt sich langsam entdecken und beeindruckt mit einmaligen Landschaften. Tasmanien offenbart sich einem nicht auf den ersten Blick, sondern erfordert die Geduld eines Entdeckers um genossen zu werden. Vermutlich eintöniger als das australische Festland, da die Naturvielfalt sich eher in Grenzen hält im Vergleich mit dem äusserst abwechslungsreichen Mutterland, Tasmanien überrascht aber immer wieder mit dem Unerwarteten, mit diesem WOW-Effekt aller dort zu entdeckenden Ecken.

Tasmanien eignet sich sowohl für Auto-Touristen, wie auch für Camping-Leidenschaftliche: mit vielen Orten, ja sogar ganzen Inseln, wo man das Zelt aufstellen und die Ruhe der Natur geniessen kann, lädt es einen zum Verweilen und Nachdenken ein.

 

Herumreisen:

Um Tasmanien zu erkunden ist ein Auto fast Pflicht. Man kann von Hobart aus Tages- sowie Mehrtagestouren zwar buchen, dabei kann man aber keineswegs so flexibel – und so kostengünstig – wie mit einem eigenen Auto durchkommen. Der ö. V. ist zwar vorhanden, aber sehr spärlich – manchmal gibt es lediglich 1 oder 2 Verbindungen pro Woche an verschiedene Orte.

Es gelten die gleichen Regeln wie in ganz Australien: beim Morgengrauen und nach der Dämmerung muss man seine Geschwindigkeit dem auf den Strassen und an allen Ecken anwesenden Wildleben anpassen.

 

Must Sees:

a) Hobart:

Hobart ist die zweit-älteste Stadt Australiens und somit ein nicht zu übersehendes Stück Geschichte. Mit mehreren Zentren – einem alten, einem neuen, dem Hafen – sowie sehenswerten Teilen ist Hobart ein nötiger Halt bei jeder Tasmanien-Reise. Von hier aus kann man mit dem ö. V. bis ins nahegelegene Richmond, wo man ein Stück weiter in die Gründungsgeschichte Australiens eindringt und die alten Gefängnisse – da ehemaliges Sträflingskolonien-Zentrum – und die älteste Brücke Australiens sehen kann

b) Mt. Wellington:

Hobart’s Hausberg erstaunt mit einer phänomenalen Aussicht nicht nur über die Stadt, sondern über die gesamte Buchtlandschaft, welche Tasmanien prägt. Mit seinen 1271 m lädt er zu Fahrrad-Touren, Wandern, Klettern oder lediglich die Aussicht geniessen ein. Den Gipfel kann man mit dem eigenen Auto oder mit Touren-Bussen erreichen.

c) Cape Hauy:

Eine Wanderung der Superlative! Was wie eine normale Tageswanderung durch Wald und Hügel anfängt, verwandelt sich in ein ständiges Staunen wenn sich der Blick öffnet und die Landschaft ändert: man befindet sich plötzlich auf dem Gipfel der Klippe, auf dem Kamm dramatischer Felswände welche aus den Tiefen der Meere und aus den schaumigen Wellen herausragen. Worte sind bei jeglichem Beschreibungsversuch Mangelware, man muss das selber gesehen haben! Man sollte allerdings mit gutem Windschutz und etwas wärmeren Kleidern – Regenschutz nicht ausgeschlossen – ausgerüstet sein. Der Wind erreicht dort andere Geschwindigkeiten – aber es lohnt sich durchaus! 🙂

d) Verschiedene Bucht- und Strandlandschaften

Diese sind in Tasmanien zahlreich vorhanden. Es handelt sich dabei um das interessante Zusammenspiel zwischen Buchten, Landstrichen und Felsen mit dem Ozean und dessen schaumig weissen Wellen. Die dabei entstandenen Bilder, die aussergewöhnlichen Farben sowie die unvergleichbaren Töne des rauschenden Meeres beim Zusammenkommen mit der Windbrise und der in Stille wartenden Küste sind einmalig.

 

10.7 Sydney:

Herumreisen:

In Sydney kommt man überall mit dem ö. V. hin – inkl. zu den Blue Mountains, welche etwa 2 Stunden entfernt sind – es ist jedoch fast täglich mit grossen Verspätungen oder Zugausfällen zu rechnen. Um den ö. V. zu benutzen braucht man eine Opal-Karte, welche gratis ist und man mit dem gewünschten Betrag aufladen muss. Die teuerste Strecke ist Flughafen-Zentrum. Trotz ihrer sehr kurzen Dauer (lediglich 15 Min.) kostet sie 16 AUD [Preisstand 2017] – etwa 3 Mal so viel wie die Strecke Sydney-Blue Mountains.

 

Must Sees:

a) Opernhaus (mit geführter Tour!)

Opernhaus tönt edel, ist aber auf den ersten Blick lediglich ein Betonklotz. Man muss die Geschichte dahinter kennen um sämtliche Aspekte und Baudetails zu verstehen. Die Tour ist daher ein Muss, obwohl sie mit 37 AUD / Person nicht unbedingt billig ist. [Preisstand 2017]

b) Fish-Market

Ein Muss für Fisch- und Meeresfrüchte-Liebhaber

c) Watson-Bay

Eine ruhige Bucht ausserhalb der Stadt, welche eine schöne Aussicht einerseits auf die Skyline des Zentrums, andererseits aufs offene Meer bietet. Erreichbar mit dem Schiff in etwa 30 Minuten Fahrt vom Zentrum.

 

 

11. Neuseeland

11.1 Allgemein

Herumreisen:

In Neuseeland ist es sehr einfach und sehr sicher Autostopp zu machen (inkl. für lange Strecken). Man braucht nicht einmal viel länger als mit den bestehenden Busverbindungen und hat dabei noch die Gelegenheit, sehr interessante Leute kennenzulernen.

Möchte man eine gewisse Flexibilität, ist ein Auto das beste Transportmittel. Diese kann man haufenweise mieten, man sollte allerdings nach den sehr vielen Relocation Deals im Internet Ausschau halten. Bei diesen Relocation Deals handelt es sich um sog. „Hilferufe“ der Autovermieter: einige ihrer Fahrzeuge befinden sich beispielsweise auf der Südinsel, müssen aber zu einem gewissen Datum in Auckland sein. Also bieten sie diese Autos zwecks „Relocation“ gratis an. Je nach zu fahrender Strecke erhält man das Auto für einen oder mehrere Tage, je nach Verzweiflung der Mietfirma sind Benzin oder Fährenkosten inbegriffen. Am besten funktioniert es vom Süden in den Norden, aber es gibt auch Relocation Deals in die Gegenrichtung. Die meisten Autovermieter, welche Relocation Deals anbieten, listen sie auf folgende Internet-Seite auf: www.transfercar.co.nz

Tipp: solltet ihr Interesse an einer längeren Strecke haben, lohnt es sich diese in Teilstrecken aufzuteilen und für einzelne Teilstrecken je ein Auto zu finden. So gewinnt man meistens mehrere Tage. Beispiel: Queenstown-Auckland – meistens findet man Relocation Deals mit 5 Tagen zur Verfügung. Wenn man das aber auf: Queenstown-Christchurch (3 Tage), Christchurch-Picton (3 Tage) und Wellington-Auckland (4 Tage) aufteilt, gewinnt man meistens mehr Zeit. Ausserdem muss man bei diesen Relocation Deals immer darauf achten, dass sie eine unbeschränkte Kilometerzahl erlauben (in Neuseeland meistens der Fall), so kann man unterwegs nämlich sämtliche gewünschten Sehenswürdigkeiten erkunden.

 

Klima:

Das Wetter in Neuseeland ist sehr wechselhaft. Oft regnet es am Morgen, ist kalt und windig, schlägt aber im Laufe des Tages um und wird sehr warm. Vor allem auf der Südinsel ist der atmosphärische Druck ziemlich hoch, was oft Kopfschmerzen und eine gewisse Trägheit verursachen kann. Man sollte also kleidertechnisch auf alles Mögliche vorbereitet sein.

 

11.2 Christchurch

Anreise vom und zum Flughafen:

Vom Flughafen gibt es einen öffentlichen Bus, der einen bis in die Stadt bringt. Diesen findet man sehr einfach indem man bei der Touristeninformation am Flughafen nachfragt.  Sollte die Ankunfts- oder Abflugzeit jedoch spät abends bzw. in der Nacht sein, ist man auf den Flughafen-Shuttle angewiesen. Preis ca. 16 NZD / Person und Fahrt. [Preisstand 2018]

 

Sehenswürdigkeiten:

Ein empfehlenswerter Tagesausflug von Christchurch aus ist Akaroa – nicht so sehr für das Ziel, sondern für die traumhafte Landschaft, die einen auf den Weg dorthin begleitet. Achtung: nicht die Hauptstrasse von oder nach Christchurch nehmen, sondern der Küste entlang fahren (via Lyttelton, Governor’s Bay, Diamond Harbour, Port Levy, Pigeon Bay, usw.) Nur so kann man die wunderschöne Landschaft sehen. Diese Strecke ist jedoch nicht für Campervans bzw. Wohnwagen durchgehend zu empfehlen.

 

11.3 Fiordland Nationalpark

Anreise:

Das Tor zum Fiordland Nationalpark ist Queenstown. Diese ist zwar eine schöne, charmante Touristenstadt, aber es ist eher überteuert. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten sind hier fast unmöglich zu finden. Es ist also zu empfehlen, die Stadt lediglich anzuschauen und weiterzufahren. Auch zeitlich lohnt es sich nicht Tagestouren von Queenstown aus in den Nationalpark zu unternehmen, da man dann mindestens 4 Stunden zusätzlich in einem Bus verbringt und der Tag ziemlich lang wird.

Wenn möglich, auf der Hinreise nach Queenstown am Tekapo-See vorbeifahren: unglaublich schöner Ort, Blick auf den Mt. Cook (bei schönem Wetter) und einmaligem türkis-farbenem Wasser.

Es ist viel besser, näher am (Lumsden) bzw. im Nationalpark (Te Anau oder Manapouri) zu sein um dessen Sehenswürdigkeiten zu geniessen.

 

Herumreisen:

Im Nationalpark selber gibt es zwar Busse, aber diese sind sehr überteuert (58 NZD / Person und Fahrt von Te Anau nach Milford Sound [Preisstand 2018]) und verkehren nur spärlich. Meistens muss man sie sogar im Voraus buchen und das Ganze ist sehr kompliziert. Es lohnt sich durchaus ein eigenes Auto zur Verfügung zu haben – die Mietkosten sind um Einiges tiefer als die Fahrkartenpreise für den Bus. (Tagesmiete so teuer wie eine 2-stündige Busfahrt pro Person!)

In Te Anau selber kann man an einem einzigen Ort Autos mieten, undzwar: www.radcarhire.co.nz (an der Reception von Parklands Motel)

 

Wandern:

Im Nationalpark gibt es eine Vielzahl an Wanderungen für jedes Fitnessniveau. Von den langen, mehrtägigen „Great Walks“, für die man die Übernachtung bzw. Camping-Plätze in und um Hütten lange im Voraus buchen muss; bis hin zu eintägigen Touren, welche unterschiedliche Landschaften und Gelände zu bieten haben. Die Wanderungen starten entweder in Te Anau, Manapouri oder auf dem Weg nach Milford Sound. Eine zu empfehlende (sehr schöne!) Halbtageswanderung ist Key Summit-Trek. (fängt bei einem Parkplatz auf dem Weg nach Milford Sound an)

 

Milford Sound:

Milford Sound ist einer der zwei berühmten Fjorde der Region und der einzige, der über eine Strasse erreichbar ist. Daher ist er auch sehr touristisch (eine hohe Anzahl an Cars, Bussen, Autos transportieren täglich Tausende Touristen hin und her). Es gibt mehrere Kreuzfahrten-Arten, welche von mehreren Tourenveranstaltern organisiert werden. Preislich unterschieden sie sich nur minimal. Eine einfache Schiffsrundfahrt liegt mit 45 NZD / Person in einer normalen Preisklasse. [Preisstand 2018] Es gibt verschiedene Zusatz-Pakete (Eintritt ins Unterwasser-Observatorium, Kayakfahren, Mittagsessen, usw.), die man dazu kaufen kann. Mehrtägige Touren sind ebenfalls verfügbar, schlagen jedoch deutlich mehr zu Buche und sind lediglich für Leute empfehlenswert, welche alleine sein möchten. Um etwas Eindrückliches bzw. eine dramatische Landschaft zu sehen reichen die kleinen Rundfahrten durchaus.

In Milford Sound kann man auch tauchen. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen! Man sieht zwar weisse Korallen (was ungewöhnlich ist für so eine kleine Tiefe, da sie meistens ab 80-100 m anzutreffen sind), aber ansonsten beeindruckt die hiesige Unterwasserwelt keineswegs. Die Wassertemperatur von ca. 16-18 Grad zwingt einen zu einer anderen Ausrüstung, was das Ganze auch teurer macht. Mit 345 NZD / 2 Tauchgänge inkl. Ausrüstung [Preisstand 2018] ist das eher eine teure Angelegenheit, welche sich nicht lohnt!

 

Unterkunft:

Eine sehr billige, gute Alternative ist der Manapouri Motels & Holiday Park (neben Motorhome Inn, aber nicht Teil davon!) Für 65 NZD / Nacht erhält man eine Kabine mit Doppelbett, welche man nicht teilen muss. Duschen, Badezimmer, Küche und Aufenthaltsraum sind sehr schön und sauber!

 

11.4 Kaikoura

Anreise:

Versucht man Kaikoura von Christchurch oder Picton her zu erreichen (bzw. diese zwei Städte von Kaikoura aus), muss man immer den Strassenzustand auf www.nzta.govt.nz zu überprüfen. Es kommt oft vor, dass Strassen-Teile gesperrt sind, da die Bauarbeiten nach dem 2017-Erdbeben immer noch nicht abgeschlossen wurden. Weiss man dies nicht im Voraus, ist man zu einem mehrstündigen Umweg gezwungen.

 

Tauchen:

Es lohnt sich nicht! (siehe Beitrag Milford Sound, gilt 1:1 auch hier abgesehen von den weissen Korallen) Preislich ist es etwas billiger: 215 NZD / 2 Tauchgänge inkl. Ausrüstung [Preisstand 2018])

 

Must See / Do:

Whale-watching Kaikoura! Es ist ein einmaliges Erlebnis. Die Schifffahrt dauert ca. 3,5 Stunden retour, man sieht im Schnitt 1-2 Wale, hunderte Delfine, Albatrosse, usw. Wird kein Wal gesichtet, erhält man 80% des Preises rückerstattet. Mit 150 NZD / Person [Preisstand 2018] ist es nicht gerade das Billigste, was man machen kann, aber sicher das Spektakulärste!

 

11.5 Übergang von einer Insel zur anderen

Obwohl auch die Möglichkeit besteht, diese Strecke mit dem Flugzeug zurückzulegen, ist es empfehlenswert die Fähre zu nehmen. Dabei sichtet man oft Delfine und man kann die schöne Landschaft geniessen. Die Fahrt dauert gute 3 Stunden, wobei die Fähre so gross ist, dass gegebenenfalls hohe Wellen kaum wahrgenommen werden.

Es gibt zwei Unternehmen, welche Fähren-Übergänge anbieten: Bluebridge und Interislander. Manchmal ist das eine, manchmal das andere günstiger. Die Preise variieren von Tag zu Tag. Der Preis pro Person und Fahrt liegt zwischen 50 und 60 NZD. [Preisstand 2018])

 

11.6 Tongariro Alpine Crossing

Strecke:

Die Tongariro Alpine Crossing ist eine herrliche 6-8 Stunden Wanderung auf alpinem Gebiet. Die Strecke verläuft vom Mangatepopo Parkplatz über vulkanartige Landschaften und an mehreren Seen vorbei und endet beim Ketetahi Parkplatz. (siehe Karte)

 

 

 

Man hat die Möglichkeit bzw. man ist auf Shuttle-Busse angewiesen. Diese kann man nur Einweg (vom Ketetahi Parkplatz bis zum Mangatepopo Parkplatz, welcher auch den Start der Wanderung markiert) oder hin und zurück (vom National Park Village bis zum Mangatepopo Parkplatz, der Start der Wanderung und nach der Wanderung vom Ketetahi Parkplatz zurück in den National Park Village). Der Preis beträgt 30 NZD für den Einweg-Bus pro Person und 40 NZD für die hin und zurück Fahrt. [Preisstand 2018] Es gibt mehrere Busgesellschaften, welche diese Dienstleistungen zu verschiedenen Uhrzeiten anbieten. Eine vollständige Liste dieser findet man hier:

 

Parkieren des eigenen Fahrzeuges:

Seit Herbst 2016 gibt es eine Zeitbeschränkung für die auf dem Mangatepopo Parkplatz abgestellten Wagen. Diese dürfen lediglich 4 Stunden dort stehen. Wünscht man also den Shuttle-Bus nur Einweg zu buchen und am Ende der Wanderung ins eigene Auto einsteigen zu können und loszufahren, muss man dieses auf dem Ketetahi Parkplatz lassen, da es dort keine Zeitbeschränkung diesbezüglich gibt. Die Anzahl Plätze ist dort jedoch beschränkt (etwa 20 Autos), es empfiehlt sich daher am Morgen mindestens 30 Minuten vor der Abfahrt des Shuttle Busses dort zu sein. Findet man keinen Platz auf dem eigentlichen Parkplatz, muss man das Auto viel weiter weg parkieren und dementsprechend weit laufen am Ende der Wanderung.

 

Wetter und Ausrüstung:

Man muss Kleider für sämtliche Wetterlagen dabei haben und die Wetterprognose im Voraus überprüfen: obwohl es unten im Tal eher warm ist, kann es oben bissig kalt sein. Der Wind und der Regen begleiten einen meistens. Beispiel: wir starteten mit dichtem Nebel, Regen und Wind bei einer Temperatur von etwa 15 Grad, erlebten kalte 0-2 Grad oben und schwitzten während des Abstieges bei starkem Sonnenschein und sommerlichen 25 Grad. Wanderschuhe (und nicht Laufschuhe oder Sneakers) sind zu empfehlen, da es beim Abstieg sehr rutschig ist.

 

11.7 Auckland

Anreise vom und zum Flughafen:

Vom Flughafen gibt es den Sky-Bus der einen direkt bis ins Zentrum bringt, allerdings mit 15 NZD pro Person und Fahrt ziemlich teuer ist. [Preisstand 2018] Es gibt ebenfalls die billigere Alternative, nämlich den Bus 380, welcher mit der Auckland ö.V. Karte lediglich 1.85 NZD kostet. [Preisstand 2018] Dieser bringt einen nicht direkt bis ins Zentrum, sondern bis zu zwei Bahnhöfen, von welchen man direkte Verbindungen ins Zentrum hat.

 

Öffentlicher Verkehr:

Man kann den ö.V. auch ohne die Auckland AT-HOP Karte benutzen, es ist jedoch zu empfehlen diese zu kaufen, da man dadurch äusserst viel Geld spart. Während man mit der Karte für eine Fahrt lediglich 1.15 NZD [Preisstand 2018] bezahlt, mehrfaches Umsteigen als Transfer gilt und nach einer bestimmten Anzahl Fahrten pro Tag nichts mehr dafür abgezogen wird, bezahlt man ohne diese Karte 5.50 NZD pro Person und Fahrt [Preisstand 2018], was schnell zu Buche schlägt.

Diese AT-HOP Karte kostet 10 NZD (ohne Guthaben) und lässt sich in vielen Convenience Stores in der Stadt sowie an allen Bahnhöfen wieder aufladen. Der Minimalbetrag beim Aufladen beträgt 5 NZD. [Stand 2018]

 

12. Chile

12.1 Santiago de Chile

Anreise vom und zum Flughafen:

Der öffentliche Bus vom Flughafen bis ins Zentrum von Santiago – namens Centopuerto – kostet 1800 CLP / Person und Fahrt [Preisstand 2018] und fährt zwischen 5 Uhr und 23 Uhr. Die Fahrkarte ist beim Chauffeur erhältlich

In der Nacht oder frühmorgens ist Uber eine Option. Der Fahrpreis beträgt ca. 10.000 CLP / Fahrt [Preisstand 2018] während ein Transfer Shuttle oder ein Taxi ca. 24.000 CLP / Fahrt verlangen würden. [Preisstand 2018]

 

12.2 Puerto Natales

Anreise:

Die direkteste und bekannteste Anreise ist via Punta Arenas. Dabei bleibt einem selber die Entscheidung überlassen, ob man Punta Arenas ebenfalls besucht oder aber direkt den Bus nach Puerto Natales nimmt. Da der Bus vom Punta Arenas Flughafen bis ins Zentrum 5000 CLP / Person und Fahrt kostet, ist dies eine eher teure Angelegenheit. [Preisstand 2018] Da Punta Arenas steuerfreie Zone ist, ist es ein beliebter und somit sehr touristischer Einkaufsort.

Wie bereits erwähnt gibt es von Punta Arenas nach Puerto Natales mehrere Busse, in welche man auch vom Flughafen direkt einsteigen kann. Man muss allerdings – am besten im Voraus – online reservieren, bei last minute Reservationen wird es wirklich gefährlich, dass man noch Platz findet. Es gibt 2 Busse, die die Strecke befahren: BusSur (reservieren online unter https://www.pasajebus.com/ oder https://www.recorrido.cl/) und Buses Fernandez (reservieren online unter http://www.pasajebus.com/es/pasajes/buses-fernandez). Der Preis ist bei allen Firmen gleich und beträgt 8000 CLP / Person und Fahrt. [Preisstand 2018]

 

Herumreisen:

Für das Herumreisen in Puerto Natales gibt es mehrere Varianten: zu Fuss, Taxi (teuer, da Touristenort) und die sog. Colectivos (Privatautos mit einer bestimmten Liniennummer, die durch die Stadt herumfahren). Man muss keinen Fahrplan kennen, da alle einen dort hinfahren, wo man will. Der Preis / Fahrt und Person beträgt 450 CLP. [Preisstand 2018] Es gibt überall die sog. Paradas (Haltestellen, wo die colectivos anhalten). Diese sind jeweils mit dem Symbol eines Autos gut gekennzeichnet und erkennbar.

 

Einkaufen von Outdoor-Ausrüstung:

Outdoor-Ausrüstung in Puerto Natales: zB. Gaskocher, Töpfe-Set, Trinkflaschen nicht in den Sportgeschäften suchen, da sie dort sehr teuer sind.  Am besten kauft man sie in Elektro-, Haushaltsläden oder sog. ferreterias (Läden mit Bau- und Werkzeugbedarf). Es sieht zwar nicht danach aus, dass diese Geschäfte solche Produkte haben, aber dem ist so und sie sind viiiiiel billiger.

 

12.3 Torres del Paine Nationalpark

Hinfahrt zum Torres del Paine Nationalpark:

Der Transport von Puerto Natales zum Torres del Paine Nationalpark ist einfach zu organisieren, da es haufenweise Busse gibt, welche jeweils 2 Fahrten pro Tag anbieten: um 7 oder 7:30 Uhr und 14 oder 14:30 Uhr. (abhängig von der Busgesellschaft). Der Preis ist bei allen gleich und beträgt 8000 CLP / Person für eine einfache Fahrkarte und 15000 CLP / Person für eine Retourfahrt mit offenem Rückfahrtsdatum. [Preisstand 2018] Autostopp ist selbstverständlich auch eine Option.

 

Eintritt in den Nationalpark:

Beim Eintritt in den Nationalpark gibt es sehr lange Warteschlangen bei Laguna Amarga frühmorgens, daher empfiehlt es sich den 7 Uhr Bus aus Puerto Natales nehmen, da man vor der Mehrheit dort ankommt und weniger warten muss. Der Eintrittspreis beträgt 21000 CLP / Person. [Preisstand 2018] und ist gültig für 3 aufeinanderfolgende Tage.

 

Wandermöglichkeiten im Park:

Es gibt 3 Varianten:

W-Zirkuit (touristisch, sehr viele Leute, nicht so anstrengend und man sieht die Torres)

O-Zirkuit (doppelt so lang als W, weniger touristisch da viel anstrengender, man sieht alles was es zu sehen gibt, inkl. den Grey Gletscher)

C-Zirkuit (weniger touristisch da viel anstrengender, man sieht jedoch die Torres nicht, dafür den Grey Gletscher)

 

Für sämtliche Zirkuite muss man Hütten- oder Zeltplätze im Voraus buchen. (siehe Karte mit sämtlichen Camps unterwegs)

 

Sollte man keine Reservation für alle Transit-Punkte haben, kann man auch mit 2-3 Reservationen hingehen – trotz Informationen der offiziellen Webseite, welche besagt, dass dies zu einem Unterbruch der Wanderung führen wird – und die fehlenden Reservationen vor Ort tätigen. Es ist ein wenig kompliziert die Übernachtungsmöglichkeiten zu reservieren, da nicht sämtliche Zeltplätze von einer Firma gewartet und administriert werden. Daher muss man die einen über CONAF (Parkverwaltung direkt) auf http://www.parquetorresdelpaine.cl/es/sistema-de-reserva-de-campamentos-1 reservieren, während die anderen über www.verticepatagonia.cl bzw. www.fantasticosur.com zu buchen sind. Sollte das online-System behaupten, es gäbe keine freien Plätze, empfiehlt es sich den jeweiligen Zeltplatzbetreibern eine Email-Nachricht zu schreiben und erneut danach zu fragen. Meistens klappt es dann.

Ausserdem gibt es etliche Tageswanderungen um die Höhepunkte des W-Zirkuites abzudecken oder eine Autorundfahrt zu den verschiedenen Aussichtspunkten.

Der Katamaran Pudeto – Paine Grande verkehrt nach folgendem Zeitplan:

 

 

 

Der Preis beträgt 18000 CLP / Person für eine einfache und 33000 CLP / Person für eine Retourfahrt. [Preisstand 2018]

 

12.4 Antofagasta

Anreise vom und zum Flughafen:

Die Preise gestalten sich je nach Adresse in Antofagasta: Norden, Zentrum, Süden. Diese stehen im Ankunftsbereich am Flughafen. Es gibt 2 Optionen: Taxi oder Transfer. Für 1-2 Personen ist meistens der offizielle Transfer billiger. Ab mehreren Personen ist die Taxi-Variante günstiger, da man dort/Fahrzeug und nicht/Person zahlt. Sollte man ins Zentrum wollen, beträgt der offizielle Transfer-Preis Preis pro Person ca. 5000 – 6000 CLP. [Preisstand 2018]

 

12.4.1 La mano del desierto

Es gibt keine Tourenbusse und keinen öffentlichen Verkehr dorthin. Autostopp funktioniert sehr gut, da la Mano del desierto direkt an der Route 5 liegt (die Wirbelsäule Chiles, die einzige Strasse, die das ganze Land überquert). Ausserdem liegt Antofagasta in einer Minenregion, so dass viele Lastwagen tagtäglich dadurch verkehren und einen gerne mitnehmen.

 

12.4.2 Coloso

Coloso ist ein Geheimtipp. Dabei handelt es sich um ein kleines Fischerdorf mit ausgezeichneter Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten-Sortiment. Die Einheimischen lieben es dorthin zu gehen, Touristen trifft man so gut wie keine an. Der Bus 102, welchen die N-S-Achse der Stadt befährt, bringt einen nach Coloso. (Endstation). Der Preis / Fahrt und Person beträgt 520 CLP. [Preisstand 2018]

 

12.5 San Pedro de Atacama

Anreise von Antofagasta:

Von Antofagasta gibt es Busse nach San Pedro de Atacama. Preis unbekannt, da wir Autostopp machten. Autostopp funktioniert, es ist jedoch mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Am schwierigsten ist es vor allem aus Antofagasta herauszukommen, da viele der aus der Stadt herausfahrenden Lastwagen lediglich bis zu den nahgelegenen Minen fahren.

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten vor Ort:

In San Pedro gibt es eine sehr grosse Auswahl an Aktivitäten und möglichen Touren. Daher empfiehlt es sich ca. 3-4 Tage hier zu verbringen. Die meistbesuchten Orte sind der Tatio Geysir, das Valle de la Luna-Tal, das Kaktus-Tal und die hiesigen Vulkane, welche man hier besteigen kann. Eine Astronomie-Tour wäre ebenfalls sehr interessant, allerdings kurz vor, während und kurz nach dem Vollmond unmöglich, da die zu beobachtenden Sterne aufgrund des zu hellen Lichtes nicht sichtbar sind.

Die Preise für die Touren variieren sehr. Die Chilenen tendieren dazu, das grosse Geschäft machen zu wollen. Daher sollte man sämtliche Tour-Agenturen abklappern und stark verhandeln bevor man etwas bucht. Meistens gibt es Preissenkungen wenn man bar zahlt oder 2 Touren bei der gleichen Agentur bucht. Als Anhaltspunkte die Preise unserer Touren:

Geysir Tatio (Abfahrt um 5 Uhr morgens, Ankunft um 13 Uhr) – 22.000 CLP / Person

Valle de la Luna (Abfahrt um 16 Uhr, Ankunft um 20:30 Uhr) – 13.000 CLP / Person

Vulkan Lascar (5592m – Abfahrt um 5 Uhr morgens, Ankunft um 16 Uhr) – 75.000 CLP / Person

Sämtliche Touren wurden uns allerdings auch für den doppelten Preis angeboten, daher wirklich Achtung! Nehmt euch Zeit und verhandelt viel vor dem Buchen! Glaubt nicht jedem und nehmt nicht das Erstbeste!

Sämtliche Reiseagenturen bieten 1-3-tägige Uyuni-Touren an, welche allerdings in Uyuni selber in Bolivien viel billiger zu finden sind, sollte man auch Bolivien bereisen. Daher lohnt es sich nicht, diese hier zu buchen.

 

12.6 Isla de Pascua (Osterinsel)

Anreise vom und zum Flughafen:

Es gibt zwei Möglichkeiten um vom Flughafen ins Zentrum zu kommen: entweder zu Fuss (ca. 20-30 Min.) oder mit einem Taxi. Der Preis dafür beträgt 5000 CLP. [Preisstand 2018]

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

Wenn man auf der Osterinsel ist, muss man die Insel erkunden und deren zahlreiche Spuren der ursprünglichen Rapa Nui Zivilisation bzw. die vielen Zeremonialanlagen aus alten Zeiten sehen. Es ist möglich eine Tour der Insel mit dem Taxi zu organisieren. Dafür muss man lediglich einen Taxifahrer auf der Strasse ansprechen und die Kosten mit ihm verhandeln. Der Preis dafür ist uns leider nicht bekannt, da wir uns für eine andere Option entschieden.

Die beste Möglichkeit um die Insel zu erkunden ist aber mit einem Auto oder Scooter, welche man vor Ort für 24 h oder länger mieten kann. Da es sich um die Osterinsel handelt, sollte man keine Schnäppchen-Preise erwarten. Ein Auto kostet zwischen 35.000 -50.000 CLP / 24h, die billigsten sind jedoch fast immer ausgebucht. [Preisstand 2018] Ein Scooter kostet 25.000 CLP / 24h. [Preisstand 2018] Der Nachteil dieser Variante ist, dass alle Auto- und Scootervermietungen erst um 10 Uhr morgens öffnen und man kann nicht früher starten kann.

Ein Tag reicht um die ganze Insel zu sehen, man sollte allerdings früh starten und sich etwas beeilen. Startet man erst um 10 Uhr, muss man vermutlich ein paar (kleine) Punkte überhüpfen. Wer es gemütlich machen und überall auch noch die Landschaft geniessen möchte, macht es in 2 Tagen.

 

 

 

Um in den Nationalpark hineinzugehen (fast alle Sehenswürdigkeiten befinden sich im Nationalpark) muss man eine Eintrittskarte kaufen. Man kann das entweder am Flughafen (bei der Ankunft) oder im Zentrum des Dorfes in einem Büro tun. Diese kostet 54.000 CLP / Person und ist 10 Tage lang gültig. [Preisstand 2018] Sie berechtigt zum mehrmaligen Eintritt an einen Ort, ausser beim Rano a Raraku Vulkan und bei Anakena, wo pro Eintrittskarte nur ein einmaliger Eintritt erlaubt ist. Die Öffnungszeiten des Nationalparks sind täglich zwischen 9-18 Uhr, wobei der letzte Eintritt überall um 17:30 Uhr ist.

 

Tauchen:

Auf der Osterinsel kann man an sehr vielen Orten tauchen. Die hohe Anzahl an dort anwesenden Tauchzentren und der Professionalismus der Leute zeugen bereits davon, dass es sich hier um einen sehr guten und sehenswerten Tauchort handelt. Mit Unterwasser-Sichten von bis zu 80 m (in idealen Bedingungen) ist die Osterinsel definitiv ein Muss auf der Liste eines jeden leidenschaftlichen Tauchers.

 

13. Argentinien

13.1 Allgemein

Öffentlicher Verkehr:

Um den öffentlichen Verkehr in Argentinien zu benutzen muss man sich eine sog. SUBE-Karte für 20 ARS kaufen. [Preisstand 2018] Diese kann man an Kiosks oder Busterminalen aufladen und in ganz Argentinien in sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln verwenden. Papier-Fahrkarten bzw. Einzelfahrkarten gibt es keine mehr. Private Langstrecken-Busse kann man mit der SUBE-Karte jedoch nicht bezahlen, Fahrkarten für diese müssen an deren Schaltern in den Busbahnhöfen bzw. im Internet bestellt und separat bezahlt werden.

SIM-Karte:

SIM-Karten kann man sich als Tourist nur in den Grossstädten kaufen, da anscheinend ein neu verabschiedetes Gesetz es einem Ausländer verbietet eine SIM-Karte zu beziehen ohne diese im Voraus registrieren zu lassen. Diese Registration kann lediglich von den Sitzen der Mobilfunkanbieter in den Grossstädten gemacht werden. Daher muss jede SIM-Karte – auch wenn sie in einem Kiosk und nicht direkt beim Mobiltelefonie-Anbieter bezogen wird – anschliessend in einem Sitz des jeweiligen Anbieters registriert werden bevor sie verwendet werden kann.

 

13.2 El Calafate

Anreise von Puerto Natales, Chile:

Ein Bus von Puerto Natales nach El Calafate verkehrt jeden Tag frühmorgens (7 oder 7:30 oder 8 Uhr –- abhängig von der Busgesellschaft), nur dienstags, donnerstags und samstags am Nachmittag jeweils um 14:30 Uhr. Der Preis beträgt 17000 CLP / Person für eine einfache Fahrt. [Preisstand 2018]

 

Allgemeines zu El Calafate und Perrito Moreno:

In El Calafate gibt es keinen öffentlichen Verkehr. Die billigste Variante vom und zum Flughafen ist ein Remis. (einheimische und billigere Taxi-Variante). Ausserdem gibt es noch einen offiziellen Flughafen-Transfer, welchen man jedoch bei Bedarf im Voraus buchen muss, da man sonst riskiert keine Plätze zu finden:

 

Touren zum Perrito Moreno kosten 650 ARS / Person und Weg. [Preisstand 2018] Autostopp ist eine Option, allerdings sehr verbreitet und beliebt. Man ist keineswegs der einzige, der dies versucht. Die Wartezeiten können dementsprechend lang sein. (erfahrungsgemäss 3 Stunden). Es lohnt sich allenfalls nicht der letzte in der Linie zu sein, da sonst die anderen abgeholt werden, die 200 m weiter vorne warten. Man muss aber trotzdem schauen, dass man genug ausserhalb des Zentrums ist, da man somit den ganzen Verkehr bereits ausschliesst, der nur im Stadtinneren unterwegs ist.

Auf dem Perrito Moreno gibt es auch Gletschertouren, diese sind jedoch äusserst touristisch und zu wenig lang. Jeder kann hin, unabhängig von seiner Erfahrung. Für jemanden, der bereits Gletscher gesehen hat, in derer Nähe Skifahren war oder schon eine Gletscherwanderung erlebt hat, lohnt sich diese Tour keinesfalls, da es sich dabei eher um einen Spaziergang und nicht um eine echte Gletschertour handelt. Ausserdem schlägt sie mit stolzen 2000 – 6000 ARS / Person (je nach Länge) auch stark zu Buche. [Preisstand 2018] Beim Perrito Moreno kann man – ohne zusätzlich gebuchten Touren – folgende Routen zurücklegen:

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man von El Calafate aus erreichen kann, ist El Chalten. Dabei handelt es sich um einen Nationalpark, welcher dem chilenischen Torres del Paine gleichgestellt werden kann, im Unterschied zu diesem aber gratis ist: vom Eintritt bis hin zum Zelten. Daher ist es eine gute Alternative zum Torres del Paine und landschaftlich sehr ähnlich. Von El Calafate zu El Chalten gibt es sowohl Busse als auch die Alternative Autostopp zu machen.

 

13.3 Ushuaia

Öffentlicher Verkehr:

In Ushuaia verkehren 3 Buslinien: A, B und C welche grob gesagt die ganze Stadt überqueren.

Touristeninformation:

An der Avenida Maipu neben dem „Paseo de los Artesanes“ befindet sich ein Gebäude mit einem grossen blauen I-Zeichen. Dort drinnen erhält man sehr detaillierte Auskunft über sämtliche Ausflugsmäglichkeiten bzw. Sehenswürdigkeiten, welche von der Stadt aus erreicht werden können. Ausserdem kann man dort zwischen 12 verschiedenen Stempel-Modellen mit „Ushuaia, fin del mundo“ (Ushuaia, Ende der Welt) oder „Ushuaia, la ciudad mas austral del mundo“ (Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt) auswählen, welche man sich in den Pass hineinstempeln kann.

Outlet Winter- und Sportausrüstung:

In Ushuaia gibt es mehrere Outlets an der Hauptstrasse, allerdings ist der Popper-Outlet derjenige mit der meisten Auswahl und den besten Preisen.

 

14. Bolivien

14.1 Allgemeines

Landesgegebenheiten:

Bolivien ist ein weit unterschätztes Land. Hat man nicht das nötige Budget für eine Reise ins All oder auf einen anderen Planeten, dann muss man Bolivien bereisen: es ist dermassen faszinierend! Sollte man sich für eine Reise dorthin entscheiden, sollte man auch sicherstellen, dass man genug Tage einplant. Die Naturvielfalt, die atemberaubenden Landschaften und die besonderen Lebensbedingungen hierzulande haben es in sich! Genauso wie die Höhe (man lebt einen normalen Alltag auf ca. 4500m bzw. man wird während der Touren bis auf 5000 Höhenmetern mit dem Auto gefahren). Sollte man direkt von Meereshöhe (oder Ähnliches) nach Bolivien reisen und eher Probleme mit solchen Höhen haben bzw. unsicher sein, ob diese auftreten werden, ist es empfohlen Diamox oder andere Höhenkrankheit-vorbeugende Arzneimittel dabei zu haben.

Die Höhe ist auch temperaturtechnisch nicht zu unterschätzen, daher ist es erforderlich auch im Hochsommer (sehr) warme Kleider dabei zu haben. (siehe Uyuni Tipps und Tricks)

Als sehr billiges Land ist es nicht unbedingt auch ein unsicheres. Man kann heutzutage problemlos durch die Gassen von La Paz (als Tourist) schlendern ohne komisch angeschaut und sicherlich ohne ausgeraubt zu werden. Allerdings sollte man trotzdem ein offenes Ohr für die Ratschläge der Einheimischen haben und mit der Zeit selber entscheiden, was davon übertrieben und was davon wahr ist.

 

Fotografieren:

Das Fotografieren: ein grosses Thema! Beim Anblick so vieler traditionell gekleideter Frauen und faszinierend authentischen Alltagsszenen fällt man sehr schnell der Versuchung zum Opfer die Kamera auszupacken und reinzuzoomen. Nicht erlaubt! Und wir meinen es ernst! Den hiesigen Leuten gefällt es nicht fotografiert zu werden – ja nicht ohne im Voraus um Erlaubnis gefragt zu haben. Meistens erhält man jedoch auch dann eine negative Antwort, wenn man lieb darum fragt. Da bleibt einem nichts anderes übrig, ausser aus der Ferne und ziemlich unauffällig zu fotografieren. Ausserdem bieten sich eher sehr chaotische Strassen, überfüllte Märkte oder belebtere Nachbarschaften für – unauffällige – Nahaufnahmen.

 

Essen:

Das billigste Essen findet man in Bolivien auf dem Markt oder an den Strassenständen. (keine Angst, ist nicht unhygienisch und sicher durchgekocht, spreche aus Erfahrung!) Was man hierzulande sicherlich probieren muss sind folgende Sachen:

  • Lama-Fleisch
  • Salteñas (die bolivianische Variante von Empanadas)
  • Cuñape (Käsebrötchen)
  • die frischgepressten Fruchtsäfte an den Strassen- oder Marktständen
  • und die vielen regionalen und lokalen Spezialitäten

 

14.2 Uyuni

Touren von Uyuni aus:

Von Uyuni aus kann man 1-, 2- oder 3-Tagestouren machen. Diese sehen plus minus so aus:

1-Tagestour:

Man besucht den Zugfriedhof und Colchani (ein Dorf wo man traditionelle Sachen kaufen kann) und verbringt den Rest des Tages auf dem Salar (evtl. sieht man dort den Sonnenuntergang, man muss jedoch meistens explizit danach verlangen – dies ohne Aufpreis)

 

2-Tagestour:

Beinhaltet das gesamte Programm der 1-Tagestour mit Übernachtung in Alota und somit meistens keinen Sonnenuntergang auf dem Salar. Am zweiten Tag werden Valle de las rocas und 2-3 Lagunen besucht (wo man Flamingos sieht!)

 

3 Tagestour:

Die kompletteste Tour von allen. Sie beinhaltet das gesamte Programm der 2-Tagestour und führt einen weiter bis Laguna Colorada und Geysire. Man sollte darauf bestehen, dass sie die erste Übernachtung in Uyuni ist, und nicht in Alota, damit man den Sonnenuntergang auf dem Salar sieht. Der Preis beträgt ca. 750 Bolivianos für die 3-Tagestour. (exklusive. 150 Bolivianos Eintritt in den Nationalpark) [Preisstand 2018]

Sollte man sich für die 2- aber vor allem für die 3-Tagestour entscheiden, sollte man sicherlich (sehr) warme Kleidung mitnehmen, da man Temperaturen von -10Grad erleben wird und die letzte Übernachtung in einfachen Hütten ohne Heizung auf 5000m stattfindet.

 

 

 

14.3 La Paz

Anreise von Uyuni:

Von Uyuni gibt es sehr viele Busverbindungen nach La Paz. Dabei kann man in der Kategorie Cama (wie ein Bett) oder Semicama (nach hinten verstellbarer Sitz) reisen. Die Semicama Kategorie ist sehr bequem und kosteneffektiver. Die billigste Variante ist mit Umsteigen in Oruro, aber manchmal fahren die Busse – obwohl ursprünglich als Umsteige-Variante verkauft – durch bis La Paz. Der Preis beträgt 65 Bolivianos / Person und Fahrt. [Preisstand 2018] Für die anderen Busse bzw. höheren Komfortkategorien liegt die Preisspanne zwischen 90 und 150 Bolivianos. [Preisstand 2018] Es empfiehlt sich eher vor Ort zu verhandeln und zu buchen und nicht online, da einem auf diese Art viel mehr Optionen offenstehen.

 

Sehenswürdigkeiten in La Paz:

La Paz ist keine schöne, La Paz ist eine besondere, spezielle, eindrucksvolle Stadt. Sie ist eine Grossstadt, allerdings sollte man derer Gegebenheiten hier nicht unbedingt erwarten. Bei La Paz handelt es sich um eine Grossstadt, welche in einer sehr eindrücklichen Höhe eine Brücke zwischen dem traditionellen Dorf- und Bergleben und der Moderne bildet. Ein Must-See sind der Aussichtspunkt Mirador Killi Killi und die mittlerweile selbstständige Stadt El Alto (früher ein Stadtteil von La Paz). In El Alto sollte man die Cholets (prunkvolle Bauten von Ladenbesitzern mitten in alten und armen Nachbarschaften) und die Mamani Mamani Wohnblöcke suchen.

http://gttp.blogs.upv.es/2016/02/17/los-murales-de-mamani-mamani-en-el-alto-bolivia/

 

Herumreisen:

 Zum ö. V. in La Paz (und wenn man Spanisch versteht) findet man ausführliche Informationen auf

http://tokitan.tv/como-moverse-transporte-publico-la-paz-bolivia

Man kann grundsätzlich zwischen Micros (ähnlich wie Linienbusse mit einer Nummer und einer genauen Linienführung, welche unabhängig von der Anzahl an Fahrgästen fahren), Minis (die kleinere Variante der Micros, meistens Minivans) und Trufis (genau wie die Micros oder Minis, jedoch fahren sie erst ab wenn sie eine gewisse Anzahl Fahrgäste haben) wählen mit Durchschnittspreisen von 1-1,5 Bolivianos pro Person und Fahrt. [Preisstand 2018]

Abgesehen davon gibt es in La Paz das neue Gondelbahnnetz, welches unterschiedliche Stadtteile (inklusive El Alto) miteinander verbindet und einem somit den Stau erspart. Der Preis pro Fahrt und Person beträgt hier 3 Bolivianos. [Preisstand 2018] Sollte man eine Gondelbahn-Karte besitzen und keine Einzeltickets kaufen, erhält man nach der ersten Fahrt einen reduzierten Preis für sämtliche weiteren am gleichen Tag befahrenen Strecken.

 

15. Ecuador 

15.1 Galapagos

15.1.1 Allgemeines:

Es gibt 4 bewohnte Inseln in den Galapagos: San Cristobal, Santa Cruz, Isabela und Floreana. Letztere ist allerdings sehr klein, sehr weit weg von den anderen und somit (fast) nicht touristisch. Auf den Inseln San Cristobal und Santa Cruz gibt es je einen Flughafen: während ersterer der angenehmere ist, da er ziemlich nah am Zentrum liegt, ist letzterer – trotz seiner mühsamen Lage – der populärere und grössere von Zweien.

Während Isabela zwar flächenmässig die grösste Insel ist, ist Santa Cruz die entwickelste und abwechslungsreichste von allen. Dabei ist auch Puerto Ayora (die Stadt in Santa Cruz) die grösste.

 

Mobilität zwischen den Inseln:

Zwischen den 3 grossen Inseln: San Cristobal, Santa Cruz und Isabela gibt es tägliche Bootsverbindungen und etliche Reiseagenturen vor Ort über welche man die Fahrkarten buchen bzw. kaufen kann.

Zwischen San Cristobal und Santa Cruz bzw. Santa Cruz und Isabela gibt es täglich 2 Verbindungen: morgens um ca. 7 – 7:30 Uhr und nachmittags um 14 – 14:30 Uhr. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden und kann (je nach Strömung) ziemlich wackelig werden. Der Preis beträgt offiziell 30 USD / Person und Fahrt, dieser kann allerdings auf 25 USD / Person und Fahrt runterverhandelt werden. [Preisstand 2018]

Zwischen San Cristobal und Isabela gibt es nur eine Verbindung täglich. Da man keine Direktverbindung hat, muss man das Boot morgens nach Santa Cruz nehmen, dort bis am Nachmittag warten und das Nachmittagsboot nach Isabela. Daher beträgt der Preis das Doppelte, nämlich 60 USD / Person und Fahrt [Preisstand 2018], da man eigentlich 2 Fahrkarten benötigt.

 

Bargeld beziehen auf den Inseln:

Während es auf San Cristobal und Santa Cruz mehrere Geldautomaten gibt, findet man auf Isabela keine. Daher muss im Voraus für Bargeld gesorgt werden, da die wenigsten Sachen mit Kreditkarte bezahlt werden können. (meistens nur Restaurants und grössere Läden) Die Internetverbindung ist allgemein ein Problem, daher ist auf Kreditkarten nicht unbedingt Verlass.

Die Geldautomaten auf San Cristobal funktionieren – aufgrund der sehr schlechten Internetverbindung auf der Insel – nicht immer, daher empfiehlt es sich immer extra Bargeld (für den Notfall) dabei zu haben. Auf der Insel Santa Cruz ist die Internetverbindung besser und daher auch das Beziehen von Bargeld problemlos möglich.

 

Wie Galapagos bereisen:

Die günstigere Variante um die Galapagos Inseln zu bereisen ist auf die einzelnen Inseln selbstständig (wie oben beschrieben) zu fahren, dort zu übernachten und Tagestouren zu buchen. Obwohl es 3 Inseln und etliche Tour Möglichkeiten gibt, sollte man allerdings nicht länger als eine Woche einplanen. Wenn man eine Insel gesehen und 1-2 Touren gemacht hat, wird alles andere sehr ähnlich sein.

Die teurere Variante um die Galapagos Inseln zu bereisen ist eine Kreuzfahrt. Dabei kommt man eventuell an einigen Orten an, welche mittels Tagestouren (aufgrund ihrer Entfernung) nicht erreichbar sind. Abgesehen von der höheren Chance so die Galapagos-Pinguine zu sehen, sieht man allerdings genau das Gleiche wie bei den Tagestouren.

Allgemein muss man sich darauf einstellen, dass das Meiste, was Galapagos zu bieten hat unter Wasser anzutreffen ist. Daher muss man entweder nichts gegen Schnorcheln haben oder aber vertraut mit Tauchen sein. Alles andere wird ein wenig vogellastig (eintönig) und langweilig.

 

Tauchen in Galapagos:

Obwohl von Galapagos als Tauchparadies geschwärmt wird, ist dem nicht gerade so. Ja, man sieht die Hammerhaie (welche sonst viel tiefer anzutreffen und somit schwieriger oder nur beschränkt sichtbar sind) und viele Mantas, aber abgesehen davon ist das Unterwasserbild recht düster und farbenkarg. Da keine grossen Korallen sondern eher eine vulkanische Gegend die Landschaft prägen, sind lediglich die unter Wasser gesichteten Lebewesen (sollte man Glück haben) ein Highlight.

Die Tauchzentren ihrerseits sind eher auf Discover Scuba Diving spezialisiert, viele der Touristen die in Galapagos tauchen gehen verfügen über keine Lizenz, sondern machen es dort (probemässig) zum ersten Mal. Nicht selten kommt es dabei vor, dass diese Kunden mit erfahreneren Tauchern in einer durchmischten Gruppe landen, was nicht unbedingt zur Optimierung des jeweiligen Tauchganges führt. Vor allem wenn 2 Tauchgänge mit durchschnittlich 160 USD [Preisstand 2018] zu Buche schlagen, ist man – zu Recht – etwas genervt und enttäuscht im Nachhinein.

Sollte man (abgesehen vom Open Water Basiskurs) eine Fortsetzung der Tauchausbildung anstreben bzw. einen Rescue Diver Kurs oder sich in gewisse Tauchspezialitäten zertifizieren lassen möchten, ist man eindeutig am falschen Ort. Meistens fehlt den hiesigen Tauchzentren nicht nur dafür ausgebildetes Personal, sondern sogar das nötige Wissen um die vom Kunden gezielt gestellten Fragen zu beantworten und die dabei verwendeten Begriffe zu verstehen. Erwähnt man das Wort Spezialität, verstehen sie, dass es sich um einen speziellen Tauchgang handeln sollte und keineswegs um mehrere Tauchgänge mit der gleichen Thematik und anschliessender Zertifizierung auf dem Gebiet. Dies hält sie allerdings nicht vom Versuch ab, die angeblich vom Kunden gewünschten Dienstleistungen zu verkaufen und Preise für Pakete zu erfinden, die sie gar nicht anbieten können. Zwischen 250 USD und 450 USD für die gleiche Tauchspezialität-Zertifizierung – ich erhielt das gesamte Spektrum. [Preisstand 2018] Alles in Allem: eine sich in Grenzen haltende Begeisterung bzw. eine Enttäuschung.

 

15.1.2 San Cristobal:

In bzw. von San Cristobal aus kann man mehrere Touren buchen, wir empfehlen allerdings folgende:

  • die 360° Tour – eine Umrundung der gesamten Insel mit Halt an den Markenzeichen (wie Kicker Rock) und die beste Variante um alles zu sehen, was die Insel zu bieten hat. Die Tour dauert von morgens um 7 bis nachmittags um ca. 16 Uhr und kostet 150 USD / Person. Der Preis ist allerdings meistens verhandelbar und Preissenkungen bis auf 130 USD / Person sind kein Einzelfall. [Preisstand 2018]
  • die Landestour in den Norden der Insel – eine Tour welche Sehenswürdigkeiten wie den Cerro Junco, die Tortugueria (Schildkröten Zuchtstation) und den Punto Chino-Strand (auf Wunsch auch das Baumhaus) beinhaltet. Diese lässt sich am billigsten direkt mit einem Taxifahrer vereinbaren. Alle Taxifahrer wissen davon und bieten sie auch an (vorausgesetzt man spricht sie selber darauf an!) Der Preis beträgt zwischen 60 und 70 USD / Taxi und Tour. (im Gegensatz zu 80-90 USD / Person bei den Reiseagenturen) [Preisstand 2018]

Längere Tagestouren wie beispielsweise auf die Insel Española werden zwar angeboten, sind aber nicht zu empfehlen, da man aufgrund der Entfernung 200 USD / Person zahlt um ¾ der Zeit im Boot dorthin und zurück zu verbringen und eigentlich sehr wenig Zeit auf der Insel selber zur Verfügung hat. [Preisstand 2018]

 

15.1.3 Isabela:

In bzw. von San Cristobal aus kann man mehrere Touren buchen, wir empfehlen allerdings folgende:

  • Vulkan Sierra Negra – eine einfache Lauftour (die man eigentlich problemlos alleine machen könnte, wobei man aber leider von der Nationalpark-Verwaltung gezwungen wird, diese über eine offizielle Tour zu buchen) zum Vulkan und zurück. Die Tour dauert höchstens einen halben Tag und kostet zwischen 30 und 35 USD / Person. [Preisstand 2018]
  • Längere Vulkantour mit Besichtigung einer Schwefelmine (Mina de Azufre). Wir haben diese Tour allerdings nicht gemacht.
  • Los Tuneles – das Markenzeichen Isabelas: eine tunnelförmige Felsformation im Wasser, wo man schnorcheln kann. Es handelt sich dabei um eine Halbtagestour in Wert von ca. 140 USD / Person. Wir haben diese Tour nicht gemacht.
  • Tintoreras – die billigere Variante von Los Tuneles. Der Preis beträgt ca. 70 USD / Person. Wir haben diese Tour nicht gemacht.
  • Tauchen bei Isla Tortuga – der Ort ist nichts Spezielles, die Tauchgänge hier auch nicht. Der Preis ist (verhältnismässig) ziemlich hoch: 160 USD / 2 Tauchgänge. [Preisstand 2018]
  • selbstständig die Reserva Nacional de Isabela erkunden – eine ca. 5 km lange Fahrradstrecke vom Zentrum der Stadt bis hin zu Muro de las lagrimas. Auf dieser Strecke sieht man Schildkröten im Freien, schöne Strände (höchstens empfehlenswert: Playa del Amor!) und man kommt zu guten Aussichtspunkten. Ein Fahrrad für diesen Halbtagesausflug kann man überall in der Stadt für lediglich 15 USD / Tag mieten. [Preisstand 2018]

 

15.1.4 Santa Cruz:

In bzw. von Santa Cruz aus kann man mehrere Touren buchen, wir empfehlen allerdings folgende:

  • North Seymour Island – eine ¾ Tagestour auf die North Seymour Insel mit einem weiteren Halt zum Schnorcheln. Dabei kann man sehr viele Vögel und Leguane aus extremer Nähe sehen während man ca. 2 Stunden Zeit zur Verfügung hat um diese zu geniessen. Die Tour kostet 130 USD / Person. [Preisstand 2018] North Seymour wird sehr oft auch als Tauchtour angeboten, ist aber nicht zu empfehlen. Aufgrund der einfachen Bedingungen gehen sämtliche „Discover Scuba Diving“-Gruppen dorthin, so dass es zu Staus unter Wasser kommt und es keinen Spass mehr macht, da man mehr Taucher als Fische vor der Tauchbrille zu sehen bekommt.
  • Plazas Island – eine ¾ Tagestour auf die Plazas Insel mit einem weiteren Halt zum Schnorcheln. Dabei kann man sehr viele Seelöwen und Vögel extrem nah beobachten und Leguane sehen während man ca. 2 Stunden Zeit zur Verfügung hat um diese zu geniessen. Ein kleiner, hier anzutreffender Kaktuswald ergänzt die Vulkanlandschaft auf spezielle Art. Die Tour kostet 160 USD / Person. [Preisstand 2018]
  • Tour de la Bahia – eine Halbtagestour der Bucht (inkl. las Grietas, Canal del Amor, Playa de los Perros, los Lobos) – fast die abwechslungsreichste Tour der Insel. Der Preis beträgt zwischen 30 und 35 USD / Person. [Preisstand 2018]
  • Tauchen bei Gordon Rocks – da hier die Strömung sehr stark ist, muss man eine gewisse Anzahl Tauchgänge bereits nachweisen können (je nach Tauchzentrum zwischen 15 und 50 :-)) Da die meisten Leute jedoch Angst vor starken Strömungen haben, ist dies kein überfüllter Tauchort, lediglich 1-2 Boote pro Tag fahren dorthin. Ausserdem ist hier die Chance sehr gross ganze Gruppen von Hammerhaien und Mantas zu sehen. Der Preis beträgt zwischen 160-180 USD / 2 Tauchgänge. [Preisstand 2018]

 

15.2 Quito

Anreise vom und zum Flughafen:

Beim Flughafen gibt es mehrere Buslinien welche ins Zentrum bzw. in unterschiedliche Quartiere fahren. Der Preis pro Fahrt und Person beträgt (je nach Strecke) zwischen 1 und 2 USD. [Preisstand 2018] Die teurere Variante wäre der Flughafen-Express Bus, welcher einen Preis von 8 USD / Person und Fahrt hat. [Preisstand 2018]

 

Öffentlicher Verkehr:

Die Busse innerhalb der Stadt sind ziemlich billig. Man kann praktisch die ganze Stadt für lediglich 0,25 USD / Person [Preisstand 2018] durchqueren. Steigt man von einem Bus in den anderen um, muss man keine neue Fahrkarte kaufen. Dies ist nur der Fall wenn man von den Bussen auf die Ecovia umsteigt.

 

Langstreckenbusse:

Die Langstreckenbusse verkehren ab den zwei Haupt-Busbahnhöfen der Stadt: Terminal Carcelen und Terminal Quitumbe, wobei letzterer der grössere ist.

 

Sehenswürdigkeiten:

Abgesehen vom Zentrum der Stadt, welches an die spanische Kolonialzeit erinnert, hat Quito nichts Spezielles zu bieten. Daher empfiehlt es sich einen nicht allzu langen Stadtaufenthalt einzuplanen.

 

16. Französisch Polynesien

16.1 Nuku Hiva

Anreise vom und zum Flughafen:

Der Flughafen befindet sich in der sogenannten Terre deserte (Wüstenregion) auf der einen Seite der Insel während die Ortschaft Taiohae auf der entgegengesetzten Seite liegt. Die Entfernung zwischen den zwei Punkten beträgt ca. 50 km und es muss mit einer ca. einstündigen Autofahrt gerechnet werden. Die einzige Möglichkeit ins Dorf zu kommen ist ein Taxi zu nehmen. Der Preis beträgt 3000 XFP / Person und Fahrt wenn man direkt beim Taxifahrer bucht. [Preisstand 2018] Bucht man über ein Vermittlungsbüro im Dorf, muss man 4000 XFP / Person und Fahrt hinblättern. [Preisstand 2018]

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

Auf der Insel gibt es einige Tour- bzw. Spaziergangsmöglichkeiten. Man kann eine einstündige Wanderung bis Baye Colette machen und die Ruhe der fast einsamen Bucht geniessen. Während man dabei die ganze Hauptstrasse des Dorfes ablaufen muss bevor man sich den Hügel hinauf begibt und der Markierung folgt, hat man die Chance auch die ganze Siedlung zu sehen und etwas einheimische Luft zu schnappen.

Will man etwas weiter gehen, kann man einen Bootsausflug bis Hakaui Bay machen. Hier kann man bei Einheimischen essen. Ein komplettes Menü mit Wildschwein-Fleisch kostet 1.000 XFP [Preisstand 2018] Wem das zu viel ist, der kann sich für einen der vielen Fruchtsäfte und Glaucés entscheiden, die sonst noch dort verfügbar sind. Es ist eine sehr schöne Erfahrung und man erhält somit Einblick in das echte hiesige Leben.

Für die Wanderfreudigen gibt es noch die Möglichkeit bis zum Wasserfall zu gehen. Die Wanderung dauert ca. 2 h / Weg und der Preis beträgt 1.000 XFP / Person. [Preisstand 2018] Da man über Privatland unterwegs ist, muss man den dort wohnenden Einheimischen vor dem Start diesen Betrag bezahlen.

 

 

Um die ganze Insel zu erkunden reichen 2-3 Tage aus.

 

Tauchen:

Es gibt einen einzigern Tauchshop, allerdings sehr schlechte Visibilität und wenig Unterwasserleben.

 

16.2 Huahine

Allgemeines:

Bei Huahine handelt es sich um 2 miteinander durch eine Brücke verbundene Inseln: Huahine-Nui und Huahine-Iti. Auf Huahine-Nui (die grössere der zwei) befindet sich das grösste Dorf: Fare. Huahine-Iti ist abgelegener, aber viel belebter, einheimischer geprägt, weniger touristen-gewöhnt und die Leute daher freundlicher. Wenn man hier übernachtet ist die Mobilität das Einzige Problem. Man sollte dies daher bei der Übernachtungsbuchung verhandeln bzw. ein Paket bestehend aus Übernachtung und Auto-/Scootermiete kaufen. Im Internet gibt es viele Homestays bzw. Lodges, die das so anbieten.

Die ganze Insel ist tot am Wochenende, unter der Woche jedoch nicht viel belebter. 1-2 Tage hier sind mehr als genug.

 

Übernachtungsmöglichkeiten und Unterkünfte:

Wir unsererseits übernachteten in Fare, auf Huahine-Nui, da wir uns etwas ganz anderes darunter vorstellten. Der billigste Übernachtungspreis in Fare ( auf Huahine-Nui) schlägt mit 2.000 XFP / Person und Nacht im 8-Bett Zimmer auch schon recht zu Buche. [Preisstand 2018]

 

Anreise vom und zum Flughagen:

Der Flughafen befindet sich lediglich 3 km von Fare entfernt. Möchte man diese jedoch nicht zu Fuss zurücklegen, muss man mit der Unterkunft vereinbaren, dass sie einen abholen bzw. bringen. Der Preis beträgt meistens zwischen 500 und 1000 XFP / Person für beide Transfers (Abholen am Anfang des Aufenthaltes und Bringen am Ende dessen). [Preisstand 2018]

 

Internetverbindung:

Die Internetverbindung ist nicht nur sehr schlecht, sondern auch ungerechtfertigt teuer. Sei es man kauft sich eine SIM-Karte mit mobilen Daten (gültig in ganz Französisch Polynesien) für 850 XFP mit Null Megabites inbegriffen und man zahlt 500 XFP / 100 Megabites [Preisstand 2018] oder man entscheidet sich für die Angebote der Restaurants: 500 XFP / h – auf Huahine muss man ein Vermögen ausgeben wenn man Internet möchte.

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

Es gibt zwei Möglichkeiten die Insel zu erkunden: entweder man mietet ein Auto oder ein Scooter. Während ein Auto zwischen 6.000 -6.700 XFP / 8 h oder 6.700 – 9.800 XFP / 24 h kostet, sind die Scooterpreise etwas tiefer und liegen bei 3.500 XFP – 4.000 XFP/ 8h oder 4.700 XFP / 24h. [Preisstand 2018] Um alles zu sehen und beide Inseln zu erkunden – Huahine-Nui und Huahine-Iti – reichen 8 h durchaus. Wenn das Wetter mitmacht würden sogar 4 h genügen.

Abgesehen von der Inselerkundung auf eigene Faust gibt es zahlreiche Angebote an überteuerten Picnic- und Schnorcheltouren mit Preisen bis zu 95.000 XFP / 2 Personen / 3,5 h. [Preisstand 2018]

 

Tauchen:

Auf der Insel gibt es 2 Tauchshops, welche jedoch fast immer zu sind oder aber einen arrogant behandeln und nicht tauchen gehen wollen. Sie machen keinen seriösen Eindruck.

 

16.3 Raiatea

Allgemeines:

Raiatea ist zwar eine kleinere, dafür viel belebtere Insel als Huahine. Ein lebendiges Zentrum, mehrere Supermärkte (mit grosser Auswahl an Produkten), ein echter Markt und viele mögliche Spaziergänge tragen dazu bei, dass Raiatea nicht mal annäherungsweise so langweilig wie die Nachbarinsel Huahine ist.

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

Man kann auch hier ein Scooter (oder Auto) mieten und die Insel erkunden. (Preis uns leider nicht bekannt) Von einigen archäologischen Marae-Spuren bis hin zu dichten Wäldern und schönen Aussichtspunkten – die Insel hat Vieles zu bieten.

Ausserdem gibt es kleine Katamarane (12 Passagiere), welche eine 1-2 wöchige Kreuzfahrttour in Französisch Polynesien machen und ebenfalls in Raiatea anhalten. Interessierte können beim Tourismusbüro anfragen und auch hier einsteigen.

 

Tauchen:

In Raiatea gibt es mehrere Tauchshops, welche einen viel seriöseren Eindruck als jene in Huahine machen.

 

16.4 Papeete

Allgemeines:

Papeete ist eine ziemlich grosse Stadt, daher benötigt man sicherlich 2-3 Tage um sie – und die Insel Tahiti – zu erkunden. Der ö.V. ist zwar vorhanden, verkehrt jedoch nur spärlich und es gibt keinen echten Fahrplan, die Einheimischen behaupten sogar, dieser zusammen mit der Linienführung würden sich nach Lust und Laude des Fahrers ändern. Um alles zu erkunden, sollte man ein Scooter zur Verfügung haben. Diese kann man (unseres Wissens nur) am Flughafen mieten. Der Preis beträgt 3500 XPF / Tag- Preisstand 2018]

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

Papeete selber hat Vieles zu bieten: eine Uferpromenade, einen einheimischen Markt, ein Leuchtturm von historischer Bedeutung sowie einen Strand mit schwarzem Sand.

Möchte man sich ausserhalb der Stadt begeben und den Rest der Insel erkunden, so bieten sich unzählige Wanderungen sowie eine schöne Inselumrundungstour.

Ein Must-Do sind ebenfalls die Roulottes, zu Küchen umgestalteten Wohnwagen, welche donnerstags bis sonntags – jeweils am Abend – ihre Tische und Stühle in einem der Pärke der Stadt aufstellen und zum leckeren Abendessen einladen.

Wenn man sich in Papeete befindet, muss man sich ebenfalls einen Tag für das beliebteste Ziel der Einheimischen reservieren: die nicht weit gelegene Insel Moorea.

 

Tagesausflug nach Moorea:

Moorea ist eine Nachbarinsel von Tahiti und das Wochenendziel der Einheimischen. Viele von ihnen besitzen sogar Ferienhäuser dort. Aufgrund ihrer schönen Lage in einer Lagune und der somit paradiesischen Stränden ist es ebenfalls der Standort vieler 5-Sterne Luxus-Hotels und Resorts, welche Bungalows auf dem Wasser anbieten und somit eine Art „Bora-Bora“ in der Nähe von Tahiti entstehen lassen.

Moorea befindet sich ca. 50 km von Tahiti entfernt und ist sehr einfach mit einer Fähre zu erreichen. Es gibt zwei Fähren, welche die Strecke Papeete-Moorea und retour mehrmals am Tag zurücklegen: Aremiti (http://www.aremiti.net) und Terevau. (https://www.terevau.pf/en/). Preislich gibt es keinen Unterschied zwischen den zwei Firmen. Der Preis beträgt 1160 XPF / Person und Weg (oder 2320 XPF / Person hin und zurück) und 1000 XPF / Scooter / Weg. (2000 XPF hin und zurück). [Preisstand 2018] Weitere Informationen bezüglich ihres Fahrplanes findet man auf ihren eigenen Webseiten.

Um die Insel zu erkunden benötigt man einen Tag und ein Transportmittel. Man kann auf Moorea selber ein Scooter mieten, oder aber in Papeete und dieses auf die Fähre mitnehmen. Preislich ist es vermutlich ziemlich ähnlich.

In Moorea selber kann man zu den Aussichtspunkten fahren, die ganze Insel umrunden, ein Cocktail am Strandrand schlürfen, tauchen gehen oder einfach faul am Strand liegen. Wer ein bisschen Luxus-Feeling schnuppern möchte, kann einfach in einem der Cafés oder Restaurants der Luxus-Resorts etwas trinken. Diese sind nicht nur den Hotelgästen zugänglich und befinden sich meistens am Strand, so dass man fast durch die ganze Resort-Anlage spazieren muss, bis man sie erreicht. Somit hat man eine Möglichkeit, die Bungalows und die paradiesischen Strände zu sehen, obwohl man nicht dort übernachtet.

Hier eine kleine Karte mit den verschiedenen Routen auf der Insel:

Wer Kokosnusswasser gern hat, der darf hier in Moorea gerade Grosseinkauf machen. An der Strasse (auf unserer Karte mit „coconut water“ markiert) findet man das billigste Kokosnusswasser in ganz Französisch Polynesien: 300 XPF / 1,5 l. [Preisstand 2018]

 

Tauchen:

In Papeete und in der Phaeton Bucht (Phaeton Bay – auf der anderen Seite der Insel Tahiti) gibt es Tauchzentren. Das Tauchen hier ist allerdings nichts Spezielles. Was sich aber durchaus lohnt ist ein Abstecher nach Moorea und einige Tauchgänge dort. Einfach herrlich!

In Moorea gibt es viele Tauchshops, aber nur ein einziges Tauchzentrum – Moorea Fun Dive – ist selbstständig und nicht Teil eines Luxus-Resorts. Ich hatte eine sehr gute Erfahrung mit dem Personal hier und kann es wärmstens weiterempfehlen. Ausserdem sind die Tauchgänge hier wirklich traumhaft schön! Hier eine Übersichtskarte mit ihren Tauch-Sites sowie ihren Kontaktinformationen.

 

17. Tuvalu

Allgemeines:

Tuvalu ist ein Staat im Südpazifik bestehend aus mehreren Inseln und Atollen. Das Hauptatoll ist Funafuti, wo sich auch der einzige (internationale) Flughafen befindet. Die Hauptinsel des Funafuti-Atolls ist Fongafale, wo sich das Zentrum des hiesigen Lebens befindet. Die anderen Inseln des Funafuti-Atolls sind teilweise bewohnt und nur via Boot erreichbar, teilweise unbewohnt und Bestandteil der sog. Marine Conservation Area. Das Hauptatoll sieht so aus:

Und Fongafale, die Hauptinsel des Funafuti-Hauptatolls so:

Dem kleinen Südpazifikstaat droht aufgrund der Klimaerwärmung und des somit steigenden Meeresspiegels sogar das Verschwinden. Obwohl zurzeit mehrere Hilfsprojekte und Zusammenarbeiten mit anderen Pazifikstaaten und Weltorganisationen bestehen, wird das Land von Touristen immer noch gerne übersehen und ist somit der am wenigsten besuchte Ort der Welt. Dabei lässt sich Tuvalu sehr einfach bereisen, die Kommunikation mit den Einheimischen gestaltet sich sehr einfach (da alle Englisch sprechen) und die Kriminalität liegt wortwörtlich bei Null. Man kann den Schlüssel im Motorrad stecken lassen und es wird nicht gestohlen, man kann nachts auf der Strasse spazieren und man wird nur angelächelt oder (eventuell aus Neugierde) kurz angesprochen: es ist ein sehr sicheres Land – vermutlich sogar das sicherste auf der ganzen Welt. Laut den Einheimischen droht einem potentiellen Verbrecher aufgrund der sehr geringen Grösse des Landes. die Rebellion der gesamten Inselbevölkerung und der soziale Tod – was sich offensichtlich keiner antun möchte.

Was man allerdings als Tourist in Kauf nehmen muss sind an jeder Strassenecke rufende und winkende Kinder und freundliche, einen immer anlächelnde Erwachsene.

Über Tuvalu gibt es im Internet nur spärliche Informationen, auf welche man sich nur teilweise verlassen kann, da sie nicht aktualisiert wurden. Wer sich jedoch einen Überblick verschaffen möchte, findet auf folgenden Webseiten einige Hinweise:

www.timelesstuvalu.com (die Infos zu den Unterkünften stimmen zum Teil nicht mehr bzw. die Telefonnummern oder Email-Adressen sind teilweise nicht mehr aktuell bzw. vom Ausland aus nicht erreichbar)

www.janeresture.com (vor allem interessant für die ziemlich übersichtlichen Karten sowohl des Hauptatolls sowie der Lage der anderen Tuvalu-Inseln)

hoffentlich nun auch:

https://depedrum.mnemosyna.ch (upgedatet mit Infos aus dem Jahr 2018) 🙂

Äusserst wichtig zu wissen bevor man nach Tuvalu reist ist die Tatsache, dass es hierzulande keine Geldautomaten gibt, Kreditkarten nicht angenommen und Fremdwährungen nicht gewechselt werden. Abgesehen von Traveller’s Checks, welche die hiesige Nationalbank ab und zu akzeptiert, ist man ausschliesslich auf Bargeld angewiesen. Die hiesige Währung ist der Australische Dollar.

 

Anreise:

Tuvalu bzw. das Atoll Funafuti bzw. dessen Hauptinsel Fongafale ist mit dem Flugzeug von Suva, Fiji oder (seit 2018) Kiribati aus erreichbar. Flüge von und nach Suva verkehren dienstags, donnerstags, und samstags während die neu eingeführte Kiribati-Strecke lediglich mittwochs bedient wird.

 

Unterkunftsmöglichkeiten:

Das einzige Hotel der Insel, das Funafuti Lagoon Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Flughafens (ca. 200 m davon entfernt). Mit Zimmerpreisen zwischen 139 AUD / Nacht / Doppelzimmer (im Erdgeschoss) und 159 AUD / Nacht / Doppelzimmer (im 1. Stock) ist es eher die teurere Variante. Ist man auf der Suche nach billigeren Varianten, kann einem das Hotel ein Budget-Zimmer anbieten (man muss jedoch meistens explizit danach fragen!), welches 80 AUD / Nacht kostet. [Preisstand 2018]

Abgesehen vom Hotel gibt es auf der Insel Fongafale verschiedene Lodges. Esfam Lodge, Filamona Lodge, L’s Lodge und Luta’s Homestay (besser bekannt als Tesae’s Place) sind nur einige der Optionen. Derer Preise sind ziemlich ähnlich: während die Normaltarife zwischen 70 und 90 AUD / Nacht / Zimmer liegen (Frühstück und Klimaanlage inbegriffen) kann man auch die Luxus-Variante für 130 AUD / Nacht / Zimmer (L’s Lodge) oder die Budget-Option für 60 AUD / Nacht / Zimmer (Filamona’s Lodge – allerdings ohne Klimaanlage, was bei hiesigen Temperaturen gewöhnungsbedürftig ist). . [Preisstand 2018] Sämtliche Lodges bieten einem eine Preisreduktion an ab einem 4-tägigen Aufenthalt.

Eher ein Geheimtipp ist das von uns hier entdeckte Luta’s Homestay. Da es noch nicht so lange als Homestay funktioniert, kennen es die Einheimischen gar nicht unter diesem Namen, sondern eher als Tesae’s Place (der Name der Eigentümerin). Mit Preisen zwischen 80 AUD – 130 AUD (je nach Zimmergrösse – Klimaanlage und Frühstück inbegriffen) [Preisstand 2018] scheint es sich nicht so sehr von den anderen Angeboten zu unterscheiden. Die Einrichtung jedoch: eine grosse und sehr gemütliche gemeinsame Stube, eine sehr grosse und gut ausgestattete moderne Küche für den Eigengebrauch) bietet es jedoch viel mehr als die anderen an. (eignet sich auch für Budget-Reisende gut, welche nicht täglich in einem Restaurant essen und somit Geld ausgeben wollen). Plant man einen längeren Aufenthalt bzw. ist man bereit auf das Frühstück zu verzichten, kann man mit der Eigentümerin sehr gut eine Preisreduktion aushandeln.

 

Telekommunikation und Internet:

Tuvalu verfügt seit 2018 über ein LTE-4G Netzwerk (es ist kein Witz!!!). Die Verbindung ist gar nicht langsam, normale Kommunikation und Surfen sind sehr gut möglich – um Videos online zu streamen bzw. anzuschauen sollte man jedoch eher warten, bis die gesamte Inselbevölkerung am Schlafen ist. 🙂

Da die 4G-Frequenz hierzulande eine spezielle zu sein scheint, muss man vor dem Kauf einer Daten-SIM-Karte sein Mobiltelefon zuerst überprüfen lassen, ob es überhaupt kompatibel ist. (Apple scheint jedoch nicht zu funktionieren – sorry Apple-Fans, ihr müsst euch noch gedulden, bis Tuvalu einen Spezialvertrag mit dem Unternehmen abschliesst – was jedoch gar nicht so undenkbar wäre! :-))

Direkt neben dem Flughafen und dem Polizeiamt befindet sich das Tuvalu-Telecom-Gebäude. Hier kann man sowohl das Mobiltelefon checken als auch (im Glücksfall) die SIM-Karten kaufen. Eine SIM-Karte kostet 10 AUD, dabei sind 5 AUD als Guthaben im E-Wallet bereits vorhanden. [Preisstand 2018] Weiteres Guthaben kann man entweder bei der Telecom selber oder aber in (fast) allen Shops auf der Insel kaufen. Tipp: die Telecom-App vorher herunterladen, so spart man 30 MB von den gekauften Daten. Anbei eine Übersicht der verfügbaren Abo- bzw. Datenpläne:

 

Gesundheit:

Tuvalu hat ein Krankenhaus. Das Princess Margaret Hospital befindet sich in der Nähe des Town-Councils. Sowohl die Konsultationen als auch die verschriebenen Arzneimittel (die einzige Apotheke der Insel befindet sich ebenfalls im Krankenhaus) sind GRATIS! Viele der hier behandelnden Ärzte kommen aus Europa, Asien oder Fiji.

 

Einkaufsmöglichkeiten:

Auf der Insel Fongafale gibt es ziemlich viele kleinere und grössere Läden, welche Lebensmittel, Kleider, Handwerker-Sachen, Spielzeuge, Alltagsgebrauch-Gegenstände usw. verkaufen. Eine gewisse Auswahl ist zwar vorhanden, diese beschränkt sich jedoch auf ein lediglich den Alltagsbedürfnissen angepasstes Muster. Aufgrund hiesiger Temperaturen sind Frischprodukte eher die Ausnahme (Früchte: nur Orangen und Äpfel vorhanden; Gemüse: nur Kartoffeln und Zwiebel) und Kühlprodukte eher selten und spärlich. Während man zwar ziemlich viel tiefgekühltes Fleisch und Fisch findet, muss man sicherlich auf Käse, Milch- und andere Fleischprodukte verzichten.

Die einzige Bäckerei – die Bäckerei des Town Councils ist täglich offen (unterschiedlich lang an Wochenenden) und bietet eine überraschend grosse Auswahl an Gebäck an: Brot in allen Grössen, Pancakes, Doughnuts, Kuchen, usw.

Obwohl man sich auf einer Insel befindet, wo einheimische Früchte wie: Kokosnuss, Ananas, Papaya usw. wachsen, werden diese nicht wirklich verkauft. Möchte man eine bekommen, muss man einen Einheimischen lieb bitten, dir eine von der Palme selber runterzunehmen. 🙂

Eine einheimische Spezialität ist Palmensaft – der sog. Toddy. Bei jeder zweiten Palme am Strassenrand sieht man eine Plastikflasche hängen. Der Palmenast wird abgeschnitten und die Flasche darunter angebunden. Im Laufe des Tages füllt sich diese mit der vom frisch abgeschnittenen Palmenzweig fliessenden Saft. Am Tag darauf wird die volle Flasche mit einer leeren gewechselt und der Palmenast um 0,5 cm weiter abgeschnitten. Diesen Saft kann man so trinken, oder aber man kann ihn kochen und den Red-Toddy gewinnen. Beim Kochen wird er dickflüssig und braun und erhält eine dem Honig sehr ähnliche Konsistenz. Um diesen Saft zu probieren muss man sich mit den Einheimischen anfreunden, da er leider nirgendwo verkauft wird.

Möchte man Toddy aus dem Land herausführen, muss man zuerst ein offizielles Papier vom Ministry of Agriculture dafür erhalten. Dieses muss man bis am Endziel der Reise bei sich haben und gegebenenfalls an den Zollkontrollen zeigen. Das Büro des Agriculture Departments in Tuvalu befindet sich im Regierungsgebäude (vis-à-vis vom Flughafen) im 1. Stock links. Die Kosten dafür belaufen sich auf 2 AUD.

 

Post:

Die einzige Poststelle Tuvalus ist montags bis freitags von 8-16 Uhr offen. Hier kann man Postkarten kaufen und verschicken. Die Versandkosten betragen (unabhängig vom Ziel) 1 AUD. [Preisstand 2018]

Abgesehen von der normalen Versand-Marke kann man hier einzigartige Briefmarken erwerben. Tuvalu scheint für viele wichtige Weltanlässe bzw. zu Ehren zahlreicher Persönlichkeiten und Ereignissen Spezialeditionen von Briefmarken herausgegeben zu haben (von der Queen bis hin zu den Frauen aus Starwars ist alles vorhanden). Diese sind alle bei der Post ausgestellt und zum Kauf angeboten.

 

Herumreisen:

Die Insel Fongafale ist etwa 10-12 km lang. Abgesehen von der Hauptstrasse, welche die gesamte Insel durchläuft gibt es am breitesten Punkt des Landfleckes etwa 4 Parallelstrassen. Insgesamt verfügt Tuvalu über ca. 10 km asphaltierte Wege. Will man die ganze Insel erkunden, mietet man am besten ein Motorrad. Diese sind an Vermietungszentren (z.B. vis-à-vis vom Town Council) oder (fast) in jeder Lodge erhältlich. Die Preise variieren zwischen 10 und 13 AUD / 24 h. [Preisstand 2018]

 

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:

In Tuvalu stehen einem mehrere mögliche Aktivitäten offen, allerdings muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass es keine Reiseagenturen gibt und man alles selber organisieren muss. Dies kann unter Umständen ziemlich langwierig bzw. zeitaufwändig sein, so dass es sich empfiehlt (je nach Absichten und Tourenwünschen hier) einen entsprechend langen Aufenthalt zu planen. Verweilt man lediglich 3 Tage hier, kann man vermutlich die Insel Fongafale nicht mal für einen Bootsausflug verlassen.

Mögliche Touren:

  1. Bootsausflug in die Marine Conservation Area (mit Schnorcheln und Tauchen)
  2. Besuch der Insel Funafala (mit dem Bootsausflug in die Conservation Area kombinierbar oder separat möglich)
  3. Besuch der Insel Amatuku und der dortigen Marine-Schule
  4. Tour der anderen Inseln: Vaitupu, Namumea, Nanumaga, Niutao, Nui, Nukufetau, Funafuti, Nukulaelae und Niulakita.
  1. Bootsausflug in die Marine Conservation Area

Die Tuvalu Marine Conservation Area besteht aus den (unbewohnten) Inseln Tepuka Savilivili, Fualopa, Fuafatu, Vasafua, Fuagea und Tefala. Will man in die Conservation Area gehen, auf diese Inseln Fuss setzen, dort schnorcheln oder sogar tauchen. (siehe detaillierte Infos beim Paragraphen „Tauchen“), muss man zuerst eine Erlaubnis von dem Kaupule (das hiesige Town Council bzw. Gemeindehaus) einholen. Es gibt nur eine Person, welche für diese Erlaubnisse zuständig ist, also muss man auch Glück haben, dass sich diese vor Ort befindet – ansonsten wird man einfach gebeten am darauffolgenden Tag zurückzukommen. (hier beginnen bereits die Probleme wenn man zu wenig Zeit eingeplant hat)

Das Gemeindehaus stellt einem dann ein Boot (samt Bootsfahrer) zur Verfügung und ermöglicht somit die Tour. Dabei darf man ziemlich frei seine Wünsche äussern. Man kann dem Bootsfahrer sagen, man möchte auf die Insel X spazieren gehen, bei der Insel Y schnorcheln, usw. Der Bootsfahrer steht einem praktisch zwischen 9 und 16 Uhr für den Besuch der Conservation Area zur Verfügung. (soweit es die klimatischen Bedingungen erlauben, selbstverständlich) Der Preis für die ganze Tour beträgt 200 AUD – inkl. 50 AUD Eintrittsgebühr in die Conservation Area. [Preisstand 2018] Dieser Betrag ist unabhängig vor der Anzahl Personen (jedoch auf die Maximalkapazität des Bootes beschränkt).

Meistens muss man die offene Rechnung erst nach der Tour bei dem Kassierer des Gemeindehauses begleichen.

Möchte man während der Tour schnorcheln, sollte man im Voraus sicherstellen, dass es genügend Schnorchelmasken auf dem Boot gibt – oder eine selber dabei haben. (in den hiesigen Chinesenshops auch erhältlich) Will man während der Tour auch tauchen, ändert sich am Gemeindehaus-Preis nichts, man muss allerdings noch weitere Sachen organisieren, auf die ich im Paragraphen „Tauchen“ näher eingehe.

 

  1. Besuch der Insel Funafala

Die Funafala-Insel ist eine ca. 30 Bootsminuten von Fongafale entfernte und von 5 Familien (ca. 20 Leuten) bewohnte Insel. Der Besuch dieser ist mit dem Bootsausflug in die Conservation Area kombinierbar oder separat möglich. Der Besuch der Insel an sich kostet nichts, man muss lediglich das Boot zahlen. Kombiniert man die Insel Funafala mit der Conservation Area Tour, erspart man sich doppelte Bootskosten, da man das Boot bereits für die Conservation Area gezahlt hat. Da kann man einfach dem Bootsfahrer mitteilen, man möchte am Schluss noch kurz auf die Funafala Insel und entsprechend Zeit dafür planen.

Will man an einem anderen Tag nur auf die Funafala-Insel gehen, muss man beim Gemeindehaus die Bootskosten von 150 AUD erneut zahlen. [Preisstand 2018] Es gibt auch Privatleute, welche bereit sind einem mit dem Boot hin und zurück zu fahren, diese verlangen jedoch meistens 200 AUD / Boot. [Preisstand 2018]

Auf der Insel Funafala gibt es auch ein Guesthouse. (Preis uns nicht bekannt) Man kann hier übernachten und auf Wunsch mit den hiesigen Inselbewohnern vereinbaren, dass sie für einen kochen. Dies sollte jedoch (lieber) mit dem Gemeindehaus bzw. dem Bootsfahrer oder Einheimischen, welche dort wohnende Familienmitglieder haben im Voraus besprochen werden, da ansonsten die Kommunikation mit der Insel Funafala direkt (fast) nicht möglich ist.

 

  1. Besuch der Insel Amatuku und der dortigen Marine-Schule

Die Insel Amatuku befindet sich unweit der Insel Fongafale und beherbergt die einzige Marine Schule des Landes, sowie ein kleines Guesthouse. Möchte man die Insel und die Marine-Schule besuchen, muss man den Kapitän der Schule im Voraus informieren bzw. seine Erlaubnis erhalten. Dies kann man relativ einfach telefonisch unter der Nummer 20039 tun.

Klappt die telefonische Kontaktaufnahme nicht, kann man sich via Email mit einem der dortigen Offiziere in Verbindung setzen:

wilsonpkaea@gmail.com

Ein Besuch der Amatuku Insel, der Marine-Schule (inkl. Mahlzeit und frisches Kokosnusswasser) kostet 50 AUD / Person. [Preisstand 2018]

Hat man dies im Voraus organisiert, lässt sich dieser Besuch im Prinzip auch mit der Marine Conservation Area Tour oder mit der Funafala-Insel kombinieren, um somit Bootskosten zu sparen. Ehrlich gesagt ist es jedoch nicht zu empfehlen die Amatuku-Insel mit der Conservation Area zu kombinieren, da der Besuch der Insel gute 2 Stunden in Anspruch nimmt, was die Zeit für die Conservation Area spürbar verkürzen würde.

Um die Insel Amatuku zu erreichen muss man jedoch nicht unbedingt ein Schnellboot haben. Das heisst, man kann einfach einen Einheimischen mit einem Kanu fragen, ob er bereit wäre nach Amatuku und zurück zu fahren. Wenn man keinen gerade findet, kann man bei den Fisheries nachfragen gehen, da sie alle Fischer mit Fischerbooten und Kanus auf der Insel kennen und ein Treffen mit diesen ermöglichen können. Sollte es sich beim Transportmittel schlussendlich um ein Kanu handeln, kann man einen Preis von 30-50 AUD / Boot erwarten. Der Betrag, den der Bootsfahrer erhalten möchte muss mit diesem direkt verhandelt werden. [Preisstand 2018]

 

  1. Tour der anderen Inseln: Vaitupu, Namumea, Nanumaga, Niutao, Nui, Nukufetau, Funafuti, Nukulaelae und Niulakita.

Es ist möglich von Fongafale aus auf die anderen Inseln zu gelangen. Es gibt zwei grosse Schiffe: Nivaga III und Manufolau (Cargo- und Passagierschiffe), welche unterschiedliche Strecken (jedoch nicht mit einem regelmässigen und immer gleich bleibenden Fahrplan) zurücklegen und dies ermöglichen. Die Fahrpläne dieser sind leider nicht online auffindbar und wird nur im Regierungsgebäude beim Fenster des Shipping Clerks (letzte Tür links im Untergeschoss des Gebäudes) aufgehängt.

Möchte man diese im Voraus kennen (um den Tuvalu-Aufenthalt entsprechend zu planen), kann man sich via Email an tegatalavai@gmail.com wenden. Dabei handelt es sich um die Email-Adresse der dortigen Angestellte, welche einem dann die aktuellen Quartal-Fahrpläne zusenden kann.

Es gibt Fahrten nur nach Vaitupu (Fahrt über nacht, Tag in Vaitupu, Rückfahrt über Nacht) oder aber nach Vaitupu kombiniert mit anderen Inseln. Dabei befindet man sich meistens nachts auf dem Boot, man bleibt 1 Tag auf einer Insel und reist nachts mit dem Boot weiter. Auf diese Weise kann man 2-mehrtägige Rundfahrten machen. Die Preise für solche Rundfahrten auf die Zentral- oder Nordinseln Tuvalus betragen 40 AUD / Person und Rundfahrt ohne Mahlzeiten und 55 AUD / Person und Rundfahrt mit Mahlzeiten. [Preisstand 2018]

Anbei der Fahrplan des aktuellen Quartals:

 

Tauchen:

Was das Tauchen in Tuvalu angeht gibt es so gut wie keine Informationen im Internet – ein einziger Artikel (siehe https://www.undercurrent.org/UCnow/dive_magazine/2002/Tuvalu200202.html aus dem Jahr 2002 – und nun meine Tipps – sind vorhanden.

Es gibt keine Tauchshops, keine Instruktoren – aber doch zertifizierte und sehr gute Taucher, welche vermutlich in extremeren Tiefen und Umständen als die Mehrheit der Tauch-Shop-Profis unterwegs waren und auf die man sich sorgenfrei verlassen kann. Man muss also keine Angst haben!

Man muss trotzdem vermerken, dass man selber über ein wenig Erfahrung verfügen sollte (es kann nie verallgemeinert werden, aber ich würde sagen Leute mit weniger als 30 Tauchgänge bzw. ohne eine sehr gute Buoyancy-Selbstkontrolle sollten es hier nicht unbedingt ausprobieren), da die hiesigen Leute, die sich bereit stellen können mit einem tauchen zu gehen lediglich den Weg Unterwasser zeigen und keineswegs die Aufsichtsfunktion eines Divemasters oder Instruktors übernehmen. Ausserdem muss man in der Lage sein sehr selbstständig und teilweise unter besonderen Bedingungen die eigene Tauchausrüstung zusammenzustellen und sich derer zu bedienen. Persönlich würde ich das hiesige Tauchen keinem Anfänger oder hinsichtlich seiner Fähigkeiten unsicheren Taucher empfehlen.

Die hiesige Unterwasserwelt hat Vieles zu bieten. Abgesehen von einem unglaublichen Farbenspektrum welches von Smaragdgrün bis hin zu Kristallblau und unbeschreiblichen Türkisnuancen alles Mögliche umfasst und es sogar einem Farbexperten schwierig machen würde diese zu benennen, schlafen auf dem hiesigen Meeresgrund etliche Wracks und Überreste von Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg. Je nach Tauchort verführen einen auch mystische Korallenwälder und unterschiedlich grosse und farbige Fische. Man sollte keineswegs einen Wow-Effekt wie auf Galapagos oder in Thailand beispielsweise erwarten, wo plötzlich ganze Schulen von Hammerhaien oder Gruppen von Schildkröten einem entgegenschwimmen, wo Mantas einen begrüssen und starke Farben die ganze Erfahrung beleben. Nein, das hiesige Tauchen versetzt einen nicht plötzlich in Sprachlosigkeit, sondern hat eher etwas Geheimnisvolles, etwas was zum Entdecken einlädt und – einmal die Entdeckungsreise gestartet – dann einen langsam verzaubert und mystisch wirkt. Mit etwas Glück (und eher selten) kann man in der Lagune sogar Walen, Delfinen, Haien und Mantas begegnen – dies sollte man aber nicht unbedingt erwarten!

Will man in Tuvalu tauchen, muss man allerdings mit einem grossen organisatorischen Aufwand rechnen. Auf Tuvalu selber wissen die Leute nur spärlich wo und wie man tauchen kann – allein das Gemeindehaus (Town Council) und die Fisheries sind diesbezüglich angemessene Ansprechpartner. Dabei hat man die Wahl innerhalb oder ausserhalb der Conservation Area zu tauchen. Die Tauchausrüstung und die Sauerstoffflaschen erhält man lediglich von den Fisheries. Diese verfügen über sehr moderne und qualitativ hohe Ausrüstung – man kann alles dort mieten, ausser Tauchcomputer. Dabei zahlt man 50 AUD / Tauchset und Tauchgang (Ausrüstung: BCD; Regulator, Maske, Gewichte, Flossen und Sauerstoffflasche). Für die Sets die man nicht persönlich sondern (falls man alleine unterwegs ist) für die sozusagen „dazugemietete“ ortskundige Begleitperson noch erhalten muss, zahlt man lediglich 10 AUD / Stück. [Preisstand 2018] Mein persönliches Beispiel: ich hatte vier Tauchgänge, war jedoch alleine unterwegs und musste für meinen lokalen ortskundigen Begleiter ebenfalls die Ausrüstung besorgen – sozusagen benötigte ich 8 Sauerstoffflaschen samt Ausrüstung. Dafür zahlte ich 240 AUD (200 AUD für meine persönlichen 4 Sets und je 10 AUD pro Set für die Begleitperson). [Preisstand 2018]

Die beste Kontaktperson bei den Fisheries ist der Hauptzuständige: Herr Semese Alefaio. Man kann versuchen ihn im Voraus via Email zu kontaktieren:

semalefaio@gmail.com

Wenn dies nicht klappen sollte, muss man sich keine Sorgen machen, da ihn alle Fisheries-Angestellten kennen und (falls er vor Ort und nicht auf anderen Inseln ist) es sehr einfach sein wird ihn auffindbar zu machen.

Tauchen innerhalb der Conservation Area: (teurere Variante)

Möchte man während der Bootstour in der Conservation Area auch tauchen, muss man dies selber organisieren. Die Organisationsarbeit besteht aus zwei Schritten: einerseits muss man den Ausflug in die Conservation Area planen und mit dem Town Council vereinbaren (wie oben beschrieben). Für das Tauchen in der Conservation Area entstehen keine zusätzliche Kosten seitens des Town Councils, man muss keine Erlaubnisse einholen oder Gebühren zahlen – in dieser Eintrittsgebühr von 50 AUD für den Marine Park ist auch das Tauchen inbegriffen.

Andererseits muss man sich selber um die Tauchausrüstung kümmern und diese (wie oben beschrieben) bei den Fisheries holen. Man kann allerdings mit dem Bootsfahrer vom Town Council vereinbaren, dass man morgens zuerst mit dem Boot bei den Fisheries anhält um die Sauerstoffflaschen und die ganze Ausrüstung direkt dort abzuholen.

Entstehende Kosten: Kosten für den Ausflug in die Conservation Area (beim Town Council zu zahlen) und Kosten für die Tauchausrüstung (bei den Fisheries zu zahlen).

 

Tauchen ausserhalb der Conservation Area: (günstigere Variante)

Möchte man ausserhalb der Conservation Area tauchen, muss man sich lediglich an die Fisheries wenden um die Tauchausrüstung zu erhalten und einen Bootsfahrer (und wenn das nicht der Bootsfahrer selber ist auch noch einen einheimischen Begleittaucher) zu finden, der einen an die Tauchorte bringt. Wie bereits erwähnt, da die Fisheries alle Fischer auf der Insel kennen, werden sie ziemlich einfach jemanden mit einem Boot (und jemanden, der tauchen kann) finden, der sich bereit erklärt einen herauszubringen. Den Preis dafür (Boot und Bootsfahrer und Begleittaucher) muss man dann mit den jeweiligen Personen selber verhandeln und vereinbaren, die Fisheries mischen sich da meistens nicht ein. Bekommt man ein Kanu (und kein Schnellboot) kann man – wie bereits oben erwähnt – mit ca. 30 – 50 AUD / Boot pro Tag und weitere 50 AUD / Bootsfahrer rechnen. Meistens ist der Bootsfahrer auch Taucher und er begleitet einen unter Wasser. Ist das nicht der Fall, muss man den Preis fürs Tauchenbegleiten mit dem einheimischen Taucher noch zusätzlich aushandeln. [Preisstand 2018]

Entstehende Kosten: Kosten für die Tauchausrüstung (bei den Fisheries zu zahlen) und Kosten fürs Boot und den Bootsfahrer (gegebenenfalls auch für die ortskündige Begleitperson die einen beim Tauchen begleitet) – direkt mit den entsprechenden Personen zu vereinbaren.

 

Ein Must-Do auf der Insel:

Verweilt man in Fongafale, muss man ab 16 Uhr entlang der Landepiste spazieren. Diese wird – da sie der grösste offene Platz der Insel ist – zum allgemeinen Versammlungs- und Spielplatz der Einheimischen. Hunderte bis tausende von bunt gekleideten Locals (und eine minimale Anzahl an hier arbeitstätigen Ausländern) lassen hier mit einer sportlichen Betätigung ihren Tag ausklingen. Während die jüngere Generation sich in zahlreichen Gruppen aufteilt und den Ballspielen widmet: Volleyball, Rugby, Fussball und das einheimische te ana; bildet die ältere Generation eher die – meistens auf den Motorrädern sitzende – Fankurve. Es ist ein einmaliger Anblick und eine unglaubliche Entdeckung: man biegt nur von der Strasse ab und man findet das ganze Dorf am Leben!

 

18. Fiji

18.1 Allgemeines

Fiji ist eine eher enttäuschende Erfahrung, vor allem wenn man zuvor bereits andere Inseln im Südpazifik gesehen hat. Hier hat es lauter unfreundliche und unzuverlässige Leute, man sollte keinem Taxifahrer vertrauen und sich auf keinen verlassen, vor allem nicht wenn sie einen früh morgens abholen müssen.

Um den – teilweise existierenden – ö. V. zu benutzen, muss man sich eine Karte kaufen, die landesweit gültig ist. Eine Variante wäre, die temporären Karten mit 5, 10 oder 20 FJD Guthaben zu kaufen. [Preisstand 2018] Diese können nicht wieder aufgeladen werden, man kann aber das darauf gebliebene Geld zurück erhalten wenn man in ein Vodafone-Zentrum geht. Die temporären Karten können in einem Vodafone-Zentrum oder direkt bei den Buschauffeuren bezogen werden.

Ansonsten kann man die persönliche, permanente Karte kaufen: diese ist wieder aufladbar, das Restguthaben kann jedoch beim Verlassen des Landes nicht zurückerstattet werden. Dieses kann nur in einem Vodafone-Zentrum bezogen werden. Um die Karte wieder aufzuladen, muss man in ein Vodafone-Zentrum oder in Kiosks und Supermärkte gehen.

 

18.2 Nadi

Obwohl die Einheimischen sagen, es gäbe keinen Bus vom Flughafen in die Stadt und umgekehrt, gibt es einen. Dieser fährt zwar nicht direkt bis zum Flughafen-Gebäude (nur die wenigsten), sondern bis zur Haltestelle an der Hauptstrasse direkt vor dem Flughafen. Die Kosten einer Fahrt in die Stadt betragen zwischen 0,68 – 1,11 FJD je nach Bus. [Preisstand 2018]

 

18.3 Suva

Obwohl die Einheimischen sagen, es gäbe keinen Bus vom Flughafen in die Stadt und umgekehrt, gibt es einen. Dieser fährt zwar nicht direkt bis zum Flughafen-Gebäude, sondern bis zur Haltestelle an der Hauptstrasse direkt vor dem Flughafen. Da man nachher allerdings ca. 300m bis zum Flughafen-Gebäude zu Fuss zurücklegen muss, ziehen die Einheimischen diese Transportmöglichkeit gar nicht in Erwägung.

Manchmal gibt es direkte Busverbindungen vom Busbahnhof im Zentrum der Stadt bis zum Flughafen, allerdings meistens muss man in Nausori umsteigen.

 

18.3.1 Tagesausflug nach Pacific Harbour:

Ein Tagesausflug nach Pacific Harbour ist nicht zu empfehlen, da es dort nichts zu sehen gibt, ausser 2 Cafés, 1 Laden, 2 Resorts und 1 Teich (voller Seerosen und Abfall). Wenn man aber unbedingt hin möchte, kann man vom Busbahnhof im Zentrum einen direkten Bus nehmen. Die Preise schwanken zwischen 4,40 und 6 FJD / Person und Fahrt, je nach Bus. [Preisstand 2018] Bezahlt werden kann mit der e-Transport Karte. Man muss sich jedoch auf eine sehr unlogische Linienführung und eine sehr langwierige Reise gefasst machen, welche zwischen 1-2h dauern kann. Hier ein Fahrplan der etwas teureren Busse:

Wer auf der Suche nach günstigen und guten Tauchausrüstung-Produkten ist, wird in Pacific Harbour beim Bikini-Bottom Dive-Shop gut bedient.

Wer in der Pacific Harbour/Beqa Gehend tauchen möchte, muss dies mit den dortigen Tauchzentren sehr lange im Voraus abmachen, da diese meistens ausgebucht sind.

 

18.3.2 Beqa Island:

Als Tagesausflug ist es nicht möglich Beqa Island zu besuchen. Es gibt zwar einheimische Boote, die von Navua gegen Mittag für ca. 30 FJD / Person fahren, [Preisstand 2018] allerdings kommen sie gleich darauf auch zurück. Wenn man also etwas Zeit auf der Insel verbringen, ein Dorf besuchen bzw. tauchen möchte, hat man keine Möglichkeit am gleichen Tag zurück zu fahren, ausser man bucht ein privates Boot für sich. Die Einheimischen verlangen allerdings zwischen 300 FJD und 300 USD (je nachdem wie verzweifelt sie einen sehen) alles Mögliche. [Preisstand 2018]

Ausserdem ist Beqa Insel sehr gross und hat viele Dörfer, man sollte eigentlich mit einem von diesen Dörfern im Voraus abmachen, dass man es besuchen möchte. Daher ist es vermutlich zu empfehlen die Insel im Rahmen einer Tour zu erkunden, um das Meiste davon zu haben. Fiji ist allgemein kein selbstständigreisen-freundliches Land und Beqa ist keineswegs eine Ausnahme.

 

18.4 Labasa

Es gibt keinen Bus vom und zum Flughafen. Eine Taxifahrt bis ins Zentrum kostet ca. 7-8 FJD. [Preisstand 2018] Labasa hat nichts Sehenswertes.

(Tages)Ausflug nach SavuSavu:

Von Labasa nach SavuSavu und zurück gibt es täglich mehrere Busverbindungen. Der Fahrplan von Labasa aus ist wie folgt:

5:45 Uhr; 8 Uhr; 9:30 Uhr; 12:30 Uhr; 16:15 Uhr

Man muss jedoch auf verspätete Abfahrzeiten gefasst sein. Von SavuSavu aus fährt der letzte Bus nach Labasa um 15:30 Uhr. Eine Fahrt kostet 6 FJD und kann mit der e-Transport Karte bezahlt werden. [Preisstand 2018] Die Fahrt dauert ca. 1,5-2h, der Morgenbus ist ab der Hälfte der Strecke meistens auch der Schulbus der in den Dörfern wohnenden Kinder. SavuSavu lässt sich problemlos als Tagesausflug machen, möchte man allerdings tauchen, kann es knapp werden.

 

Tauchen:

In SavuSavu bieten die meisten Resorts Tauchen an und man kann Tauchgänge buchen obwohl man nicht dort übernachtet. 2 Tauchgänge Kosten in der Regel ca. 270-350 FJD, je nach Anbieter. [Preisstand 2018] Ein sehr schöner Tauchort ist Namena. Dieser ist zwar mit dem Boot von SavuSavu erreichbar, aufgrund seiner Entfernung (1,5h mit dem Motorboot/Weg) jedoch nicht das tägliche Ausflugsziel der Tauchzentren. Sollte man Glück haben und dorthin gehen, muss man mit einem Benzinzuschlag von 70 FJD / Person zum normalen Tauchtarif rechnen. [Preisstand 2018]

 

18.5 Kadavu

Kadavu, sowie die benachbarte Ono-Insel (50 FJD / Person und Fahrt mit dem Boot vom und zum Flughafen auf Vunisea) [Preisstand 2018] sind sehr abgelegen und durch die Tatsache, dass es keine Wege auf den zwei Inseln gibt und somit jedes Dorf, ja fast jedes Haus nur mit dem Boot erreichbar sind, ein Reiseziel, welches nur denen zu empfehlen ist, die auf der Suche nach Einsamkeit, Langeweile, Nichtstun und völliger Angelegenheit sind. Oft kommt es vor, dass man auf einem 300m langen Strand (wo man übernachtet) blockiert ist und man dort nicht weg kann.

Will man hier etwas sehen und ein klein wenig mobil sein, muss man in einem Resort übernachten. Die Resorts sind überall auf Kadavu und Ono zerstreut, man findet sie problemlos im Internet. Diese verfügen allerdings über stolze bis hin zu lächerlich hohen Preise.

Übernachtet man in einem Resort, kann man (vielleicht) auch tauchen gehen. Allgemein herrscht ein Nichtstun-Feeling auf den Inseln und die Resortgäste sind ebenfalls Leute, die das mögen. Es kann also sein, dass man beispielsweise extra zum Tauchen in einem Resort übernachtet, es aber trotzdem nie dazu kommt, da keiner der anderen Gäste tauchen möchte. (und dies obwohl man am viertgrössten Riff der Welt, dem Astrolabe-Riff gelegen ist!) Kurz zusammengefasst: die ganze Internet-Werbung ist Blabla. Man sollte keineswegs lange Zeit hier einplanen.

 

19. Wallis und Futuna

19. 1 Allgemeines

Wallis ist zwar eine nicht so kleine, jedoch sehr langweilige Insel. Sie verfügt über Null Touristeninformation, Null Interesse an Tourismus und Null bis sehr wenige Sehenswürdigkeiten, über welche man sich jedoch selber informieren muss, da keiner einem etwas vorschlägt wenn man dort ist. Man sollte keineswegs länger als 3-4 Tage hier einplanen.

 

19.2 Mögliche Aktivitäten:

  1. Tour der Insel:

Man sieht die vielen Kirchen, den Lalolalo Kratersee und die Reste der Tongianischen Festung, des sog. fort tongién. Benötigte Zeit: einige Stunden bzw. 1 Tag. (anbei die Preise [Preisstand 2018]):

 

 

ein Motorrad

 

 

oder ein Scooter von der Garage direkt neben dem SEM Supermarche.

 

 

Mit einem Mietpreis von 1500 XFP / Tag ist diese die billigste Variante. [Preisstand 2018]

 

  1. Ausflug auf die sehr nahegelegenen Inseln:

 

 

Die Boote dahin fahren vom Segelklub aus. Die Telefonnummer des Segelklubs lautet:

 

 

Man kann ein Boot selber reservieren oder sich einer bestehenden Gruppe dazugesellen um die Kosten zu senken. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass viele Gruppen oft nicht im Voraus reservieren, sondern einfach auftauchen und ein Boot bestellen, oder aber kurzfristig absagen. Bei den Gruppen handelt es sich meistens um Einheimische, welche auf die Inseln picknicken gehen und daher so kurzfristig entscheiden. Die Preise sind wie folgt:

 

 

Möchte man die zwei Nuku-Inseln in einem Tagesausflug kombinieren, ist dies möglich und sogar preislich zu empfehlen, da man dann lediglich den Preis für die teurere der zwei zählt und trotzdem beide sieht. Konkret, man zahlt nur 7000 XFP / Boot und man sieht beide Nukus. [Preisstand 2018]

Hierbei muss man jedoch wissen, dass es auf diesen Inseln wenig bis nichts zu tun gibt. Der Bootsfahrer fährt einen hin, wartet entweder dort oder deponiert einen und kommt einen um die vereinbarte Zeit abholen. Diese vereinbarte Zeit darf aber keineswegs über Mittag sein, da zwischen 12 und 14 Uhr hoch und heilig Mittag gegessen und somit nicht gearbeitet wird. Daher wird man also entweder gehetzt um vor 12 Uhr zurück zu kommen, oder aber man darf sich bis nach 14 Uhr langweilen. Starten kann man meistens nicht nach 9 Uhr, da dann nämlich Ebbe wäre und die Einheimischen nicht gerne bis zum aufgrund dessen weiter weg vom Ufer parkierten Boot zu Fuss gehen.

Ausserdem sind die Bootsfahrer nur dies: Bootsfahrer. Sie schlagen einem weder einen Ort zum Schnorcheln vor, noch geben sie einem Tipps wo es schön zum Schnorcheln wäre. Also sieht man am Schluss Null bis sehr wenige Fische und man ist enttäuscht.

 

  1. Besuch der Insel Faioa:

Um die Insel Faioa zu besuchen muss man zur Gahi-Bucht, da die Taxiboote von dort aus fahren.

 

 

Der Preis beträgt 2500 XFP / Person und Fahrt. [Preisstand 2018] Eine andere Variante wäre mit dem Taxiboot des Schwagers des einzigen Tauchshop-Inhabers. Der Preis beträgt 3500 XFP / Person und Fahrt. [Preisstand 2018]

 

19.3 Telekommunikation 

Telefonieren ist auf der Insel sehr teuer. Anbei eine Preisliste. [Preisstand 2018]

 

 

19.4 Tauchen

Der einzige Tauchshop auf der Insel ist Evasion Bleue, der Inhaber Pascal ist allerdings ein alter, arroganter und fauler ausgewanderter Franzose, welcher praktisch nicht arbeiten möchte. In 8 dort verbrachten Tagen war es nicht einmal möglich einen Tauchgang zu machen, da entweder sein Boot kaputt oder aber er sehr beschäftigt war. Nicht zu empfehlen!

 

20. Vanuatu

20.1 Port Vila

Anreise vom und zum Flughafen und Herumreisen:

In Port Vila gibt es Busse, die einen für 150 Vatu / Person und Fahrt eigentlich wie ein Taxi zur gewünschten Adresse fahren. [Preisstand 2018] Dabei handelt es sich um den Standard-Preis in Port Vila und auf der Flughafen-Strecke. Möchte man längere Strecken zurücklegen und weitergelegene touristische Orte erreichen, kann der Preis bis zu 500 Vatu / Person und Fahrt steigen. [Preisstand 2018] Ist man in der Nacht unterwegs, muss man mit einem minimalen Preiszuschlag rechnen.

Die Busse sind einfach zu finden. Man muss sich allerdings keine grossen Cars darunter vorstellen, es handelt sich vielmehr um Minibusse mit 12 Sitzen. Das hiesige System ist einfach: während sämtliche Busse in Vanuatu mit dem Buchstaben B auf dem Nummernschild gekennzeichnet sind, weisen alle Taxis den Buchstaben T und alle Mietwagene einen H (=hire) auf.

Aufgrund der ziemlich tiefen Buspreisen bzw. der überteuerten Fahrzeug-Miettarifen lohnt es sich gar nicht deren Dienstleistungen zu beanspruchen. Während ein Einplatz-Scooter mit 1900 Vatu / Tag noch im normalen Preisbereich liegt, schlägt ein Zweiplätzer mit 5000-6000 Vatu / Tag heftig zu Buche schlägt.

 

Mögliche Aktivitäten:

Während Inselbesuche ziemlich teuer sind, bietet die Hauptinsel einige gratis bzw. billigere Optionen an. Mehr Ideen erhält man aus der in Vanuatu gratis verteilten Touristen-Info-Zeitung (siehe Bild weiter unten).

  • Mele-Wasserfall (bekannt als Evergreen Waterfall)
  • Mele Beach-Bar mit anschliessender Feuershow freitags (immer im Voraus reservieren, da meistens ausgebucht!)
  • Hideaway Resort (Schnorchel- und Tauchmäglichkeiten mit Unterwasser-Post) Gratis Fährentransport von Mele-Beach, die einzige Gebühr die man bezahlen muss ist die Hideaway-Inselgebühr von 1900 Vatu / Person. Bucht man aber eine Aktivität beim dortigen Resort, verfällt diese.
  • Tanna Kaffee-Rösterei (in der Nähe von Mele-Beach)

 

 

Tauchen:

In Port Vila findet man kompetente Tauchzentren – wie Big Blue – welche einem sowohl Weiterbildungskurse als auch Freizeittauchgänge anbieten. Es lohnt sich durchaus hier zu tauchen: mit einigen sehenswerten Wracks und einem atemberauben Hählen-Tauchort wie Cathedral hat Vanuatu durchaus Einiges zu bieten.

 

20.2 Tanna Island

Auf Tanna gibt es – angeblich – viele mögliche Aktivitäten: man kann schnorcheln, tauchen, ein Dorf besuchen, usw. Der wahre Grund um nach Tanna zu gehen ist aber trotzdem die Vulkan-Tour. Man kann diese von Port Vila aus während eines Tagesausfluges machen. Reiseagenturen und Fluggesellschaften wie Airtaxi, Unity Airlines und Vanuatu Helicopters bieten die Touren an. Die Preise variieren zwischen 45.000 Vatu / Person und 62.000 Vatu / Person, je nach Tour und Firma. [Preisstand 2018] Man kann sich für eine Tagestour entscheiden (Abfahrt gegen 10 Uhr in Port Vila, Besuch eines einheimischen traditionellen Dorfes auf Tanna, Besuch des Vulkans – bei Tageslicht – und Retourflug); eine Dämmerungstour machen (das gleiche Programm mit anschliessendem Flug über den Vulkan zur Dämmerungszeit), oder aber die ultimative Nachterfahrung erleben (10-minutiger Spaziergang bis zum Krater des Vulkans bei Tageslicht um ca. 17 Uhr, Warten auf die Finsternis und Betrachten der Magma-Feuerwerke bei Nacht bis ca. 19 Uhr)

Wenn man billiger unterwegs sein möchte, bucht man den Flug und die Tour separat. Air Vanuatu hat tägliche Linienflüge nach Tanna, manchmal sogar 2 Mal täglich. Eine Vulkantour (ohne Flugtransport) kostet zwischen 9.700 Vatu und 16.500 Vatu / Person. [Preisstand 2018] Diese kann man entweder in Port Vila bei gewissen Reiseagenturen buchen (allerdings ziemlich kompliziert, da man im Voraus zahlen und ein Voucher erhalten muss), oder aber bei der Unterkunft in Tanna direkt vereinbaren. Die meisten Unterkünfte (es sei denn, es handle sich um ressourcenlose Einheimische) bieten das an.

Beim Buchen der Unterkunft muss man Folgendes beachten: es gibt sehr billige Varianten in unmittelbarer Nähe zum Vulkan. Diese sind allerdings nur mit einem sehr teuren Transport von Flughafen aus erreichbar. Die etwas teureren Alternativen befinden sich in der Nähe des Flughafens, bieten aber dafür gratis Flughafen-Transport an. Der Preis gestaltet sich bei der Vulkantour gleich: muss man in der Nähe des Vulkans abgeholt werden, ist die Tour billiger – dafür der Flughafentransfer sehr teuer; muss man in der Nähe des Flughafens abgeholt werden, ist die Vulkantour teurer, der Flughafentransfer dafür (fast) gratis. Am Schluss ist es gleich teuer, man kann auf Tanna nicht wirklich sparen.

Die Tour an sich ist allgemein überteuert – egal ob man diese in Port Vila oder vor Ort bucht – die Erfahrung ist allerdings einmalig. Während der Tour sollte man mit tiefen Temperaturen und starkem Wind rechnen. Daher ist es empfehlenswert warme Kleider dabei zu haben.

 

21. Neukaledonien

Allgemeines:

Neukaledonien ist ein ziemlich langweiliges, Nichts bietendes und kulturell sehr stark französisch geprägtes Land. Man sollte allgemein nicht allzu viel Zeit hier einplanen, hat man jedoch zuvor andere Pazifikinseln bzw. andere französische Überseegebiete in dieser Gegend besucht, sollte man umso weniger lang in Neukaledonien bleiben. Unsere Empfehlung wäre maximal 1 Woche.

Wenn man im Winter hier ist, hat man es mit einem äusserst wechselhaften Wetter zu tun. Abgesehen von den fast täglichen Regenschauern senken die Temperaturen abends und in der Nacht beträchtlich. Daher sollte man beim Packen die warmen Kleider nicht ganz abschreiben und eine Regenjacke sogar immer bereit haben.

 

21.1 Noumea

Anreise vom und zum Flughafen:

Der Flughafen Tontouta liegt weit weg von Noumea. Am Tag gibt es einen einzigen öffentlichen Bus, der diese Strecke fährt und Noumea mit dem Flughafen verbindet und mit 300 FP / Person und Fahrt definitiv die günstigste Variante ist. [Preisstand 2018] Die letzte Fahrt ist allerdings um 17:30 am Nachmittag.

Sollte man diese verpasst haben bzw. es bevorzugen taximässig direkt an eine bestimmte Adresse hinchauffiert zu werden muss man die Arc en Ciel –Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um ein Shuttle-Service der beim Kauf vor Ort 3000 XFP / Person und Fahrt kostet. [Preisstand 2018] Es empfiehlt sich aber online zu reservieren, da man hier nur 2000 XFP / Person und Fahrt zahlt. [Preisstand 2018] Gemäss den sehr kleingedruckten Richtlinien der Firma muss man spätestens 12 Stunden vor dem gewünschten Transfer buchen, spätere online Reservationen werden sonst nicht berücksichtigt. Dies stimmt aber nicht wirklich. Aus eigener Erfahrung können wir bestätigen, dass es möglich ist am Flughafen nach der Landung zu buchen – indem man dafür sogar den Arc en Ciel Hotspot benutzt. Natürlich sollte man es nicht an die grosse Glocke hängen, dass man lediglich 10 Minuten zuvor gebucht hat, sondern eher entschlossen zum Schalter vor Ort gehen, die per E-Mail erhaltene Reservations- bzw. Zahlungsbestätigung zeigen und nichts bezüglich der Zeit erwähnen, wann diese vorgenommen wurde. Obwohl sie verwirrt sein werden, dass man auf ihren Listen nicht erscheint, werden sie von einem Systemfehler ausgehen und einen doch zum gewünschten Ort befördern.

Dasselbe in die Gegenrichtung zu tun (von der Stadt aus Richtung Flughafen) dürfte etwas schwieriger sein, da es in der Stadt keinen Schalter gibt.

Herumreisen:

Noumea ist nicht gross bzw. das Zentrum an sich ist ziemlich klein und übersichtlich. Beim Touristeninfo neben dem Ferryterminal erhält man gratis Karten.

In und um Noumea gibt es öffentliche Busse. Der Fahrpreis pro Person und Fahrt beträgt 200 – 210 XFP, je nach Bus und gefahrener Strecke. [Preisstand 2018] Möchte man allerdings längere Strecken zurücklegen, ist man auf ein eigenes – oder gemietetes – Fahrzeug angewiesen.

In der Stadt gibt es viele Scooter- und Autovermietungen.

Im Sommer dürfte ein Scooter mit 3500 XFP / Tag definitiv die beste Variante sein. [Preisstand 2018] Das Einzige worauf man sich gefasst machen muss, sind die sich nicht immer in tollem Zustand befindenden Strassen. Im Winter ist ein Scooter nicht unbedingt die beste Variante, da es oft regnet und das Wetter innerhalb eines Tages unzählige Male wechselt.

Sollte man sich für ein Auto entscheiden, stehen einem mehrere Varianten bzw. Preise zur Verfügung. Hier eine kleine Übersicht:

Die Autovermietung Ada hat ein attraktives Angebot für Touristen: während in Neukaledonien die Vermietungen auf 150 km / Tag beschränkt sind (ausser man zahlt fast den doppelten Mietpreis für ein Auto mit unbeschränkten Kilometern), bietet diese Autovermietung an, die zu viel gefahrenen Kilometern nicht zu verrechnen. Konkret heisst das, dass man trotz Überschreiten der 150er Tagesbeschränkung nichts Zusätzliches zahlen muss. Die Mietpreise dieser Vermietungsfirma sind allgemein ein wenig höher als jene der Konkurrenz, in Anbetracht der Tatsache, dass man jedoch für den Preis mit Kilometer-Beschränkung eigentlich unlimitiert fahren darf, ist sie am Schluss doch die billigste Option.

 

Mögliche Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten:

Wenn man aus Noumea heraus möchte, stehen einem mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Die meisten davon kann man als Tagesausflüge organisieren, vereinzelt gibt es weitere Orte, welche aufgrund der Entfernung von Noumea besser im Rahmen einer Mehrtagestour besucht werden.

1.La Riviere bleue:

La riviere bleue ist ein Nationalpark, in welchem man wandern, Kayak oder Velo fahren kann. Der Eintrittspreis beträgt 600 XFP / Person. [Preisstand 2018] Ein Teilbereich lässt sich mit dem Auto erkunden (einige Aussichtspunkte und ein Teilabschnitt von der Gesamtstrecke) – für den Rest ist man allerdings auf Velos angewiesen. Diese – sowie die Kayaks – kann man (normalerweise) vor Ort mieten, wobei niemand genau weiss welche die Öffnungszeiten des Vermietungsschalters sind. Es gibt auch einen Shuttle-Bus, der eigentlich die gesamte Strecke des Parks befährt und den man – gegen Entgelt – verwenden kann. Hier der Fahrplan:

Anbei eine Karte des Parks mit dem Fahrplan des Shuttle-Busses sowie die Velo- und Kayak-Mietpreise:

 

2. Le parc des grandes fougeres

Dabei handelt es sich um einen Park mit tropischem Wald, in welchem man riesige Farn-Pflanzen sehen sollte. Der Name des Parks ist allerdings mehr Werbung als Realität, da man vor Ort nur vereinzelt Farnbäume sieht. Möchte man einfach einen Spaziergang durch einen tropischen Wald oder in einer entspannten Naturgegend picknicken, ist dieser der richtige Ort. Für alles andere sollte man keine allzu hohen Erwartungen haben. Der Eintrittspreis beträgt 400 XFP / Person. [Preisstand 2018]

Anbei eine Karte mit den hiesigen Wanderwegen und den mäglichen Spaziergängen:

 

3. La coeur du Voh

Es ist nicht zu empfehlen bis Coeur du Voh zu gehen, wenn man nicht vor hat diese von der Luft aus zu sehen. Vor Ort und über gewisse Reiseagenturen lassen sich Flugtouren buchen, welche das optimale Panorama ermöglichen. Diese sind allerdings sehr teuer und sprechen lediglich ein gut betuchtes Publikum an.

 

22. Japan

Allgemeines:

Eine nützliche App (die man im Voraus herunterladen sollte) ist: Japan Reiseführer. Wenn man die zahlungspflichtige Version herunterlädt, dann funktioniert sie auch offline, also kann man – sollte man sich spontan für ein Reiseziel entscheiden und unterwegs keinen Internetzugriff haben – herausfinden, was es Sehenswertes an einem Ort gibt. Der Preis beträgt 1.95 CHF. [Preisstand 2018]

Ausserdem gibt es auf www.atlasobscura.com ein paar Empfehlungen und Reisehinweise, welche teilweise touristische aber teilweise eher unbekannte, nicht touristische Orte beinhalten.

Sicherheit:

Japan ist ein äusserst sicheres Land. Sollte man Wertsachen verlieren (im Zug, Bus, usw.) kann man damit rechnen, dass man diese wieder findet – und zwar sogar am gleichen Tag. Dafür muss man lediglich zum Informationsschalter des jeweiligen Bahnhofes gehen, den Verlust melden und die Umstände möglichst genau erklären. Man sollte nicht staunen wenn die Schalter-Angestellte sofortigen telefonischen Kontakt mit dem Kondukteur des jeweiligen Zuges aufnimmt und diesen mit der Suche beauftragt. Spätestens 60 Min. später erhält sie eine Rückmeldung von diesem ob die Suche erfolgreich war und falls ja, an welchem lost-and-found Schalter man den verlorenen Gegenstand – am selben Tag – abholen kann.

Zugsystem:

Das Zugsystem in Japan ist – bekanntlich – sehr gut ausgebaut. Es gibt Unmengen an Zugverbindungen sowie die berühmten Hochgeschwindigkeitszüge. Die lokalen Zuglinien sowie das Metro-Streckennetz der Grossstädte ergänzen das bestehende Verkehrsbild. Kompliziert wird es erst wenn man – als Reisender – eine Fahrkarte bzw. einen der angebotenen Zugpässe / Vergünstigungen erwerben möchte. Ist man von dieser Aussage bereits etwas verunsichert oder eingeschüchtert, dann sollte man keineswegs nach Tokyo reisen, denn hier erreicht der Kompliziertheitsgrad seinen Zenit – und dieser befindet sich in unvorstellbaren Bereichen! Obwohl einige der Einheimischen behaupten, das japanische Preis- und Ticketsystem würde der Bedürfnisse der japanischen Gesellschaft entsprechen und sei auf diese massgeschneidert, so dass es lediglich den Ausländern Kopfzerbrechen bereite, gestehen die Ehrlichen und Gesellschaftskritischen unter ihnen, dass dies nicht zutrifft. Es ist auch für sie kompliziert. Der Grund dafür liegt in der Privatisierung des gesamten Zugnetzbereiches. Diese funktioniert in Japan – ausnahmsweise – hervorragend: sämtliche Privatfirmen bemühen sich – vermutlich auch aufgrund des kulturellen Hintergrundes – den Kunden die besten Dienstleistungen zu gewähren, so dass die Qualität steigen und die Preise senken konnten. Allerdings gibt es auch gewaltige Nachteile: während es ursprünglich nur den staatlichen Zugbetreiber gab und somit sämtliche Preise zentralisiert waren, verfügt Japan nun über eine Unzahl an Firmen, welche Teilstrecken des Gesamtnetzes betreiben und sich nicht auf ein zentrales National-Tarifsystem einigen konnten. Daher muss man für jede befahrene Strecke bzw. Teilstrecke (bei längeren Strecken oft der Fall) einzelne Tickets von den unterschiedlichen Betreibern erwerben.

Ein Versuch den Reisenden eine vergünstigte Fahrtfreiheit zu ermöglichen sind die bestehenden JR-Pässe. (= Japan-Rail) Diese können nur von Touristen erworben werden – ein Japaner muss immer den vollen Preis zahlen – aber auch für diese gibt es einige Hindernisse. Beispielsweise erhält man die vergünstigte Version eines solchen Passes nur wenn man ihn aus dem Ausland bestellt. Dabei erhält man – im fortschrittlichen japanischen Stil – einen Voucher per Post (!) zugestellt, welchen man bei der Ankunft in Japan am Schalter gegen einen richtigen Zugpass eintauschen muss. Einige Bemerkungen: mit Post ist tatsächliche die klassische Anschrift-Post – und nicht die digitale!!! – gemeint. Zweitens: man sollte beachten, an welchen Schalter man sich für den Umtausch des Vouchers wendet, da bei weitem nicht alle Schalter dafür zuständig sind bzw. das machen können. Man sollte daher nicht schlecht staunen, wenn man am falschen ist und man 2-3 Mal weitergeleitet wird. Allgemein ist dieser Umtausch nur in sehr grossen Bahnhöfen und an Flughäfen möglich.

Sollte man keine Möglichkeit haben, einen Voucher an einer festen Adresse im Ausland zugestellt zu bekommen – befindet man sich beispielsweise auf Weltreise und man verfügt gerade über keine fixe Adresse – muss man den teureren Pass kaufen. Diesen kann man zwar vor Ort erwerben, allerdings an noch weniger Schaltern.

Nun wird es aber noch komplizierter als angenommen. Fangen wir jedoch mit dem einfachen Teil an: wenn man im ganzen Land – und auf langen Strecken – unterwegs sein möchte, lohnt es sich den grossen JR-Pass zu kaufen – aber nur dann, da dieser sehr teuer ist!!! Die aktuellen Preise kann man dieser Webseite entnehmen: www.japanrailpass.net

Möchte man aber nicht im ganzen Land unterwegs sein, dann sollte man es sich lieber zweimal überlegen, denn der komplizierte Teil steht an! Da JR aus mehreren Teilgesellschaften besteht, welche ihrerseits geographisch getrennt sind, gibt es für jede Region unterschiedliche Pässe und – selbstverständlich – Webseiten, denen man die dazugehörigen Infos entnehmen kann. Die wichtigsten davon sind JR-West und JR-East. Informationen bezüglich der vielen Pässe, ihren Gültigkeitsbereich sowie die oben erwähnten Erwerbsmöglichkeiten können – zum Teil – auf diesen Seiten bezogen werden. Den Rest muss man vor Ort – auf mühsame und langwierige Art und Weise – herausfinden:

www.jrwest.co.jp/global/en/ticket/pass (Region Osaka bis Hiroshima)

www.jreast.co.jp/e/pass (Region Tokyo und Norden davon)

Für die restlichen Regionen bzw. JR-Teilgesellschaften in Japan gibt es ebenfalls eigenständige Webseiten, dessen Auffinden der Entdeckungsfreude des Lesers überlassen wird.

Zu guter Letzt – da es sonst zu einfach wäre – gibt es eine Komplexitätssteigerung: der Gültigkeitsbereich des grossen JR-Passes entspricht nicht immer demjenigen der Teilpässe. Dies ist aber auch umgekehrt nicht der Fall. Konkret: wenn man von Osaka nach Tottori mit dem Super-Hakuto (=Zugname) zurücklegen möchte, ist dies mit dem Gesamt-JR-Pass nicht möglich – lediglich der Sanyo San’in Pass beinhaltet diese Strecke. Dabei handelt es sich um einen JR-West-Pass, aber wie gesagt, um einen davon – denn nicht alle JR-West Pässe decken diese Strecke preislich ab.

Nun sind wir geübt, also können wir uns im Bereich unnötige Kompliziertheit weiter steigern: der Gültigkeitsbereich eines Passes sagt nicht über dessen Gültigkeitsbereich aus. Konkret: der Pass ist im Bereich x gültig, allerdings nicht auf sämtliche im Bereich x verkehrenden Züge und Zugstypen einsetzbar. Wenn man es aber soweit geschafft und das Lesen – oder das Kämpfen vor Ort – nicht aufgegeben hat, dann ist dieser Punkt jedoch nur noch Baby-einfach.

Und wenn wir schon beim Gültigkeitsbereich sind: es gibt Pässe, welche x aufeinanderfolgende Tage und andere, welche an x aus zwei Wochen frei wählbaren Tagen gültig sind.

Alle Achtung, jetzt wird es richtig – aber richtig – kopfzerbrechend! Es gibt den einmaligen Seishun 18. (kurze Anmerkungen dazu: man weiss nicht genau, was das ist: ob einTicket, ein Abo, ein Pass, ein Spielzeug… deswegen bleiben wir einfach beim Seishun 18! Wieso 18 – nun ja, das ist auch jedem schleierhaft: vielleicht gab es 18 Negerlein, die ihn erfanden – vielleicht starben 18 Touristen an Herzinfarkt bis sie einen erwerben konnten – was auch immer, er heisst einfach 18!) Dieser ist ein Spezialticket, welcher für 5 Tage und innerhalb gewisser vorgegebener Zeitfenster gültig ist. Dieser kann – im Gegensatz zu den anderen Zugpässen – auch von Einheimischen und nicht nur von Touristen bezogen werden. Der Pass ist übertragbar und es dürfen auch mehrere Leute damit reisen. Beispielsweise gelten 2 der 5 vorhandenen Tage aufgebraucht wenn 2 Personen am gleichen Tag damit unterwegs sind. Leider ist er auf den Shinkansen- und Limited Express-Zügen nicht einsetzbar – ansonsten aber auf (fast) allen JR-Linien.

Ein nützlicher Reiseplanungs-Gehilfe ist die Routenberechnung von Google Maps (die richtige Zeitangaben zu den Fahrplänen gewährleistet) und die im Voraus herunterzuladende App NAVITIME JapanTravel. Diese funktioniert aber leider nur online – lediglich die Metro- und Zugnetzkarten sind offline verfügbar.

Verfügt man über mehr Zeit und weniger Geld, kann man Japan auch mit Bussen bereisen. Wir kompliziert dieses allerdings System ist, dies lässt sich nur erahnen. Ausserdem sollte Autostopp auch eine Variante sein, die gut funktionieren sollte. Für grössere Gruppen dürfte auch die Automiete eine zu berücksichtigende Lösung sein, die sich preislich sogar lohnen könnte.

Zugang der Leute mit Behinderung zum ö. V.:

Während in Japan – vermutlich weltweit einmalig – alles auch in Blindenschrift angeschrieben ist, sind sämtliche Metro- und Zugstationen sehr treppenlastig. Rollstuhl-Rampen sind fast inexistent und Aufzüge sind absolute Mangelware, so dass man sie wirklich suchen – oder aber deren Lage sehr gut kennen – und meistens grosse Umwege in Kauf nehmen muss, um diese zu erreichen. Oft kommt es vor, dass man in einem Zwischenstock plötzlich blockiert ist, da eine Rolltreppe dorthin führte, weiter allerdings nur Treppen vorhanden sind.

Uhren und Abfallkübel = Mangelware:

Möchte man in Japan den Zug nicht verpassen, sollte man sich in Japan keineswegs auf die sich an Bahnhöfen oder auf den Gleisen befindenden Uhren verlassen – denn diese sind genauso inexistent wie Abfallkübel auf den Strassen oder an öffentlichen Orten. Daher sollte man in Japan nie ohne eine Uhr und eine Plastiktüte verlassen, in welcher man den Abfall solange tragen kann, bis man einen Abfallkübel erblickt – im schlimmsten Fall bis zuhause.

Gratis WLAN unterwegs:

In Japan gibt es – angeblich – an allen grossen Bahnhöfen und an vielen öffentlichen Orten gratis Internet-Zugangspunkte. Man kann im Internet sogar eine Karte dieser finden. Allerdings muss gesagt werden, dass diese meistens nicht funktionieren oder aber nur eine sehr langsame Verbindung ermöglichen, auf die man sich keineswegs verlassen kann.

Zu beachten:

Die Japaner sind allgemein ein sehr stark regelbesessenes Volk. Dabei sind ihre Gesellschaftsregeln nicht unbedingt – eigentlich meistens nicht – die gleichen wie jene eines Westlichen. Einheimische verbringen einen Grossteil ihres Lebens dankend und sich entschuldigend – und sich dabei verbeugend. Höflichkeit gehört zum Alltag und Rücksichtnahme ist die Norm. Dies heisst aber nicht, dass ein Japaner nie genug hat bzw. genervt wird – nur zeigen wird er es kaum bzw. sehr durch die Blume. Meistens muss man sich hierzulande von den Einheimischen bezüglich der versteckten Bedeutungen gewisser Gesten oder Aussagen belehren lassen. Dass beispielsweise die Frage: „möchtest du noch ein Glas Wasser“ wenn man bei jemandem zuhause als Gast weilt als getarntes Signal seitens des Gastgebers zu deuten sei, dass es nun mal endlich an der Zeit wäre sich zu verabschieden – nun ja, dies muss man auch zuerst lernen! Allgemein werden Japaner einem nicht direkt sagen, dass man einen Fehler begangen hat… dies heisst aber nicht, dass man hierzulande nicht beobachtet und beurteilt wird.

Enttäuschungspotenzial:

Achtung: wer nach Japan reist in der Hoffnung ein völlig automatisiertes Land zu sehen und von Robotern an jeder Strassenecke begrüsst zu werden, der lebt in einer Seifenblase. Entgegen des allgemein verbreiteten Eindruckes, ist dies in Japan nicht der Fall. Roboter sind äusserst spärlich anzutreffen und man muss diese sogar suchen, automatisierte Systeme gibt es nur wenige. Einheimische bestätigen einem das, was man während eines hiesigen Aufenthaltes feststellt: Japan ist in Sachen Digitalisierung und informatische Optimierung um Welten dem Vorurteil hintendrein. Ja, es ist ernst gemeint! So fortgeschritten sie in Mechanik und Robotik sein mögen, so viel haben sie noch in weiteren technischen Bereichen auf- und nachzuholen.

Ausserdem werden online viele Sachen zu übertrieben beschrieben, so dass man hier mit sehr grossen Erwartungen ankommen, denen die Realität keineswegs gewachsen wird. Beispielsweise wird von einem Hello-Kitty Bahnhof geschwärmt, welcher völlig in den Händen der Comic-Figuren sein sollte. An diesem angekommen erblickt man lediglich eine bunte Deckenbemalung und 2 vereinzelte, einfach zu übersehene Figürchen, welche die Fahrplan-Anzeigen schmücken – ansonsten ist es ein ganz normaler Bahnhof. Genau das Gleiche ereignet sich mit den viel umschwärmten und hochgepriesenen, angeblich allgegenwärtigen Robotern – während eines 8-tägigen Tokyo-Aufenthaltes war die Asimo-Aufführung vom Honda-Roboter die einzige Roboter-geprägte Erfahrung.

 

22.1 Osaka

Sehenswürdigkeiten:

Osaka als Grossstadt ist viel interessanter, persönlichkeitsgeprägter und sehenswerter als Tokyo. Auch die Essenvielfalt ist hier um Einiges grösser. Must tries sind hier Okonomyaki und Tako Yaki.Osaka mag vielleicht einen – im Gegensatz zu Tokyo – mit der Anzahl an online zu findenden Sehenswürdigkeiten nicht überwältigen, dabei sind es – vor Ort – ziemlich viele. und wirklich sehenswerte. Wir verzichten hier auf weitere und detaillierte Beschreibungen, da man diese haufenweise online bereits finden kann.

Von Osaka aus lassen sich sehr viele Tagesausflüge unternehmen. Eine beliebte Variante ist Hiroshima und die Kintai-Brücke, Nara oder Kobe. Eine etwas gewagte – und lange – Reise für einen Tagesausflug ist Tottori und das einzigartige Sandmuseum.

 

22.2 Hiroshima und / oder Kintai-Brücke

Beide Ortschaften können im Rahmen eines Tagesausfluges von Osaka aus besucht werden.

a.) Hiroshima:

Hiroshima wurde im 2. Weltkrieg von der Atombombe zerstört, allerdings ist von dem nichts mehr zu sehen. Heute begegnet einem eine moderne, lebendige Stadt welche nur mit ihren Denkmälern an die traurige Vergangenheit erinnert. Diese kann man in aller Ruhe in der Stadt anschauen. Hier eine Karte von Hiroshima allgemein und eine von der Peace-Memorial-Region:

 

 

Wenn man in Hiroshima ist, sollte man sich auch den berühmten Itsukushima – Schrein anschauen. Um diesen zu erreichen, muss man von Hiroshima-Station aus einen lokalen Zug – der alle 15 Minuten fährt – bis Miyajimaguchi.

Von dort gibt es 2 Fähren, die bis auf die Insel Miyajima fahren. Besitzt man einen JR-Pass sollte man die JR-Fähre nehmen, da diese im JR-Linienbereich inbegriffen und für Passbesitzer somit gratis ist.

Der Eintritt zum Schrein kostet 300 JPY / Person. [Preisstand 2018] Anbei noch ein kleiner Ortsplan der Schrein-Gegend:

 

b.) Kintai-Brücke:

Die Kintai-Brücke ist eine jahrhundertealte Holzbrücke. Bevor man über die Brücke geht, sollte man beim lokalen Kiosk 2 Glücks-Nachrichten kaufen (sich eventuell diese übersetzen lassen) und erst anschliessend über die Brücke laufen.

Die Brücke kann man mit dem Bus sowohl von Shin-Ywakuni als auch von Ywakuni aus erreichen. Die Busfahrt kostet 350 JPY / Person und Fahrt (von oder nach Shin-Ywakuni) oder 300 JPY / Person und Fahrt (von und nach Ywakuni). [Preisstand 2018] Die Fahrt bezahlt man direkt im Bus. Dabei muss man beim Einsteigen ein Ticket von dem im Einsteigbereich sich befindenden Automaten holen, dieses beim Aussteigen dem Busfahrer abgeben und den entsprechenden Betrag ebendort zahlen. Hier die Fahrpläne von Shin-Ywakuni und von Ywakuni nach Kintai sowie jener von Kintai nach Shin-Ywakuni (in ebendieser Reihenfolge):

Um über die Brücke zu gehen muss man 300 JPY / Person bezahlen. [Preisstand 2018]

 

22.3 Kyoto

Kyoto ist eine sehr geschichtsreiche Stadt Japans. Die Kultur- und Geschichtsliebhaber werden hier sehr beschäftigt sein. In jedem Touristen-Büro, Infoschalter und online auf www.atlasobscura.com oder www.theculturetrip.com/asia/japan/articles/the-top-10-things-to-do-and-see-in-kyoto/ erhält man interessante und nützliche Infos bezüglich der sehenswertesten und bekanntesten Orte in Kyoto. In den lokalen Touristen-Informationszentren bekommt man normalerweise einen Plan mit vorgeschlagenen Touren. Anbei eine Karte von Kyoto und einige vorgeschlagene Routen:

 

 

Wer eine Tee-Zeremonie in aller Ruhe (allerdings ziemlich teuer) erleben möchte, sollte an einer dieser Cafés im Voraus buchen:

 

Wenn man in Kyoto ist, sollte man unbedingt versuchen eine Geisha oder eine Maiko (angehende Geisha) zu sehen. Meistens hat man nur mit sehr viel Glück die Chance diese zu erblicken wenn sie zwischen 17:30 und 18:30 in ein Taxi steigen um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Sollte man weniger Glück haben, kann man im Gion Corner (eine Art Theater) der japanischen Kultur ziemlich nahe kommen und für relativ vernünftige Preise ein wenig von allem bekommen: Tee-Zeremonie, Ikebana-Kunst, Maiko-Tanz, japanische Komödie, usw. Die Show findet täglich um 18 und um 19 Uhr statt und dauert 50 Minuten. Die Karten kann man nicht im Voraus reservieren, man muss sie vor Ort kaufen. Der Ticket-Schalter öffnet jeweils 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Der Preis pro Person beträgt 2500 JPY [Preisstand 2018]

Ein nicht-touristisches Must-do ist aber der Besuch des kleinsten Ukiyo-e Museums der Welt. Dieses findet man hier:

 

22.4 Tokyo

Wer in Tokyo ankommt ist zuerst mal vom sehr verwirrenden, unübersichtlichen und riesigen Metro- und Zugstreckennetz der grössten japanischen Stadt. Obwohl jede Linie mit einer anderen Farbe markiert ist, besteht erhöhte Verwechslungsgefahr, da es von jeder einzelnen Linie mindestens 3 Arten gibt (mit der gleichen Farbe), welche in 3 verschiedene Richtungen bzw. nur Teilstrecken befahren. Der Tokyo-Metroplan sieht eher wie 5 ineinander verhedderte Spinnennetze aus, deren Fäden – die einzelnen Linien mit ihren Haltestellen – keineswegs in normaler Grösse Platz auf einem Natel-Bildschirm – oder auf einem A4 Blatt – haben. Diese sieht in etwa so aus:

http://www.jreast.co.jp/e/routemaps/pdf/RouteMap_majorrailsub.pdf

tokyo_touristic-map

Achtung gebührt vor allem den JR-Pass-Inhabern! Tokyo und viele Orte in und herum lassen sich gut mit den JR-Linien erreichen, allerdings muss man da meistens Umwege fahren. Abgesehen davon, sollte man den Fahrplan und die Linienführung mindestens einige Stunden im Voraus studieren, da es beispielsweise oft vorkommt, dass eine JR-Linie unterwegs einen Sinneswandel erlebt und zu einer – für JR-Pass-Inhaber – zahlungspflichtigen Metrolinie wird.

Nähere Informationen bezüglich des Tokyo-er Verkehrsnetzes kann man der oben erwähnten und offline verfügbaren Karte der NAVITIME JapanTravel-Applikation entnehmen. Zu empfehlen ist jedoch, diese Karte – übersichtshalber – auszudrucken.

 

Sehenswürdigkeiten:

Tokyo überwältigt einen mit der Anzahl an online zu findenden Sehenswürdigkeiten, dabei sind es – vor Ort – gar nicht so viele. Der Yoyogi-Park, das Regierungsgebäude (auf das man gratis hinauf kann), ein paar Einkaufsstrassen, Akihabara Electric City und der Tsukiji-Fischermaarkt (für Meeresfrüchte Liebhaber) sind einiger der Must-Dos. Wir verzichten hier auf weitere und detaillierte Beschreibungen, da man diese haufenweise online bereits finden kann.

Von Tokyo aus lassen sich sehr viele Tagesausflüge unternehmen. Eine beliebte Variante ist Nagano und die Snow-Monkeys. Eine etwas gewagte – und lange – Reise für einen Tagesausflug ist Yamagata und das kleine – im Norden Japans gelegene Städtchen – Ginzan Onsen.

 

22.5 Nagano und der Jigokudani Snow Monkey Park

Nagano selber ist ein – für japanische Verhältnisse – kleines und sympatisches Städtchen. Der ehemalige Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1998 beeindruckt eher mit seiner Ruhe und Hektiklosigkeit. Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Nagano selber ist der Zenkoji Tempel. Dieser ist der erste Bau der Stadt, die gesamte Altstadt entwickelte und wuchs in alten Zeiten um von diesem heiligen Bau aus und um ihn herum. Der Eintritt in den Tempel kostet – je nach zu besuchenden Bereichen – 500 – 1.000 JPY / Person. [Preisstand 2018]

Die Tempelstätte kann man nach einem ca. 30-minütigen Fussmarsch oder mit dem Bus vom Bahnhof aus erreichen. Der Bus fährt von der Bus-Plattform 1 ab und die Fahrt kostet 150 JPY / Person. [Preisstand 2018]

Möchte man Nagano verlassen und die Umgebung erkunden, bieten sich da einige Möglichkeiten an.

 

Tagesausflug nach Jigokudani Monkey Park:

Von Nagano aus lässt sich der sog. Snow-Monkey Park problemlos in Rahmen eines Tagesausfluges besuchen. Dabei stehen einem 2 Möglichkeiten zur Verfügung: entweder eine direkte Busverbindung gefolgt von einem 2 km langen Fussmarsch, oder eine Zugfahrt gefolgt von einer Busteilstrecke und demselben 2 km langen Fussmarsch. Preistechnisch ist die direkte Busverbindung günstiger, wobei sie meistens auch die schnellere Option darstellt.

Der direkte Bus verkehrt ab der Bus-Plattform Nr. 23 vom Nagano-Bahnhof. Anbei die Fahrpläne der möglichen Bus- und Zugverbindungen von und nach Nagano. Achtung: der Zug ist nicht Teil der JR-Strecke, so dass JR-Pass Inhaber ihr Abo nicht einsetzen und den vollen Preis bezahlen müssen. Hier die Bus- und Zugfahrpläne sowie eine Übersicht dieser:

Anbei einen kleinen Übersichtsplan noch mit der Laufstrecke von der Busstation bis zum Snow-Monkeys Park:

 

Möchte man allerdings Geld sparen, kann man ein Kombi-Ticket lösen. Der Preis dieses Tickets beträgt 3200 JPY und beinhaltet die Hin- und Rückfahrt – mit Zug und / oder Bus, je nach Wunsch – sowie den Eintrittspreis für den Park. [Preisstand 2018] Diese Karten kann man beim Schalter der Dentetsu-Linie (die Zuglinie, die Richtung Park fährt) erwerben. Dieser befindet sich in der Unterführung des Nagano-Bahnhofes.

 

22.6 Ginzan Onsen und Yamagata

Ginzan Onsen ist ein kleines idyllisches Örtchen, vor allem als Winter-Thermal-Kurort bekannt. Da kann man noch einen Hauch vom alten Japan erleben und die ansonsten meistens verloren gegangene Architektur bewundern. Aufgrund seiner ländlichen Lage ist es auch für Touristen sehenswert, welche mal etwas von der Natur Japans und nicht nur ihren Städten erleben möchten. Ausserdem lässt sich dieser Tagesausflug – auf dem Rückweg – sehr gut mit der Besichtigung von Yamagata kombinieren. Anbei einen Ortsplan von Ginzan Onsen sowie eine Karte von Yamagata und eine Übersicht ihrer Sehenswürdigkeiten:

Vom Bahnhof Oishida verkehren mehrmals am Tag Busse nach Ginzan Onsen. Anbei der Fahrplan von Oishida nach Ginzen Onsen und darauf folgend der Fahrplan in die Gegenrichtung:

Die Fahrt ist im JR-Streckennetz nicht inbegriffen und muss auch von JR-Pass-Inhabern separat bezahlt werden. Tickets können direkt beim Bus-Chauffeur bezogen werden. Der Preis beträgt 710 JPY / Person und Fahrt. [Preisstand 2018]

 

23. Vereinigte Arabische Emirate

Allgemeines und Wetter:

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein relativ neuer Staat, allerdings sehenswürdig. Obwohl er in der Wüste liegt, findet man hierzulande alles was das Herz begehrt und das Geld kaufen kann. Die Landschaft ist ebenfalls abwechslungsreich: Küste, Wüste, Berge – es wird einem nie langweilig.

Wettertechnisch ist es immer heiss bzw. immer sommerlich. Im Winter (November – März) betragen die Temperaturen am Tag ca. 30°C und in der Nacht um die 17°C . Im Sommer sind diese deutlich höher und der Unterschied zwischen Tag und Nacht viel geringer. Mit Temperaturen von 45-48°C tagsüber kommt man so richtig ins Schwitzen. Ausserdem ist es im Sommer fast täglich bewölkt, neblig und unklar. Meistens schweben Tausende von Sandkörnern in der Luft, so dass ein stiller, ruhiger Sandsturm sich breit macht, welcher die Sicht von Panorama-Orten oder Aussichtspunkten deutlich beeinträchtigt. Es ist daher zu empfehlen die Arabischen Emirate im Sommer zu besuchen.

 

Verkehr:

Wenn man in Dubai und in den Arabischen Emiraten allgemein unterwegs ist, ist man am besten mit einem Auto bedient, da der ö. V. meistens sehr zu wünschen nachlässt – dies wenn es ihn überhaupt gibt. Möchte man jedoch in Dubai den ö. V. benutzen, muss man sich eine Dubai Nol-Karte kaufen. Mit dieser zahlt man automatisch beim Ein- bzw. Aussteigen in den Verkehrsmitteln. Die Karte kostet 25 AED [Preisstand 2018] wobei 18 AED bereits als Guthaben darauf sind. Wiederaufladen kann man sie an allen Metro-Stationen sowie grösseren Busstationen oder Kiosks. Der Preis für eine Fahrt beträgt zwischen 3 und 7 AED. [Preisstand 2018]

Möchte man jedoch auf die Palminsel, muss man das sog. Monorail nehmen. Die Fahrten mit dem Monorail kann mal allerdings nicht mit der Nol-Karte bezahlen, sondern man muss separate Tickets kaufen. Der Preis variiert zwischen 15 AED / Person hin und zurück (bis zur Hälfte der Insel) oder 30 AED / Person hin und zurück (bis zum Atlantis Hotel bzw. anderen Ende der Insel.)

Ist man mit dem Auto unterwegs, muss man sich auf die hiesigen Verkehrsverhältnisse gefasst machen. Autobahnen mit 3-7 Spuren, welche plötzlich verschwinden oder neu auftauchen; nie endende Kreuzungen, ziemlich verwirrende Beschilderung bzw. extrem viel Verkehr und ständiges Falschfahren. Ausserdem versagen alle Navigationssysteme, da täglich neue Strassen freigegeben, um- oder abgebaut werden. Kurz zusammengefasst: Autofahren in Dubai ist eine richtige Herausforderung. In den anderen Emiraten hingegen ist es etwas entspannter.

 

Sehenswürdigkeiten und Kosten:

Die Arabischen Emirate sind bekanntlich kein billiges Reiseziel. An Sehenswürdigkeiten mangelt es keineswegs, man muss jedoch wissen, dass man meistens über ein ziemlich hohes Budget verfügen muss, um diese zu besuchen. Andererseits gibt es auch viele gratis Sachen und Erlebnisse, welche man machen kann. Diese muss man entweder im Voraus selber herausfinden oder aber bereits kennen. Richtige Touristeninfos gibt es nicht wirklich. Möchte man die hier berühmten Themenparks besuchen – wie Ferrari World, Aquaworld im Altantis Hotel, Warner Bros Funpark, usw. – muss man bereit sein ziemlich tief in die Tasche zu greifen. Andererseits warten viele Museen, Oasen, Gärten und andere Sachen mit gratis oder bloss symbolischen Preisen. Es kommt einfach drauf an, was man da vorhat.

 

Mobiltelefonie und Telekommunikation:

In den Arabischen Emiraten gibt es zwei grosse Netzanbieter: Etidsalad und Du. Beide haben ähnliche Preise, diese sind allerdings ziemlich hoch. Anbei eine Übersicht der Etisalad (erstes Bild) und der Du-Preise (zweites Bild). [Preisstand 2018]

Gratis WLAN gibt es in den meisten Einkaufszentren und grossen Malls.

 

Essen:

Was man sich in den Arabischen Emiraten und im Mittleren Osten allgemein nicht entgehen lassen sollte, ist es in einem traditionellen Mandi Restaurant zu speisen. Dabei sitzt man am Boden, bekommt das Essen auf riesigen Platten serviert und man kann ein schönes, traditionelles Beisammensein erleben und sich von den hiesigen leckeren Aromen und Geschmacksrichtungen verwöhnen lassen. Vor allem Brot-, Fleisch- und Hummusliebhaber kommen sehr gut auf ihren Kosten.

23.1 Dubai

Dubai ist riesig und sehr unstrukturiert, ja sogar chaotisch. Man kann nicht einfach in ein Touristenbüro hineinspazieren und eine Stadtkarte verlangen, da auf keiner Karte der Welt alles Platz haben würde. Ausserdem verfügt Dubai nicht nur über ein, sondern über viele Zentren, welche jeweils nachträglich und unabhängig von den bereits bestehenden dazu gebaut wurden.

In Dubai sollte man es sich nicht entgehen lassen den Burj Khalifa zu sehen. Allerdings sollte man dabei darauf achten, welches Angebot man möchte. Während die Mehrheit bis in den 125. Stock hinauffährt, gibt es eine VIP Option mit der man bis in den 149. Stock gelangt. Im Ticket dieser sind ebenfalls arabische Süssigkeiten sowie Getränke inbegriffen (nicht alkohoolische). Der Preis ist jedoch wesentlich höher. Aktuelle Preise und übersichtliche Informationen können auf der Webseite des Burj Khalifa http://www.burjkhalifa.ae/en/index.aspx problemlos gefunden werden.

Abgesehen davon lädt der eher ältere Teil Dubais: Al Fahidi, Gold Souk und das Dubai Museum zum Spazieren und Geniessen ein. Abgesehen vom Museumseintrittspreis: 6 AED / Person [Preisstand 2018] ist alles andere gratis.

Was man sich ebenfalls nicht entgehen lassen sollte ist eine Runde Dune Bashing. Kennt man niemanden mit einem 4×4 und erfahren genug um durch und über die Sanddünen zu fahren, kann man problemlos Touristenangebote finden, welche dies für ca. 150 AED / Person anbieten. [Preisstand 2018]

 

23.2 Al Ain

Al Ain ist ein Muss für alle, die in den Emiraten nach einem Hauch Vergangenheit suchen. Als Oasisstadt, ehemalige Scheich-Residenz und sehr wichtige kulturelle Stätte hat Al Ain als einziger Ort in den Emiraten etwas Nostalgie zu bieten. Der Al Jahili Fort ist ein Muss. Anbei eine Stadtkarte sowie einen Plan des Al Jahili Forts und der Al Ain Oase in genau dieser Reihenfolge.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Palace Museum, das richtige Museum und die Oasis. Abgesehen vom echten Museum, für welchen man 3 AED / Person als Eintritt bezahlen muss, sind sämtliche anderen Sehenswürdigkeiten gratis. [Preisstand 2018]

Ebenfalls in der Nähe von Al Ain befindet dich Jabel Hafeet, sozusagen der Hausberg. Nach einer spektakulären Fahrt durch eine Art Canyon hinauf, kann man von den verschiedenen Aussichts-Parkplätzen bzw. von ganz oben eine sehr schöne Sicht bis weit ins Tal – und bei ganz klarem Himmel bis hin zum Meer – geniessen. Am besten plant man es so, dass man den Sonnenuntergang oder -aufgang von dort aus sieht, es ist eine wirklich einmalige Erfahrung. Dies sollte man allerdings nur bei gutem, klarem Wetter versuchen, da die Sicht ansonsten sehr schlecht sein kann.

 

23.3 Abu Dhabi

Abu Dhabi ist sicherlich eine Reise wert. Das eindrücklichste Bauwerk in Abu Dhabi ist die Sheich Zayed Grand Mosque, sozusagen die Zentralmoschee der Stadt. Mit Kronleuchtern welche 12,5 Tonnen wiegen und dem grössten Teppich der Welt, welcher mit seinen 35 Tonnen jede Waage vor einer Herausforderung stellt; mit Tonnenweise schaumweissen Marmorblöcken und detailorientierter Dekorationskunst weiss sie zu beeindrucken. Man kann die Moschee jederzeit auf eigene Faust während der Öffnungszeiten besuchen, oder aber man gesellt sich einer der gratis durchgeführten Guided Tours. Eine Anmeldung ist in den Wintermonaten zu empfehlen, in den Sommermonaten allerdings nicht nötig. Diese Touren dauern 45-60 Minuten, sind gratis und gewähren einen informationsreicheren Einblick in die Geschichte des Bauwerkes. Alle Informationen zu den Tour-Zeiten sowie den Öffnungszeiten der Moschee kann man der offiziellen Moschee-Webseite entnehmen: https://www.szgmc.gov.ae/en/Home

Wer die beste Panorama-Aussicht in den Emiraten geniessen möchte, der muss in den 78. Stock des Etihad Towers hinaufgehen. Dies ist eher ein Geheimtipp, da fast niemand weiss, dass dies möglich und erlaubt ist. Leider ist es nicht gerade kostenlos: der Eintritt kostet 95 AED / Person, davon kann man allerdings 55 AED in der Bar-Lounge oben ausgeben. [Preisstand 2018] Erst von hier oben wird einem bewusst, wo wir uns eigentlich befanden: in der Wüste! Obwohl man es gar nicht merkt wenn man durch die Städte, auf den Strassen und zwischen den Glashochhäusern spaziert, um einen herum ist nur Wüste. Alles was bewohnbar, grün und am Leben ist wurde hierzulande vom Menschen geschaffen, der Rest ist düster, dürr, heiss und einsam. Und trotzdem, hat sie ihren Reiz… die Wüste!

Ein einmaliges Erlebnis ist es in Abu Dhabi auf der Yas Insel auf dem Yas Marina Circuit abends joggen oder Fahrrad fahren zu gehen. Dies ist an 2 Wochentagen erlaubt: dienstags und sonntags zwischen 18 und 22 Uhr. Für Frauen käme auch noch der Mittwoch (ladies only) in Frage. Dies ist kostenlos und einigermassen ein Geheimtipp, da die wenigsten überhaupt davon wissen. Um dies zu tun muss man sich im Voraus auf https://www.yasmarinacircuit.com/en/calendar/events/ registrieren und ein Barcode per Email zugestellt erhalten. Diesen muss man beim Eintritt auf die Strecke vorweisen. Vor Ort kann man – ebenfalls kostenlos – Fahrräder mieten. Es gibt Mountain Bikes und Rennfahrräder, beide in sehr gutem Zustand. Möchte man ein nahezu perfektes Fahrrad, muss man 30 AED / Person und Fahrrad bezahlen. Man kann selbstverständlich das eigene Fahrrad mitnehmen. Kostenloses Wasser wird einem zur Verfügung gestellt.

 

23.4 Fujairah

Während Fujairah an sich nicht viele touristische Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, lohnt sich die Reise bis ins Emirat um zu tauchen. Obwohl die Tauchorte klein und herzig sind, sollte man sie nicht unterschätzen. Wer vor allem Artificial Reef nicht gesehen hat, der hat definitiv einiges verpasst – und damit sind Tausende von Fischen auf engstem Raum und eine Traumwelt gemeint. Als Tauch-Shop lassen sich Freestyle Divers wärmstens empfehlen. (http://freestyledivers.me/)Während der Hochsaison sollte man im Voraus anrufen und die Tauchgänge buchen, im Hochsommer kann man allerdings – handelt es sich um einen Wochentag und kein Wochenende – auch einfach hineinspazieren und tauchen gehen. Sehr positiv ist die Tatsache, dass sich problemlos 3 Tauchgänge am gleichen Tag organisieren lassen, was an vielen Orten eher mühsam ist. Der Preis für 3 Tauchgänge inkl. Ausrüstung-Miete beträgt 550 AED. Für jede Nitrox-Flasche muss man 25 AED zusätzlich bezahlen. [Preisstand 2018 ]